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Bürgerversammlung

Sinzinger machen bei Bauthemen Druck

Eine Stunde löchern die Besucher in Sinzing Bürgermeister Grossmann. Kritik gab es an der Straßensanierung im Oberen Dorf.
Von Dieter Waeber, MZ

Das Seniorenheim in der Bruckdorferstraße soll im Frühjahr fertig werden. Bauangelegenheiten standen im Zentrum der Bürgerversammlung.
Das Seniorenheim in der Bruckdorferstraße soll im Frühjahr fertig werden. Bauangelegenheiten standen im Zentrum der Bürgerversammlung. Foto: Waeber

Sinzing. Bei der 4. Bürgerversammlung des Jahres im Gasthaus Schwarze Laber stellte der Bürgermeister die Entwicklung der Gemeinde in Wort, Bild und einem umfangreichen Zahlenwerk dar (MZ berichtete). Besonders relevant für das Einzugsgebiet des Ortes Sinzing waren dabei sicher die Ausführungen zu den drei neuen Baugebieten, Am Hohen Ranken Süd, Donaublick und Klostergarten sowie das Gewerbegebiet am Reitfeld, die bis 2016 abgewickelt werden sollen. Die Baumaßnahme Bergstraße werde 2015 abgeschlossen. Die neue Kinderkrippe wird im Januar, das Seniorenheim voraussichtlich im März eröffnet. 2015 stehen die Erneuerung der Wasserleitungen im Oberen Dorf und in der Donaustraße sowie die Sanierung des Fährenwegs zur Vorbereitung auf die Erweiterung des Rathauses an. Der Hochwasserschutz erhält zusätzliche Einlaufschächte, um das Wasser schneller abfließen zu lassen.Die Diskussion eröffnete Barbara Wiesmüller mit der Frage nach dem Stand beim Evangelischen Gemeindehaus, und damit der Schließung der Baulücke in der Bruckdorferstraße. Bürgermeister Grossmann meinte, dazu gebe es derzeit keine aktuellen Informationen. Wiesmüller beklagte die Raserei beim Balletthaus und drängte unter dem Applaus der Zuhörer darauf, die Gemeinde solle gegenüber der Polizei bei der Einrichtung eines Zebrastreifens Rückgrat zeigen.

Videokamera am Wertstoffhof

Franz Huber schlug vor, am Wertstoffhof im Rahmen der Einrichtung eines Grünschnittplatzes und geplanter durchgehender Öffnung eine Videoüberwachung anzubringen. Seine Frage nach der Realisierung einer kompletten Breitbandversorgung beantwortete Grossmann mit dem Jahr 2016. Auf der Autobahn habe es wieder einen Megastau gegeben, so Huber, der das Problem der Lage von Sinzing erneut offenlege. Die Gemeinde dürfe den Bau der Nahverkehrsbrücke nicht aus den Augen verlieren. Grossmann meinte, das würde beim Ausbau der Autobahn wieder thematisiert.

Unzufrieden äußerte sich Michael Zierer über den Beschluss des Gemeinderats, die Straßensanierung im Oberen Dorf auf die Lärchenstraße zu beschränken. Im Vorfeld hatten die Anlieger der betroffenen Straßen zum Teil gegen eine Sanierung gestimmt. Zierer bezweifelte die Folgerichtigkeit der Abfrageergebnisse und meinte, der Rat könne dieser Befragung mit diskussionswürdigen Ergebnissen nicht so einfach entsprechen. Ludwig Koller regte an, die Bürger zu informieren, da ihnen offensichtlich nicht bewusst gewesen sei, dass ein Vollausbau nach einigen Jahren deutlich teurer werden würde. Der Bürgermeister meinte, der Rat habe sich an den Bürgerwillen gehalten, „wir könnten aber in einigen Straßen nochmals eine Bürgerabfrage zu starten“. Die Buchenstraße soll wieder Zone 30 werden versprach Grossmann auf Anfrage von Wilfried Süß.

Heiner Listl hielt die 30 Meter Abstände der Beleuchtung in der Bergstraße für Verschwendung von Steuergeldern. Der Fragesteller erhielt aber Kontra aus der Versammlung. Gleichzeitig erging die Bitte an die Gemeinde, im Interesse von Kindern und Senioren, den eingeschlagenen Weg bei der Beleuchtung beizubehalten. Franz Huber forderte zusätzlich eine noch intensivere Beleuchtung in der Buchenstraße.

Keine Gasleitung für Sinzing

Hans Ziegler fragte, ob daran gedacht wurde, bei der geplanten Anlage eines Dükers unter der Donau für die Erdverkabelung der Hochspannungsleitung aus Pentling auch eine Gasleitung zu legen. Grossmann hat hier wenig Hoffnung, da der Gemeinderat vor einigen Jahren aufgrund der hohen Kosten einen entsprechenden Antrag der Rewag abgelehnt habe.

Weitere Fragen der Bürger

  • Sepp Wendt

    fragte, warum es nicht möglich sei, bei der Einfahrt von der Staatsstraße einen Kreisverkehr einzurichten, „wie er überall üblich ist“. Das werde im Zusammenhang mit einer Verkehrsuntersuchung für den gesamten Raum mitbehandelt, sagte Bürgermeister Patrick Grossmann.

  • Reimund Oberschmidt

    beklagte die Enge der Straßenführung und die Schlaglöcher beim Pendlerparkplatz an der Autobahn.

  • Otto Scheimer

    sagte, er werde durch die Parkerei in der Donaustraße bei der Zu- und Abfahrt zu seinem Grundstück behindert. Die Ursache liege, so Grossmann, an den Bauvorschriften der Vergangenheit, als noch keine Stellplätze gefordert wurden.

  • Neue Wertstoffhof-Öffnungszeiten

    ab 1. Januar: Dienstag, 9 Uhr bis 12 Uhr. Freitag, 13 Uhr bis 18 Uhr von April bis Oktober und bis 17 Uhr von November bis März. Samstag, 9 Uhr bis 14 Uhr.

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