MyMz
Anzeige

Infrastruktur

Jugend- und Kulturhaus braucht Namen

Die Arbeiten für die Kinderkrippe sind fast fertig. Am 5. Januar sollen die ersten Kinder mit den Betreuerinnen einziehen.
Von Dieter Waeber, MZ

Bürgermeister Patrick Grossmann und Bauunternehmer Ludwig Stadler (rechts) vor der fertigen Fassade des Gebäudes, in das gerade der Teppichboden für den ersten Teil der Krippe transportiert wird.
Bürgermeister Patrick Grossmann und Bauunternehmer Ludwig Stadler (rechts) vor der fertigen Fassade des Gebäudes, in das gerade der Teppichboden für den ersten Teil der Krippe transportiert wird. Foto: Waeber

Sinzing.Die Endphase für den Umbau des Jugend- und Kulturhauses in Sinzing läuft derzeit auf vollen Touren. Am 5. Januar ist die Inbetriebnahme der Kinderkrippe durch den Träger, das Bayerische Rote Kreuz (BRK) fest eingeplant ist.

Fünf Kinder sollen im Januar den ersten Teil der neuen Kinderkrippe beziehen. Das Personal des BRK mit der zukünftigen Leiterin Sonja Teufel arbeitet sich derzeit in der bestehenden Kinderkrippe „Winzlinge“ im Schulgebäude in der Bergstraße ein. Im Laufe des Jahres soll die erste Gruppe mit zwölf Kindern voll werden, hofft Bürgermeister Patrick Grossmann. Mit der zweiten Gruppe habe die Gemeinde dann ihren Bedarf für die nächsten Jahre abgedeckt.

Die Einweihung des Gebäudes mit allen Einrichtungen ist für Januar geplant. Für den neuen Kultursaal im Obergeschoss gibt es für den 30. Januar bereits eine Buchung durch den Seniorenbeirat. Begrünung und Anpassung der Außenanlagen sind für 2015 geplant und sollen in der Januar-Sitzung im Gemeinderat auf der Agenda stehen, sagt Bürgermeister Grossmann.

Baukosten werden unterschritten

Die reinen Baukosten wurden ursprünglich mit 1,975 Millionen Euro geplant. Zurzeit liege die Vergabesumme bei etwas über 1,4 Million Euro, obwohl nur noch wenige Abrechnungen fehlen. Er rechne deshalb, so der Bürgermeister, mit einer Unterschreitung der Kosten um etwa 20 Prozent. Im Rahmen der Städtebauförderung sei ein Zuschuss in Höhe von 420000 Euro zugesagt, aus dem Investitionsprogramm der Kinderbetreuungsfinanzierung gebe es eine Zusage von insgesamt 582300 Euro.

Zweite Gruppe geplant

  • Ingesamt 24 Plätze

  • Zwei Gruppen: Am 5. Januar nimmt die neue Kindertagesstätte in Sinzing mit fünf zu betreuenden Kindern ihren Betrieb auf. Im Laufe des Jahres wird dann die erste von zwei Gruppen – mit jeweils zwölf Plätzen – aufgefüllt werden, so steht auf der Homepage de Gemeinde. Auch die erste Veranstaltung im neuen Kultur- und Gemeindesaal wurde schon für Ende Januar gebucht.

  • Barrierefreier Zugang

  • Für den barrierefreien Zugang im Jugend- und Kulturhauses wird eine Rampe im Außenbereich errichtet, die den Zugang zur Außenterrasse und von dort aus zum Aufzug ermöglicht.

Das über 200 Jahre alte Gebäude war bisher unter Namen Bischofshof oder „beim Eck“ bekannt. 1997 kaufte die Gemeinde das Gebäude samt Grundstück für 885000 Mark mit dem Ziel, in diesem Ortsteil eine dichte Wohnbebauung zu vermeiden. Als diverse Investitionsversuche für eine alternative Nutzung scheiterten, beschloss der Gemeinderat im Jahr 2000 eine öffentliche Nutzung. Seit 2005 ist der Jugendtreff dort untergebracht. 2013 wurde die komplette Sanierung und Nutzungsänderung beschlossen.

Gute Ideen sind gefragt

Das umgebaute Gebäude wird zukünftig durch die Kinderkrippe und den Jugendtreff belegt. Zusätzlich gibt es im Obergeschoss einen Kultursaal, der von Vereinen, Verbänden oder für kulturelle Veranstaltungen gebucht werden kann. Das Gebäude läuft derzeit unter dem „etwas zu langen Namen“, so der Bürgermeister: Kinder-, Jugend- und Kulturhaus Sinzing. „Es wird ein passender, schlagkräftiger Name gesucht“, ruft der Bürgermeister die Bürger zur Ideenfindung und zum Mitmachen auf.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht