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Solidarität

Kindern in Indien geholfen

Die San Joe Puram Kinderhilfe Sünching hilft seit nunmehr 16 Jahren. Sie kann auf zahlreiche Erfolge verweisen.
Von Gabriele Thomann

Willi Zölch und Wolfgang Biederer wurden im Kinderdorf herzlich empfangen. Foto: Zölch
Willi Zölch und Wolfgang Biederer wurden im Kinderdorf herzlich empfangen. Foto: Zölch

Sünching.Seit 16 Jahren gibt es die San Joe Puram Kinderhilfe Sünching. Rund 400 000 Euro flossen seitdem an das Kinderdorf. Schulen und Kinderheime konnten gebaut werden. 99 Mitglieder zählt der Verein in Sünching, der von Willi Zölch geleitet wird. Zur Jahresversammlung waren 18 Personen gekommen, um sich auch über die Situation im Kinderdorf zu informieren. Für 18 Kinder bestehen Patenschaften. Der Vorsitzende stellte erfreut fest, dass sich das zurückliegende Vereinsjahr wieder sehr positiv entwickelt hat. Zwei Aktionstage im Heimatmuseum wurden durchgeführt. Im Schloss gab es ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten der Kinderhilfe.

Die größte Veranstaltung war der Flohmarkt. Durch die Veranstaltungen konnten im Jahr 2018 32500 Euro an das Kinderdorf überwiesen werden. Auch in diesem Jahr flossen bereits wieder 17500 Euro nach Indien. In den 16 Jahren des Bestehens wurden insgesamt 400 000 Euro gespendet.

Bei den Neuwahlen gab es nur wenige Veränderungen. Der Vorsitz verbleibt bei Willi Zölch, zweiter Vorsitzender ist Pfarrer Erwin Gietl. Die Kasse führt Verena Wild, Schriftführerin ist Margot Zölch. Als Beisitzer fungieren Fritz Sommer und neu Irene Herbst. Die Kasse prüft Gerhard Firlbeck.

Auch in 2019 werden wieder die gewohnten Veranstaltungen durchgeführt, dazu gehört unter anderem auch der Montessori-Weihnachtsmarkt, an dem der Verein mit einem Losstand vertreten ist.

Persönlich ein Bild verschafft

Willi Zölch berichtete dann ausführlich über die aktuelle Situation im Kinderdorf San Joe Puram. Bei einem Besuch Ende März gemeinsam mit seinem Schwiegersohn konnte er sich ein persönliches Bild verschaffen.

Das Kinderdorf wurde 1996 gegründet. Derzeit befinden sich dort fünf Kinderheime, ein Rehabilitationszentrum für junge Erwachsene, eine Nähwerkstatt, eine Schwesternschule, ein Kindergarten und eine öffentliche Schule.

Rund 1100 Kinder aus 40 Nachbardörfern werden dort unterrichtet. Zölch konnte sich mit eigenen Augen davon überzeugen, wie er sagte, dass die Gelder aus Sünching hier überaus gut angelegt sind.

Veranstaltungen

  • Museumsfeste:

    Sie finden im Heimatmuseum zugunsten San Joe Puram am 26. Mai und 22. Dezember statt.

  • Konzert:

    Die Raith-Schwestern geben am 27. Juli ein Wohltätigkeitskonzert auf Schloss Sünching.

  • Sonstiges:

    Am 6. Oktober wird ein Hallenflohmarkt organisiert, auch beim Montessori-Weihnachtsmarkt ist der Verein vertreten.

Das Schulgebäude wird derzeit erweitert. Eine Photovoltaikanlage soll die nahezu täglich vorkommenden Stromausfälle kompensieren. Als eine weitere Neuerung wurde im Kinderdorf eine zentrale Küche erstellt, bei der alle Heime das Essen abholen. Dies ist eine deutliche Verbesserung, denn bisher musste an den einzelnen Stationen dafür gesorgt werden.

Ein weiteres Aufgabengebiet, das vom Kinderdorf aus geleistet wird, ist die Sozialarbeit in den kleinen Dörfern der Umgebung. Willi Zölch durfte den Sozialarbeiter hierbei begleiten. Zentrale Toilettenhäuschen mit Auffangschächten sind ein Riesenfortschritt. Eine weitere und sehr wichtige Aufgabe ist die Schulbildung der Kinder. Da aufgrund der weiten Entfernungen nicht alle Dörfer mit Schulbussen angefahren werden können, wird versucht, Lehrkräfte zu gewinnen, die zumindest Grundkenntnisse in Lesen und Schreiben unterrichten.

Lehrer bekommen 30 Euro

Die Vergütung eines Lehrers liegt bei umgerechnet 30 Euro monatlich. Von unbeschreiblichen Lebensverhältnissen in den Slums von Delhi konnte sich Zölch ebenfalls ein Bild mit seinen eigenen Augen machen.

Zusammenfassend sagte der Vorsitzende der San Joe Puram Kinderhilfe, dass er im Kinderdorf nur fröhlichen und lustigen Kindern begegnet sei, umso größer sei der Kontrast zu den Problemgebieten gewesen. Hier habe er ausschließlich traurige Kinder gesehen.

Dies ist für Zölch ein großer Ansporn, auch weiterhin das Projekt und den Verein zu unterstützen und voranzutreiben, nannte er seine Beweggründe. Der geringe Jahresbeitrag von 20 Euro lasse eine Menge wirksamer Hilfe entstehen, so sein Appell an viele Menschen, diesem Verein beizutreten und somit wirksame Hilfe für die Menschen in Not zu leisten.

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