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Tegernheim
Freitag, 21. September 2018 28° 3

Bühne

Toni Lauerer: „Dies übertrifft alles“

Die Regensburger Brettlfans bringen ein Stück des Oberpfälzer Autors – und der sitzt überraschend im Publikum.
Von Petra Schmid, MZ

Die Regensburger Brettlfans posieren mit Autor Toni Lauerer (4. von rechts), der begeistert war, für ein Foto.
Die Regensburger Brettlfans posieren mit Autor Toni Lauerer (4. von rechts), der begeistert war, für ein Foto. Foto: Theresia Luft

Tegernheim.Lachen ist vorprogrammiert, wenn eines seiner Theaterstücke zu sehen ist: Toni Lauerer, der bekannte Oberpfälzer Autor und Kabarettist, ist quasi ein Garant für Bühnenerfolg. Die Regensburger Brettlfans brachten schon einige seiner Stück in Tegernheim auf die Bühne. Heuer spielen sie “D´Tante mag koan Fleischsalat“ aus der Feder von Lauerer.

Die Darsteller staunten bei der Premiere nicht schlecht, als sie erfuhren: Der bekannte Autor sitzt tatsächlich im Publikum. Sie hatten ihn schon öfter eingeladen – und dieses Mal habe es tatsächlich geklappt.

Lauerer in der ersten Reihe

Alle sorgen sich um Tante Gretl Foto: Theresia Luft
Alle sorgen sich um Tante Gretl Foto: Theresia Luft

In der der ersten Reihe mit direktem Blick zur Bühne ließ sich der Autor keine Kleinigkeit entgehen. Was er da sah, gefiel ihm wohl ausgezeichnet. Szenenapplaus und immer wieder herzhaftes Lachen waren bei dem Kabarettisten an der Tagesordnung. Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählte Lauerer, sein Cousin habe seinen Besuch bei der Premiere vermittelt. Er sei der Nachbar von Hauptakteurin Uschi Bortner, die Tante Gretl spielt, welche partout keinen Fleischsalat mehr mag. Es habe einfach wunderbar gepasst, er selbst habe keine Verpflichtung gehabt, und so sei er gerne der Einladung gefolgt. Er sei begeistert, schwärmte Lauerer: „Klasse, was hier geboten wird.“

„Ich mache da immer die Augen zu und sehe es dann quasi vor mir. Ich glaube, ihr könnt in meinen Kopf schauen.“

Toni Lauerer

Beim Schreiben habe man ja eine gewisse Vorstellung, wie die einzelnen Personen aussehen, wie eine Szene sich aufbaut – und von den Brettlfans sei alles so umgesetzt worden, wie er es sich vorgestellt habe. „Ich mache da immer die Augen zu und sehe es dann quasi vor mir. Ich glaube, ihr könnt in meinen Kopf schauen“, sagte er, als er nach der Vorstellung auf die Bühne gebeten wurde. Jeder Charakter habe die ideale Besetzung gefunden. Die Regie sei einfach toll. Er habe dieses Stück ja schon öfter auf der Bühne gesehen und könne sagen: Dies übertreffe alles.

Infos in Kürze

  • Weitere Termine

    Aufführungen finden freitags, 10. und 17. März, sowie samstags, 11. und 18. März (jeweils 20 Uhr), und am Sonntag, 12. März um 18 Uhr, statt. Platzreservierung sind in der Gaststätte Götzfried (Telefon 09403-961665) möglich. Der Eintritt kostet sieben Euro.

  • Darsteller

    Tante Gretl (Uschi Bortner), Hausfrau Helma (Anna Biermeier), Gatte Erich (Christian Zeitler), Sohn Basti (Mario Zeitler), Freundin Sabine (Romy Biermeier), Alois (Erich Schuhbauer), Rosa (Christa Kiermeier) Dr. Müller (Kevin Helmberger)

Begeisterung gab es nicht nur vom Autor, sondern auch vom Publikum gab es Szenen- und tosenden Schlussapplaus. Auch mit spontanen Lachsalven wurde nicht gespart. Kein Wunder: Denn in dem lustigen Stück findet sich so mancher Zeitgenosse wieder. Ob nun bei Tante Gretl, bei der die Liebe auf der Strecke geblieben ist, und die sich jetzt wenigstens für ihren Neffen die Liebe für das Leben und ein Haus voller Kinder wünscht. Auch die fürsorgliche Hausfrau Helma nebst Gatte Hans und dem pfiffigen Neffen Basti sorgt für allerhand Verwicklungen – so wie im richtigen Leben. Mehr sei nicht verraten, denn die Brettlfans stehen noch zwei Wochenenden auf der Bühne der Gaststätte Götzfried.

Lauerer war hinter der Bühne

Der prominente Gast im Publikum ließ die Darsteller nicht kalt. Mario Zeitler erzählte, es sei gut gewesen, dass Lauerer vor Beginn der Aufführung hinter der Bühne gewesen sei. Er habe Witze gemacht und sei ein ganz normaler Typ. Da sei die Aufregung dann schnell verfolgen. „Es ist für uns eine Ehre, dass er uns zugeschaut hat“, sagte er. Eine gewisse Anspannung sei es für ihn schon gewesen, räumte Erich Schuhbauer ein. Man versuche, noch konzentrierter als sonst zu spielen. Er habe bewusst nicht zum Platz Lauerers geschaut, denn einmal nachzuschauen, wie es beim Autor ankomme, genüge, um aus dem Konzept zu kommen. Anna Biermeier, deren Tochter heuer zum ersten Mal auf der Bühne steht, erzählte lachend, sie habe während des Stücks komplett ausgeblendet, dass Lauerer da sein. Denn die Aufregung sei viel größer gewesen. Als sie gemerkt habe, Romy „wuppt“ das, habe alles gepasst.

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