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Unglück

Mann ertrinkt in abgelegenem Weiher

Ein 39-Jähriger starb nach einem Badeunfall im Kreis Regensburg. Polizei rät zum Benutzen von Badestellen mit einer Aufsicht.
Von Walter Schießl, Jürgen Scharf und Alexander Auer

Rettungstaucher bargen den Mann aus dem Wasser. Dieser erlag aber seinen Verletzungen Foto: Alexander Auer
Rettungstaucher bargen den Mann aus dem Wasser. Dieser erlag aber seinen Verletzungen Foto: Alexander Auer

Mötzing.Zu einem folgenschweren Badeunfall ist es am Mittwochabend im Mötzinger Weiher bei Sünching im Landkreis Regensburg gekommen. Ein 39-jähriger Mann ging nach Beobachtungen anderer Badegäste plötzlich unter. Rettungstaucher konnten ihn zwar finden, und unter laufenden Reanimationsmaßnahmen wurde der Mann ins Krankenhaus nach Wörth gebracht. Die Hilfe kam für ihn allerdings zu spät. Die Polizei gab am späten Mittwochabend bekannt, dass der in Regensburg wohnende Kasache, der verheiratet war, verstorben ist.

Gegen 18.10 Uhr war bei der Integrierten Leitstelle Regensburg ein Notruf über einen in einem Badesee bei Mötzing untergegangenen Mann eingetroffen. Die Rettungsleitstelle beorderte ein Großaufgebot von Rettungskräften, darunter Wasserwacht und DLRG sowie die Feuerwehren aus den umliegenden Orten, zu dem Weiher. Zur Suche nach dem Vermissten wurden dann mehrere Taucher eingesetzt.

Doch laut dem Einsatzleiter der Wasserwacht, Stephan Heine, gestaltete sich der Einsatz schwierig. Das Erreichen des abgelegenen Weihers fast an der Landkreisgrenze nahm längere Zeit in Anspruch. Die Taucher, ausgestattet mit Tauchausrüstung, Atemluftflaschen und Neoprenanzug, mussten rund 200 Meter zu Fuß zurücklegen, bis sie an die Unglücksstelle vordrangen. Der Vermisste wurde zwar dann rasch im Wasser entdeckt und geborgen, bis dahin waren aber bereits etwa 30 Minuten verstrichen.

Zehnköpfige Gruppe war zum Baden gefahren

Der Verunglückte gehörte zu einer etwa zehnköpfigen Gruppe, die nach Mötzing zum Baden gefahren war. Die Mitglieder tummelten sich längere Zeit im Wasser, ehe der Kasache vor den Augen der Truppe plötzlich unterging. Ein anderes Mitglied der Badegesellschaft alarmierte die Rettungsleitstelle, die die Maschinerie in Gang setzte.

Sehen Sie hier mehr Bilder von dem Einsatz:

Tragödie am Mötzinger Weiher

Schwieriger Einsatz für die Retter

Doch laut dem Einsatzleiter der Wasserwacht, Stephan Heine, gestaltete sich der Einsatz schwierig. Aufgrund des unwegsamen Gebiets sei ein Vorankommen mit den Fahrzeugen bis zum Weiher unmöglich gewesen. Deshalb mussten die Taucher, ausgestattet mit Tauchausrüstung, Atemluftflaschen und Neoprenanzug rund 200 Meter zu Fuß zurücklegen, bis sie an die Unglücksstelle vordrangen.

Der Vermisste wurde nach zwar dann rasch von den Tauchern im Wasser entdeckt und geborgen, bis dahin waren aber bereits etwa 30 Minuten Zeit verstrichen.

Keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden

Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei Regensburg hat laut einer Pressemitteilung die Ermittlungen zu den Todesumständen übernommen. Derzeit bestehen nach Auskunft der Polizei keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden am Tod des Mannes.

Aufgrund des tragischen Ausgangs empfiehlt Einsatzleiter Heine nur Badestellen mit Bewachung aufzusuchen: „Gerade wenn es zu einem Ernstfall kommt, dann können diese Kräfte schnell eingreifen“.

Rettungskräfte bitten Schwimmer um Vorsicht

Dass nicht jeder sich an seine Empfehlung hält, war an dem abgelegenen Weiher in Mötzing schnell zu bemerken. Kaum waren die Rettungskräfte nach ihrem kräftezehrenden Einsatz abgerückt, vergnügten sich schon wieder Badende.

Baden vor der Haustüre

Der Mötzinger Weiher, unweit der Ochsenstraße gelegen, gilt als Geheimtipp unter den Badefans. Er entstand aus einer ehemaligen Kiesgrube, die in den 1960er-Jahren benötigt wurde. Inzwischen ist das etwa einen halben Hektar große Areal längst mit Wasser vollgelaufen.

Vor allem die Mötzinger nutzen den Weiher als Badegelegenheit vor ihrer Haustüre. „Der Weiher ist sehr beliebt“, sagt auch Mötzings Bürgermeister Reinhard Knott. Man könne dorthin von einigen Seiten mit dem Auto relativ nah hinfahren, müsse nur einen kurzen Fußweg nehmen, ehe man sich ins Wasser begeben könne. Aber der Weiher ist eben sehr abgelegen.

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