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Fußball

Die CSU holte sich ihren Pokal selbst

Die Erfinder der Tegernheimer Dorfmeisterschaft gewannen die vierte Auflage des Wettbewerbs. Erfolg im Elfmeterschießen.
Von Petra Schmid, MZ

Auch gegen die Damenmannschaft des Turniers setzten sich den „Schwarzen“ bei der Dorfmeisterschaft durch. Foto: Petra Schmid
Auch gegen die Damenmannschaft des Turniers setzten sich den „Schwarzen“ bei der Dorfmeisterschaft durch. Foto: Petra Schmid

Tegernheim.Tegernheim ist eine sportliche Gemeinde. Es gibt seit langer Zeit eine Dorfmeisterschaft im Kegeln und Stockschießen, auch werden zahlreiche Tennisturniere oder Wettkämpfe in anderen Disziplinen ausgefochten. Seit einigen Jahren suchen die Tegernheimer auch ihren Meister im Fußball.

Ideengeber und quasi Erfinder der Fußballdorfmeisterschaft ist die örtliche CSU. Heuer fand der Kampf um die meisten Tore in der vierten Auflage statt. Vereinschef Volker Rößler, selbst begeisterter Fußballer war allerdings auch heuer nicht auf dem Rasen zu finden. Er hatte voriges Jahr Pech bei der Vorbereitung und zog sich beim Training eine Verletzung zu, sodass er leider nicht selbst dem Ball hinterherjagen konnte. Auf diesen Vorfall hin habe es die „Rote Karte“ von seiner Frau gegeben. Er könne es ja verstehen, der Urlaub stehe bevor und sie wolle nicht schon wieder einen „Verletzten“ haben, erklärte Rößler augenzwinkernd. Seine Leidenschaft für den Fußballsport lebe er nun vom Spielfeldrand und als Moderator aus, schob er nach.

Zu tun hatte der geborene Schwabe, der im schönsten Dialekt die Spielszenen kommentierte, viel. Unterstützt wurde er hier von seinen Kindern, die gerne mal zum Mikro griffen.

Sieben Mannschaften kämpften um den Titel Fußball-Dorfmeister 2017. Fantasievolle Namen wie „Schweinswadlbeißer“ oder „Schnoukn-Bummerl“ waren zu finden. Heuer spielte sogar eine reine Damenmannschaft mit. Die Mädels in pinkfarbenen Trikots hatten schnell die Sympathien der Zuschauer auf ihrer Seite, auch wenn sie nicht zu den größten Torjägern gehörten. Beim Spiel gegen das CSU-Team musste sich Stefan Adler, der quasi über eine der Spielerinnen stolperte, so manche Spöttelei gefallen lassen. Dieser nahm es gelassen und erhielt nach dem Trikottausch mit einer der Mädels von seiner Frau trotzdem ein Bussi als Belohnung für den Sieg seiner Mannschaft.

„Die Schwarzen“ erwiesen sich nicht nur gegen das Mädchenteam erfolgreich, sondern holten sich heuer wieder einmal ihren eigenen Pokal. In einem spannenden Finale gelang der CSU-Mannschaft der Sieg gegen die Schweinswadlbeißer“. Die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschießen, das die CSU mit 6:5 Toren für sich entschied. Den dritten Platz holten sich die „Schnoukn-Bummerl“, gefolgt von den „Donaufohlen“.

Volker Rößler lobte bei der Siegerehrung die sieben teilnehmenden Mannschaften für ein sportlich faires und verletzungsfreies Turnier. Er dankte besonders Mario Lorenz vom FC Tegernheim für die Bereitstellung der Infrastruktur. Sein großer Dank galt auch Schiedsrichter Robert Müller, der alle Spiele gepfiffen hatte.

Die Schirmherrschaft zur Dorfmeisterschaft hatte wieder Kreischef Peter Aumer übernommen. Er lobte die Organisation des Dorfpokals. Es sei erfreulich, dass die Vereine hier so gut zusammenarbeiten würden und gratulierte den Mannschaften zu ihren Erfolgen. Beim Fußball gehöre seine Leidenschaft mehr dem Zuschauen und Anfeuern, als der eigenen Jagd nach dem Ball, erzählte er.

Abschließend bedankte sich CSU-Chef Rößler bei allen, die zum Erfolg der Fußballdorfmeisterschaft beigetragen hätten und ganz besonders auch den Damen der Frauen Union, die immer hilfreich zur Seite stehen würden.

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