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Ehrenamt

Hilferuf der Thalmassinger Feuerwehren

Die Kommandaten der Thalmassinger Wehren berichteten im Gemeinderat, wo der Schuh drückt. Und es sind einige Baustellen.
Von Josef Eder

Beim Feuerwehrgerätehaus in Luckenpaint ist alles in Ordnung. Das ist aber nicht bei allen Gemeindewehren so. Foto: Josef Eder
Beim Feuerwehrgerätehaus in Luckenpaint ist alles in Ordnung. Das ist aber nicht bei allen Gemeindewehren so. Foto: Josef Eder

Thalmassing.Im Gemeinderat berichteten die Kommandanten der fünf Thalmassinger Freiwilligen Feuerwehren vom Einsatzgeschehen 2018. Es sei kein spektakuläres Jahr gewesen, aber es habe so manches gegeben, wo es zwickt. Den geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit drei Stellplätzen für die Wehr des Hauptortes sprach etwa Kommandant Thomas Scharl an. Das bisherige in der Dorfmitte wurde 1987 errichtet. Nach dem die Kommune aktuell in der Planungsphase ist, hofft er nach eigener Aussage auf einen Baubeginn 2020.

Scharl wies zudem darauf hin, dass das Löschfahrzeug 8 bereits 22 Jahre alt ist. In den nächsten Jahren stünde eine Ersatzbeschaffung an. Insgesamt hatte seine Wehr 37 Einsätze, davon 30 Technische Hilfeleistungen und zwei Brände. An insgesamt 150 Tagen wurden 4500 Stunden abgeleistet. Erfreulich sei, dass es 20 Feuerwehranwärter gebe und 35 in der Kinderfeuerwehr aktiv sind. Im Vordergrund der Ausbildung stand die modulare Truppausbildung Teil A und B mit 17 Teilnehmern.

Wichtig sind Scharl zufolge außerdem neue Sirenenstandorte. Der Heulton sei in einigen Straßenzügen schwer hörbar und für den Katastrophenalarm ist eine flächendeckende Alarmierung zwingend.

Anhänger nicht mehr zeitgemäß

Matthias Schreiner, Feuerwehrführer der FF Weillohe, wies darauf hin, dass der Tragkraftspritzenanhänger (Baujahr 1959) nicht mehr zeitgemäß sei. Eine Motorsäge etwa könne nicht mehr verfrachtet werden. Und auch die Traktorfahrer zum Ziehen des TSA werden ihm zufolge knapp. Es gebe nur mehr drei Personen, die den Schlepperführerschein besitzen.

Den Umbau eines im Dorf befindlichen LF 8 mit veranschlagten 5000 Euro lehnte Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer ab. Jetzt könnte ein 30 Jahre altes Tragkraftspritzenfahrzeug von der FF Walderbach für etwa 3800 Euro erworben werden. Die Tonnage von 3,49 Tonnen reicht aus, damit es auch junge Führerscheininhaber bewegen dürfen. Die Unterstellmöglichkeit im FFGH reiche dafür aus. Jedoch müsse die angebaute, vermietete Garage von der Kommune gekündigt werden, um Platz für die Einsatzkleidung zu haben. Geplant ist bei der Wehr die Gründung einer Kinderfeuerwehr. Die ins Auge gefasste Anschaffung des Anhängers dürfe aber kein Einstieg in einen An-, Um- oder Neubau eines Gerätehauses sein, antwortete erster Bürgermeister Helmut Haase.

Wolkerings Kommandant Michael Mauerer berichtete, dass das Gerätehaus zu klein und unbeheizt sei. Im Alarmfall müsse das TSF aus der Garage gefahren werden, damit sich die Ausrückmannschaft umziehen kann. Eine Erweiterung sei also zwingend notwendig. Die Baukostenschätzung beläuft sich auf 160 000 Euro. An Eigenleistung würden 80 000 Euro erbracht. Haase sagte dazu, dass Thalmassing Priorität habe: „Wolkering hat bislang keinen schriftlichen Bauantrag eingereicht.“

Bei der FF Sanding ist die Ausrüstung dagegen ausreichend. Feuerwehranwärter gibt es drei, verkündete Heinrich Gerstl. In Luckenpaint ist ebenfalls alles in Ordnung, wie Richard Engelbrecht erzählte.

„Sind auf einem guten Weg“

Bürgermeister Haase betonte, dass die Motivation aller Feuerwehrdienstleistenden sehr groß sei: „Wir sind auf einem guten Weg. Die Herausforderungen für euch und die Gemeinde sind groß, um die Jugend dauerhaft an die Freiwillige Feuerwehr zu binden.“

Sehr erfreulich war der Bericht von Büchereileiterin Nina Unterholzer. Die im Oktober bezogenen Räume im Bonifaz-Wimmer-Kinderhaus werden ihr zufolge gut angenommen.

9500 Medien sind auf 150 Quadratmetern Fläche nun vorrätig. 184 Stunden hatte das elfköpfige Umzugsteam zuvor gearbeitet. Für 28 143 Euro wurde dabei neues Inventar angeschafft. Ein zweiter Ausleiharbeitsplatz ist eingerichtet. Das Team umfasst nun sechzehn Mitarbeiter.

Heimatpflege

  • Aktivitäten:

    Ortsheimatpfleger Raffael Parzefall berichtete von der Archiv- und Heimatpflege. Das Gemeindearchiv wurde zum Beispiel neu geordnet.

  • Besonderes:

    Ein Höhepunkt bei den Tätigkeiten des vergangenen Jahres sei die Vorstellung der Schulgeschichte, die Heinrich Lippert zusammenstellte, gewesen.

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