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Sicherheit

Neues Löschauto macht Freude

Die Tegernheimer Wehr stellt die Weichen für die Zukunft. Ein neues Auto gab es schon, bald soll das Gerätehaus folgen.
Von Petra Schmid

Das neue Fahrzeug ist der ganze Stolz der Freiwilligen Feuerwehr Tegernheim. Foto: Schindlbeck
Das neue Fahrzeug ist der ganze Stolz der Freiwilligen Feuerwehr Tegernheim. Foto: Schindlbeck

Tegernheim.Wenn es darum geht, anderen zu helfen, ist die Freiwillige Feuerwehr immer zur Stelle. Auch in Tegernheim ist dies so. Die Männer und Frauen, die eigene Interessen hinten anstellen und oft auch ihre Gesundheit oder das Leben riskieren, um bei einem Brand oder einer gefährlichen Situation den Menschen zu helfen, zogen Bilanz und stellten Neuerungen der aktiven Mannschaft und im Verein vor.

Vereinschef Reinhard Harand und Kommandant Michael Schindlbeck gingen dabei jeweils auf das „Vorzeigestück“ der Wehr ein. Das neue Fahrzeug, das Ende November von einer Abordnung beim Hersteller abgeholt wurde, ist keine Neuanschaffung, mit der die Floriansjünger sich schmücken möchten, sondern ein Arbeitsgerät, das die stetig steigenden Anforderungen einer Gemeinde in der Größe Tegernheims erfordern, erklärte Kommandant Schindlbeck.

Notwendige Anschaffung

Die langjährigen Mitglieder der FF Tegernheim Fotos (2): Petra Schmid
Die langjährigen Mitglieder der FF Tegernheim Fotos (2): Petra Schmid

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Aktiven-Chef die Notwendigkeit deutlich gemacht. Das stete Wachstum der Gemeinde und unter anderem auch der Zuwachs im Hotelbereich und Gewerbe würden ein weiteres Einsatzfahrzeug erfordern, hatte damals Schindlbeck gesagt. Das neue Tanklöschfahrzeug TLF 3000, das auf den Funknamen „Florian Tegernheim 21/1“ hört, dient hauptsächlich zur Sicherstellung einer ausreichenden Wasserversorgung bei Brandeinsätzen. Im Fahrzeug sind dafür ein 3500 Liter fassender Wassertank und eine Pumpe mit einem Förderstrom von 2000 Litern je Minute eingebaut. Das reiche zusammen mit dem vorhandenen Löschfahrzeug LF 16 aus, um mittelgroße Brände ohne Anzapfung des Trinkwassernetzes löschen zu können. Wenn Bedarf für noch mehr Wasser bestehe, könne mit dem TLF auch ein Pendelverkehr aufgebaut werden. Dazu sei im Fahrzeug noch ein 5000 Liter fassender Faltbehälter verladen. Ebenso befinde sich Spezialausrüstung für die Wald- und Flächenbrandbekämpfung an Bord, heißt es in der Beschreibung des Fahrzeugs.

Sie sind seit Jahrzehnten Stützen der FF

  • Ehrenmitglied:

    Auf Vorschlag der Vorstandschaft beschlossen die Versammlungsmitglieder ohne Gegenstimmen, Pfarrer Franz Listl in Abwesenheit zum Ehrenmitglied der FF Tegernheim zu ernennen. Aus gesundheitlichen Gründen war Pfarrer Listl entschuldigt.

  • 60 Jahre:

    Im Jahr 1959 traten Franz Datzer und Jakob Schmid in die Feuerwehr ein. Sie halten nun seit sechs Jahrzehnten der Ortswehr die Treue und unterstützen den Verein.

  • 50 Jahre:

    Jakob Dierlmeier, Max Falter, Gerhard Götz und Pfarrer Franz Listl wurden im Jahr 1969 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Tegernheim. Seit einem halben Jahrhundert stehen sie nun schon treu zu ihrer Ortsfeuerwehr und dem Förderverein.

  • 25 Jahre:

    Als einziger wurde für ein Vierteljahrhundert Treue dieses Mal Herbert Wesselsky ausgezeichnet. Glückwünsche gab es auch von Bürgermeister Max Kollmannsberger.

Nach mehr als zwei Jahren Planung und Vorbereitung freue er sich, dass das Fahrzeug nun in Tegernheim angekommen sei, sagte der Kommandant bei der Jahresversammlung lächelnd. Viele, viele Treffen und Detailabsprachen seien nötig gewesen, bis er das Auto mit zweitem Kommandanten Andreas Höpfl und Manfred Fisch in Ulm habe abholen können. Die Endabnahme und Einweisung sei interessant gewesen, fasste er zusammen.

Seit das neue Auto da ist, seien er, die Maschinisten und das übrige Team stark beschäftigt gewesen, denn die neue Technik erforderte Übung, Übung und nochmals Übung. Großes Lob gab es vom Chef der Aktiven für seine Mannschaft, denn nicht nur bei der Einübung des Umgangs mit dem neuen Fahrzeug, auch ansonsten habe er eine super Truppe. Ohne das Engagement derjenigen, die eine Aufgabe bei der Feuerwehr übernehmen würden, stünde die Feuerwehr Tegernheim nicht so gut da, wie sie jetzt dastünde, hob Schindlbeck hervor.

Lob für den Nachwuchs

Auch für den Nachwuchs, die Jugendwehr und die Kinderfeuerwehr – die sogenannten Löschschnoukn –, gab es Anerkennung. Hier liege die Zukunft und es freue ihn, dass man mit elf Jugendlichen und 22 Kindern so gut aufgestellt sei, betonte Schindlbeck. Abschließend dankte er allen, die ihn und sein Team so tatkräftig unterstützten.

Zuvor hatte Vorsitzender Reinhard Harand in seinem Bericht auf das abgelaufene Vereinsjahr zurückgeblickt. Er sprach den Kameraden, die in Uniform bei den zahlreichen Veranstaltungen den Verein repräsentieren würden, Anerkennung für ihr Engagement aus.

Die vielen Tegernheimer, die treu zu ihrer Feuerwehr stehen, würden dazu beitragen, dass beispielsweise das Maibaumaufstellen zu so einem Erfolg wird, sagte Harand. Es sei für ihn schön, wie die Generationen zusammenarbeiten würden. So sehe er mit Freude, wie die Kinder und Jugendlichen mit Feuereifer bei der Sache seien, sagte er mit Blick auf die Nachwuchsfeuerwehrler. Die Entscheidung, vor einigen Jahren die Löschschnoukn ins Leben zu rufen, habe sich als richtig erwiesen, so Harand.

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