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Thalmassing

Die Gemeinde Thalmassing baut Schulden ab

Einstimmig genehmigte der Gemeinderat den von Verwaltungsleiter Riedl ausgearbeiteten Haushalt, der ein Gesamtvolumen von 8,54 Millionen Euro hat.
Josef Eder

Anstelle dieser Scheune im Außenbereich will ein Bauwerber ein Einfamilienhaus errichten. Foto: Josef Eder
Anstelle dieser Scheune im Außenbereich will ein Bauwerber ein Einfamilienhaus errichten. Foto: Josef Eder

Thalmassing.Im Vermögenshaushalt sind 3,22 Millionen Euro und im Verwaltungshaushalt 5,28 Millionen Euro eingestellt. Die Einkommenssteuerbeteiligung beträgt 2,54 Millionen Euro. Die Schlüsselzuweisung liegt bei 0,75 Millionen Euro, die Gewerbesteuer bei 0,45Millionen Euro. Aus den Rücklagen werden 2,39 Millionen Euro entnommen. Die Kreisumlage steigt auf 1,39 Millionen Euro. Die Verschuldung sinkt von 6,7 auf 4,9 Millionen Euro.

Für eine Diskussion sorgte die Bauvoranfrage zur Errichtung eines Einfamilienhauses ohne Keller in Luckenpaint. Das Grundstück ist mit einer Scheune bebaut und befindet sich im Außenbereich. Auf der gegenüberliegende Seite ist bereits eine Wohnbebauung. Das Landratsamt stuft den Bauort als Außenbereich ein. Es sei aber kein Standort, bei dem ein Antrag auf Bebauung von vornherein aussichtslos sei. 2. Bürgermeister Franz Wudy wertete das Signal des Landratsamts als positiv. Thomas Stadler plädierte ebenfalls für ein Ja. Verwaltungsleiter Riedel gab zu bedenken, dass alle Anlieger zahlen müssten, wenn der zukünftige Bauherr auf Erschließung klage.

Andrerseits, so Bürgermeister Helmut Haase, seien bereits Wasser- und Abwasser in diesem Bereich verlegt. Lediglich der Straßenkörper sei unbefestigt. Der Bauwerber hatte sich für keine der 15 im Ortsteil ausgewiesenen Parzellen beworben. Der Rat befürwortete die Voranfrage mit 12:3 mit dem Hinweis, dass die Erschließung nicht gesichert sei. Die Kommune gehe keine Verpflichtung ein.

Mit 3:12 wurde ein Antrag der BN-Ortsgruppe Thalmassing abgelehnt. Sie schlug die Festlegung von dezentralen Wasserzisternen als „Muss“ in Bebauungsplänen vor. 3. Bürgermeister Thomas Sembach sagte, dass eine dezentrale Lösung auf den einzelnen Grundstücken im Vergleich zur zentralen Rückhaltung wie im Baugebiet „An der Weilloher Straße“ in Wolkering von Vorteil wäre. Wudy befürwortete ebenfalls eine nachhaltige Zurückhaltung, jedoch ohne Zwang, sodass der Bauwerber selbst entscheiden könne. Richard Wild war ebenfalls für Freiwilligkeit.

Otto Fuß sprach sich für eine Regelung in den notariellen Kaufverträgen aus. Bürgermeister Haase sagte, das kleine Parzellen benachteiligt seien. Bei hoch anstehenden Grundwässern können die Zisternen im Laufe der Jahre wasserdurchlässiger sein. Er sei gegen eine fixe Vorgabe, um flexibel bleiben zu können. Die vorgeschlagenen Sechs-Meter-Zisternen sowie die Revisionsschächte für Wasser und Abwasser würden die Wohnhaus- oder Garagenplanungen einschränken. Ein Regenrückhaltebecken sei effizienter, kostengünstiger und in seiner Funktionsfähigkeit dauerhaft gesichert. (lje)

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