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Schierling

Hunderte erfüllten das Gelübde

Die Dankbarkeit für die Errettung aus Kriegsnot ist im Markt Schierling hellwach.
Fritz Wallner

Am Gedenkstein kam in Schierling am 1. Mai die Dankbarkeit zur Errettung aus Kriegsnot 1945 zum Ausdruck.  Foto: Fritz Wallner
Am Gedenkstein kam in Schierling am 1. Mai die Dankbarkeit zur Errettung aus Kriegsnot 1945 zum Ausdruck. Foto: Fritz Wallner

Schierling.Das wurde am 1. Mai wieder sehr deutlich, als hunderte Bürger sowie Vereine am Dankgottesdienst und der Prozession zum Gedenkstein des Ende April 1945 gegebenen Gelübdes teilnahmen.

Pfarrer Josef Helm erinnerte an die Patrona Bavariae, die Schutzfrau Bayerns, deren Statue vom Münchner Marienplatz 1942 an einen sicheren Ort unter die Domtürme gebracht wurde. Die Menschen wallfahrteten in Scharen dorthin, um die Gottesmutter um Schutz anzurufen. „Die Münchner fanden auch nach der Katastrophe noch Grund und Anlass, um zu beten“, so Pfarrer Helm. Umso mehr habe Schierling Grund zu beten, denn Schierling sei – im Gegensatz zu München – verschont geblieben. Es sei zwar kein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Gebet und dem Gelübde einerseits und der Errettung andererseits wissenschaftlich nachzuweisen. „Doch eines ist sicher: Es hätte damals ganz anders ausgehen können“, so der Pfarrer. Der Pfarrer verlas die historische Predigt des damaligen Pfarrers Franz-Xaver Laubmeier, die mit der historischen Bitte endet: „O Herr, bewahre unser Volk und unsere Heimat, dass Gottlosigkeit und Gottvergessenheit uns nicht wieder in ein solches Unglück stürze, in welches das ganze deutsche Volk in diesen Jahren gestürzt ist.“

Die Prozession nahm fast Ausmaße wie an Fronleichnam an. Am Gedenkstein galt das Gebet vor allem dem Frieden in der Welt. (lww)

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