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Brandschutz

Freude übers neue FFW-Auto

Sinzing beorderte ein 500 000 Euro teures Fahrzeug, das die Einsatzkraft der Wehr erhöht. Es bekam jetzt den Segen.
von Gertraud Pilz

Pfarrer Reber beim Segnungsakt des neuen FFW-Fahrzeugs Foto: Gertraud Pilz
Pfarrer Reber beim Segnungsakt des neuen FFW-Fahrzeugs Foto: Gertraud Pilz

Sinzing.Ein Freudentag war der „Christi Himmelfahrts- bzw. der Vatertag“ für die FFW. Das neue Fahrzeug HLF 20 wurde gesegnet. Pfarrer Bernhard Reber gestaltete vorangehend den Festgottesdienst und stellte das Bibelthema zu Christi Himmelfahrt „Erhöhung Jesu zur Rechten Gottes“ in den Mittelpunkt.

Anschließend bewegte sich ein eindrucksvoller Festzug durch den Ort zum Feuerwehrgelände. Ein „Fahnenmeer“ von zwanzig Vereinsfahnen begleitet von rund zweihundertfünfzig „Feuerwehr`lern“ aus dem Landkreis und dem Blasorchester sowie Abordnungen der Ortsvereine und viele Bürger teilten die Freude der Ortswehr über das Neufahrzeug, begleiteten den Festzug und säumten anschließend den Festakt.

Die Schlagkraft optimiert

„An Gottes Segen ist alles Gelegen“, so die Worte und Gebete von Pfarrer Bernhard Reber und Dr. Manfred Müller von der evangelischen Kirchengemeinde beim Segnungsakt des von Gabi Beer geschmückten Neufahrzeuges. „Wir stellen mit unserem Segnungsgebet die Hilfseinsätze der Wehr vertrauensvoll unter den Schutz Jesu Christi“, so die Gebete der Geistlichen.

Mit der Segnung des neuen Feuerwehrfahrzeugs HLF 20 könne die Sicherheit der Bürger und die Schlagkraft der Wehr optimiert werden, sagte Bürgermeister Patrick Grossmann. Bewusst habe man mit der Beschaffung des neuen Einsatzfahrzeugs in die Sicherheit der Bürger investiert. Die Anschaffung wurde notwendig weil das bisherige Fahrzeug mittlerweile 30 Jahre alt ist und nicht mehr dem neuesten technischen Standard entspricht, der für die Einsätze notwendig ist. Zweieinhalb Jahr betrug die Lieferzeit für das Fahrzeug sagte Grossmann. Um die Löscharbeit zu optimieren, beinhaltet das neue Fahrzeug auch einen Tank für 1600 Liter Wasser und 120 Liter Schaummittel sowie einen Wasserwerfer.

In dieser Zeit hat das „Beschaffungsteam“ um Kommandant Korbinian Hoibl und Gerätewart Christian Ehrl sich mit der Technik und den Funktionen des neuen Fahrzeuges in Theorie und Praxis vertraut gemacht, haben Lehrgänge besucht und das neben der Arbeitszeit und am Wochenende. Manche Kameraden haben sogar Urlaubstage für die Lehrgangsteilnahme geopfert. Die Anschaffungskosten von fünfhunderttausend Euro für das Fahrzeug sind zum Wohle von Bürgern und der nun möglichen effizienteren Hilfeleistung der Wehr gut angelegt.

Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer gratulierte ebenfalls der Wehr und dankte der Gemeinde für die sinnvolle Investition zum Schutze der Bürger. Die Lage Sinzings an der A 3, an der Bahnstrecke Ingolstadt Regensburg und an den Flüssen Donau, Naab und Laber, stelle die Wehr vor große Herausforderungen, für die man technisch gerüstet sein muss, sagte Scheuerer.

Der Verein

  • FFW Sinzing:

    Mitglieder 541, davon 40 in der Aktivengruppe

  • Anschaffung:

    Neufahrzeug der Marke HLF 20, Kosten 500 000 Euro

  • Zuschuss:

    119 000 Euro vom Freistaat

  • Kritik:

    Bürgermeister Patrick Grossmann kritisierte fehlende Fördermittel seitens des Bundes.

Der Einsatz der Wehr ist eine gute Schule für das Leben, so Scheuerer. Stellvertretender Landrat Willi Hogger sagte, dass trotz der Einsatzalarmierung per Funk, der Sirenenalarm erhalten bleiben solle, um den Einsatz der FFW „rund um die Uhr“ hörbar und auch sichtbar für die Bevölkerung zu machen. Es werde heutzutage viel zu viel, was das Ehrenamt, betreffe zur Selbstverständlichkeit und nicht mehr bewusst wahrgenommen.

Der Vorsitzende der Wehr Wolfgang Pumberger, dankte der Gemeinde für die Neubeschaffung. Sie bedeute eine Optimierung der FFW Aufgaben und einen effizienteren Hilfeeinsatz und die weitreichende großartige Unterstützung der Aktiven bei der Ausübung der FFW Aufgaben.

Zünftiger Festausklang

Mit dem gemeinsamen Singen der Bayern- und Deutschlandhymne endete sehr feierlich der Festakt. Viele Festbesucher nutzten anschließend die Gelegenheit, bei der „Fahrzeugschau“ das Neufahrzeug bezüglich der modernen Technik und der Funktionen zu begutachten. Der Festtag der FFW wurde anschließend am Festplatz bei „Deftigen und Süßem, das die FFW durch ihre vielen freiwilligen Helfer organisierte, kräftig gefeiert. Zünftig bayerisch unterhielt die Kapelle „Blechseggeln“ unter Leitung von Günther Kirchberger jun. beim Frühschoppen die Festgäste.

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