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Sinzing

1600 Schüler tummelten sich im Wald

Die Waldjugendspiele (WJS) feiern 50.
Josef Eder

Die Kinder mussten im Wald Rätsel lösen. Foto: Josef Eder
Die Kinder mussten im Wald Rätsel lösen. Foto: Josef Eder

Sinzing.Geburtstag am Spielort „Prüfeninger Holz“ – rund um das „Walderlebniszentrum Regensburg“ nahe Sinzing. 71 Klassen mit ca. 1600 Schülern aus der Stadt und dem Landkreis beteiligten sich vom 21. bis 24. Mai an den Waldjugendspielen. Der Vater bzw. Erfinder dieser Spiele Dr. Hans-Heinrich Vangerow, war dabei. Der 95-jährige Forstwirt hatte im Jahre 1970 die Idee.

Neben dem waldkundlichen Unterricht durch die Forstleute warteten im naturnah bewirtschafteten Staatswaldgebiet zahlreiche Spielstationen auf die Kinder, die von den Lehrkräften im Heimat- und Sachkundeunterricht auf das „grüne Drittel unseres Landes“ eingestimmt wurden. Bei den Spielen, z. B. dem Umstapeln eines Holzstoßes oder Zapfenwerfen, konnten Punkte gesammelt werden.

Die Kinder waren jeweils einen Schultag lang im Wald unterwegs. Organisiert und ausgerichtet wurden die Waldjugendspiele vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg (AELF), unterstützt von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (Landesverband Bayern) und den Bayerischen Staatsforsten. Jede Klasse erhielt beim Start einen eigenen Forstpaten. Der/die Förster/in ließen sie alles hautnah auf dem Waldparcours erleben. Die ersten 90 Minuten waren anstrengender, denn der Forstpate erklärte, erzählte und ließ die Kinder Baum, Blätter und Tiere anhand von Silhouetten oder anderem erkennen. Gezeigt wurden die Spuren, die der Borkenkäfer (Buchdrucker) hinterlässt. Mit Freude benutzten die Kinder einen hohlen Baum als Waldtelefon. Juli und Paula (beide Grundschule Prüfening) meinten: „Toll was wir heute hier gelernt haben. In der Schule haben wir die Baumarten durchgenommen. In Natur sind manche noch mächtiger als auf den Bildern.“

Forstdirektor Cornelius Bugl vom AELF Regensburg zeichnete sich wie in den vergangenen Jahren für die Organisation und Durchführung der WJS verantwortlich. Bugl hofft, dass durch den Schultag im Wald sich eine emotionale Bindung zum Wald, Natur und Heimat entwickelt. Helmut Melchner der neue Leiter des AELF Regensburg und Thomas Veron als Chef des Forstbetriebes Burglengenfeld, zu dessen Zuständigkeitsbereich das „Prüfeninger Holz“ gehört, informierten sich vor Ort. Mit Försterin Laura Büsing vom Forstamt Hemau war die Expertin im Aufspüren des asiatischen Laubholzkäfers dabei. Mit ihrem belgischen Schäferhund Risk spürt sie das Ungeziefer auf. Ihr Standort war unweit der Exotenbäume, die in einem umzäunten Areal gepflanzt waren. Es sind z. B. Mammutbäume, Zedern und Esskastanien.

In der Oberpfalz und in Niederbayern sind die WJS üblich. In anderen bayerischen Regierungsbezirken eher nicht. Immerhin sind die WJS zum Exportschlager geworden. In vielen deutschen und österreichischen Bundesländern haben sie Fuß gefasst. (lje)

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