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Verkehr

Bürgermeister will den Zebrastreifen

Beim Balletthaus Sinzing fordern die Bürger eine Hilfe für die Fußgänger. Die Polizei hält dies aber nicht für notwendig.
Von Dieter Waeber, MZ

Das Zusammentreffen von Minoritenweg, Donaustraße, Berg- und Bruckdorfer Straße und der zwei Bushaltestellen in einem kurzen Einzugsbereich kompliziert die Einrichtung eines Zebrastreifens.
Das Zusammentreffen von Minoritenweg, Donaustraße, Berg- und Bruckdorfer Straße und der zwei Bushaltestellen in einem kurzen Einzugsbereich kompliziert die Einrichtung eines Zebrastreifens. Foto: Waeber

Sinzing.Im Gemeinderat und Bauausschuss standen zum Jahresschluss Bebauungen in Saxberg, Viehhausen und Sinzing sowie Fußgängerüberwege in Sinzing auf dem Programm.

Im Bauausschuss stand die Anordnung von Fußgängerüberwegen im Fokus. Bürgermeister Patrick Grossmann erläuterte die Schwierigkeiten zur Einrichtung eines Zebrastreifens beim Balletthaus durch die Einmündung mehrerer Straßen in diesem kleinen Bereich. Das und die geringe Frequenz habe auch bei der Polizei keine Zustimmung für einen markierten Fußgängerüberweg gefunden. Er selbst, so Grossmann sei aber aufgrund vieler Bürgerwünsche dennoch für einen Zebrastreifen. Nicolas Hilbert sprach sich für einen anderen Belag wegen der Bremssicherheit in diesem Bereich aus. Dr. Bernhard Edenharter hofft auf eine ausreichende Beschilderung wegen der dort befindlichen Bushaltestellen und ausreichende Beachtung der Sicherheitsaspekte, um die Gemeinde vor Haftungsproblemen zu bewahren.

Gernot Seybold meinte, der Zebrastreifen sei an einer falschen Stelle geplant. Er wäre besser geeignet am Übergang vom Minoritenweg in die Bruckdorfer Straße. Grossmann meinte, jetzt lasst uns mal mit zwei Übergängen anfangen und Erfahrungen sammeln.

Vier statt drei Parzellen

Keine Bedenken gab es zur Planung eines Fußgängerüberweges im Minoritenweg beim Fußweg zum Bahnhaltepunkt. Die vorgesehene Rampe wurde jedoch von Andreas Röhrl und Josef Espach als unnütze Lärmquelle kritisiert.

Die Änderung der Einbeziehungssatzung in Saxberg führte im Gemeinderat später zu Diskussion. Ein Grundstückseigentümer hatte den Antrag gestellt, die im ursprünglichen Bebauungsplan vorgesehenen Grundstücksgrößen zu ändern. Er wollte, mit der Begründung die Grundstücksgrößen seien nicht mehr zeitgemäß, auf seinem Areal, statt der vorgeschriebenen drei nun vier Parzellen bebauen.

Andreas Röhrl stellte sich gegen den Änderungsvorschlag, da die Zuführungsstraße, der Regensburger Steig, sehr steil sei und Schwierigkeiten bei Anfahrt und Parken bereite. Gernot Seybold forderte, die Grundstücksangelegenheiten zur Erweiterung der Straße sollten vorher geklärt werden und Alois Renner sah überhaupt keine Notwendigkeit zur Änderung der Satzung. Mit sechs Gegenstimmen erhielt die Satzungsänderung dennoch die Zustimmung des Rates.

Bürgermeister Patrick Grossmann stellte die in der Oktobersitzung gewünschten und nun durch das Planungsbüro FLU vollzogenen Änderungen zum zukünftigen Baugebiet in Viehhausen vor. Inhaltlich waren dies die Forderung nach mehr Grünflächen, ein Fußweg zur Kamerauerstraße und die Grundstücksflächen sollten nicht kleiner als 500 Quadratmeter sein.

Das Bodendenkmal bleibt frei

Alois Renner meinte, das wären immer noch zu wenige Grünflächen. Renner fragte auch nach der Umsetzung des in der Bürgerversammlung vom OGV-Vorsitzenden Rolf Steigerwald eingebrachten Vorschlags, den Bereich um das Bodendenkmal nicht zu bebauen. Bürgermeister Grossmann bestätigte, dort sei keine Bebauung geplant, der Plan für die Anlagen insgesamt sei aber später Inhalt der Bauleitplanung.

Die durch das neue Baugebiet zu erwartende Verkehrsbelastung werde, so der Bürgermeister, derzeit durch das Planungsbüro GEO.VER.S.UM untersucht.

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