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Politik

Tegernheimer Rathaus in der Kritik

Die Tegernheimer CSU rügt die Arbeit des Bürgermeisters und der anderen Fraktionen. Vieles werde zu lange diskutiert.
Von Petra Schmid, MZ

Der zweite Bürgermeister Jürgen Beier Foto: Archiv
Der zweite Bürgermeister Jürgen Beier Foto: Archiv

Tegernheim.Der Ortsverband der CSU hielt Jahresversammlung im Gasthaus Federl/Scheck. Vorsitzender Volker Rößler hatte dabei seine Premiere, denn er wurde erst im vergangenen Jahr zum Ortschef gewählt. Der Schwabe bestand seine Feuertaufe im schönsten Dialekt und mit Bravour. Lob für sein Engagement gab es nicht nur von den Vorstandskollegen und Mitgliedern, sondern auch von Landtagsabgeordneter Silvia Stierstorfer und Kreischef Peter Aumer.

Schelte hingegen hagelte es für die übrigen Fraktionen im Gemeinderat und den Bürgermeister. 2. Bürgermeister und stellvertretender Ortsvorsitzender Jürgen Beier und auch Fraktionssprecher Stefan Adler sprachen deutliche Worte. Nach zwei Jahren sei nun die Zeit des Lernens der neuen Gemeinderatsmitglieder vorbei und dies gelte auch für den Bürgermeister. Er müsse nun auch endlich seine Arbeit machen, forderte Adler. Oft habe die CSU-Fraktion dem Rathauschef den Rücken gestärkt und ihm geholfen, sagte er. Er vermisse, dass Kollmannsberger eine Meinung vertrete. Er habe das Gefühl, dieser schließe sich der Mehrheitsmeinung im Gremium an, kritisierte der Fraktionssprecher.

Beier schlug in die gleiche Kerbe und zeigte sich enttäuscht, dass die bei einer Klausurtagung des Gemeinderats erarbeiteten Ergebnisse in Bezug auf langfristige Finanzplanung bisher keine Beachtung gefunden hätten. Vieles werde im Gremium ausgiebig und lange diskutiert und dann herrsche Stillstand. Als Beispiel führte Beier die Ausweisung neuer Baugebiete und den sozialen Wohnungsbau an. Er befürchte, dass große Themen auf der Strecke blieben, da diese auf die „lange Bank“ geschoben würden. Irgendwann könne dann die Verwaltung die zahlreichen Projekte nicht bewältigen und auch die finanziellen Mittel seien dann eventuell nicht vorhanden.

Rößler ließ das Jahr Revue passieren und lobte sein Vorstandsteam für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung. Foto: Archiv/P.Schmid

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