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Kultur

Heimatpflege soll intensiviert werden

Seniorenbeirat, Europa und Homepage waren Themen der öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses in der Gemeinde Sinzing.
Von Dieter Waeber, MZ

Gabriele Karl half bei der Vorbereitung einer Seniorenbroschüre mit.
Gabriele Karl half bei der Vorbereitung einer Seniorenbroschüre mit. Foto: MZ-Archiv/Waeber

Sinzing. Mit einem umfangreichen Tätigkeitsbericht unterstrich die Seniorenbeauftragte Gabriele Karl bei der Sitzung des Kulturausschusses der Gemeinde Sinzing die Notwendigkeit des neu geschaffenen Seniorenbeirats. Uneingeschränkte Zustimmung erfuhr das Vorhaben der Gemeinde, zusätzliche Ortsheimatpfleger zu berufen.

Im Mai 2014 sei der Seniorenbeirat bestellt worden, startete die Seniorenbeauftragte ihre Rück- und Vorschau. Derzeit leben in Sinzing etwa 1260 über 65 Jahre alte Senioren. Die Zahl dürfte sich bis 2015 auf rund 1600 P erhöhen, so Karl. Im Oktober fand die konstituierende Sitzung mit 14 Mitgliedern statt. Danach wurde ein Fragebogen an rund 1700 ältere Bürger in der Gemeinde versandt. 230 Rücksendungen bewiesen das starke Interesse ebenso, wie die 125 Besucher beim ersten Vortrag im neuen Kultursaal der Gemeinde zur Patientenverfügung.

Öffentliche Toiletten fehlen

Die Rückmeldungen beinhalteten zum Beispiel das Fehlen öffentlicher Toiletten. Hier soll versucht werden, bei Firmen an den Öffnungszeiten Zugang zu bekommen. Beanstandet wurde das Pflaster am Platz vor der alten Kirche, das weder behindertengerecht, noch für Radler und Kinderwagen geeignet sei. Hier habe der Bürgermeister Unterstützung zugesagt.

Ein wichtiges Thema sei die Nachbarschaftshilfe, die getrennt in den drei Ortsteilen angestrebt werde. Die dabei angewandte Form sei noch offen und wurde im Ausschuss intensiv diskutiert. Insbesondere dürfte die Hilfe nicht in die Interessen des OGV oder gewerblichen Betriebe eingreifen, so Johann Dechand. Reinhard Karl wies auf die Versicherungsfragen hin und Andreas Geim regte an, auch junge Leute einzubeziehen.

Kleinbusverkehr vorgeschlagen

Als sehr gute Idee kommentierten die Räte das, bereits kurz vor dem Abschluss stehende Vorhaben, einen Kleinbusverkehr einzurichten, der an bestimmten Tagen in die Versorgungszentren fahren könnte. Vorträge, kostenlose Kurse für PC und Englisch ergänzten die Palette der Vorhaben, die mit viel Applaus bedacht wurden.

„Ich möchte der Heimatpflege einen größeren Stellenwert geben“, zitierte Zweitbürgermeister Josef Espach den ersten Bürgermeister Patrick Grossmann zum Vorhaben, neben Karl Hoibl weitere Ortsheimatpfleger zu bestellen. Die vorgeschlagenen Personen seien derzeit bereits eng mit Heimatpflege verflochten und sollten ihre Arbeit auch weiterhin fortführen, so Espach. So könnten sich Dr. Werner Chrobak und Alois Renner schwerpunktmäßig der Ortsteile Eilsbrunn und Viehhausen annehmen. Egon Gröschl sei aufgrund seiner bisherigen Fotosammlung prädestiniert, sich um Fotodokumentationen und Archivierungen zu kümmern.

Wappen für Homepage gesucht

Regina Fischer stellte die umfangreichen Maßnahmen und das Programm zum Europatreffen vom 21. bis 29. August vor. Michael Schaller stellte die neue Home Page der Gemeinde unter www.sinzing.de als Vorreiter des Systems CMS der Firma LivingData für ganz Deutschland vor. Gesucht werde noch ein Logo. Der Kulturausschuss stimmte dafür, die Gemeinde solle hier einen Wettbewerb in der Gemeinde mit Einbeziehung von Schulen, Kindergärten und Bürgern starten. Andreas Geim (Grüne) regt an, wegen der zu erwartenden rund 500 Neubürger in den neuen Baugebieten Maßnahmen zur Integration anzubieten. Im Rathaus könnte sich ein 400-Euro-Mitarbeiter kultureller Themen annehmen.

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