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Gremium

Kontroverse um Lärmschutzwand

162 000 Euro kostet das Projekt: Die Sinzinger Gemeinderäte ärgern sich über die teure Lösung für Wenige.
Gertraud Pilz

Ein Lärm- und Sichtschutzwand soll die Wohnqualität der Anwohner im West- und Südbereich des neuen Kinderhauses gewährleisten. Foto: Pilz
Ein Lärm- und Sichtschutzwand soll die Wohnqualität der Anwohner im West- und Südbereich des neuen Kinderhauses gewährleisten. Foto: Pilz

Sinzing.Damit fünf bis sieben Anwohner auf der Süd- und Westseite des Kinderhauses ruhig und ungestört wohnen können, investiert die Gemeinde 162 000 Euro in eine Lärm- und Sichtschutzwand. Gabi Hartkopf und Andreas Geim störten sich an den hohen Kosten zugunsten einiger weniger Bürger.

Diese ihrer Meinung nach überdimensionierte Einfriedung der Außenanlagen des neuen Kinderhauses verleihe der Betreuungseinrichtung „Gefängnischarakter“, so die Meinung der beiden. „Muss das denn sein?“ fragten Hartkopf und Geim. Die Kinder seien doch nur tagsüber da, an den Wochenenden sei ohnehin Ruhe, so die Feststellung der beiden Räte.

„Sind die Kinder so störend, dass man sie hinter Wänden halten muss?“, fragte Hartkopf. Die Lärmschutzwand sei Bedingung für die Zustimmung der Anlieger zum Bau des Kinderhauses gewesen und demzufolge verbindlich zugesagt worden, entgegnete Bürgermeister Patrick Grossmann. Letztendlich wurde die Einfriedung mit Lärmschutzwand des Geländes beim Kinderhaus an der Bruckdorfer Straße mit drei Gegenstimmen durch den Gemeinderat genehmigt.

Der diesbezügliche Auftrag wurde an die Firma Berger Bau SE aus Passau vergeben. Der Auftrag für die Außenanlagen des Kinderhauses Sinzing (Spielflächen, Zuwegungen, Parkplatz) geht an die Firma Galabau Schwertner aus Kelheim zum Angebotspreis von 355 226,23 Euro brutto. Allerdings werde aufgrund der hohen Kosten in Abstimmung mit der Gartenbaufirma der Leistungsumfang gekürzt, sagte Grossmann.

So werde der Fallschutz herkömmlich mit Kies ausgeführt, für das Unterstellen der Kinderwägen gebe es eine günstigere Konstruktion und der Bordstein des Bürgersteigs zur Bruckdorfer Straße werde nicht abgesenkt. Dadurch reduziere sich das Auftragsvolumen um ca. 55 000 Euro netto. Die vertragliche Vereinbarung mit der Gartenbaufirma hierzu stehe, sagte der Bürgermeister.

Grossmann informierte außerdem, dass der Klage von Gegnern des Sofortvollzugs eines Baus von drei Windrädern im Paintner Forst nicht stattgegeben wurde. Das Bauverfahren durch die Firma Ostwind könne planmäßig weiterlaufen. (lpe)

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