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Ausblick

Das wünscht sich Wenzenbach für 2020

Die Bürger haben sich für 2020 viele Ziele gesteckt. Das ehrenamtliche Engagement soll im Ort vorangetrieben werden.
Von Ralf Strasser

  • Heinz-Joachim Daschner, Vorsitzender des OGV Foto: Ralf Strasser
  • Heinz-Joachim Daschner, Vorsitzender des OGV Foto: Ralf Strasser

Wenzenbach.Für Heinz-Joachim Daschner, den Vorsitzenden des größten OGV Ortsvereins im Kreisverband Regensburg steht die gesunde Natur ganz oben auf seiner Wunschliste. Dabei möchte er dem sich umgreifenden Allerleigrau der Vorgärten gerne die „Rote Karte“ zeigen. „Ich wünsche mir, dass sich die naturbezogene Bewirtschaftung der Gärten überall durchsetzt und jeder seinen Garten als das empfindet, was er ist, eine Oase der Ruhe und Freude.“

Dafür steht für ihn der Wahlspruch des englischen Autoren Colin Cotterill „Vergiss den Planeten - rette den Garten!“ „Er meint damit, dass wir uns nicht von Weltrettungsfantasien lähmen lassen sollen, sondern dass jeder das tut, was er in seinem Bereich für den Erhalt der Umwelt tun kann. Der Garten bietet dazu vielfältige Möglichkeiten.“

Holger Daschner, SVW-Jugendleiter, AH Verantwortlicher

Holger Daschner, SVW-Jugendleiter, AH Verantwortlicher Foto: Ralf Strasser
Holger Daschner, SVW-Jugendleiter, AH Verantwortlicher Foto: Ralf Strasser


Den langjährigen Spieler des SV Wenzenbach und aktuellen Jugendtrainer bewegt der kulturelle und klimatische Wandel in der Welt. „Die zunehmende Macht der sozialen Medien hat einen schlechten und offensichtlichen direkten Einfluss auf unsere Gesellschaft.“ Dazu nennt er Fake News oder rechten Nationalismus.

„Die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, geben mir ebenfalls zu denken, da die erforderlichen Kurskorrekturen nur sehr schleppend vorangetrieben werden.“ Für Wenzenbach wünscht er sich, „dass unsere wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung in der Gemeinde erhalten bleibt und dass sich wieder mehr Menschen ehrenamtlich für das Vereinsleben engagieren.“ Politisches Zusammenwirken der Parteien sei für die Kommune zielstrebend.

Matthias Birner, Vorsitzender Jugendförderverein


Familie ist für ihn wichtig. „Da wünsche ich mir natürlich zuerst Gesundheit und ein glückliches Miteinander. In meiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins AKKi, wünsche ich mir auch nach der Kommunalwahl eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, um neue Projekte für unsere Kinder und Jugendlichen in Wenzenbach voranzubringen.

Matthias Birner, Vorsitzender Jugendförderverein Foto: Ralf Strasser
Matthias Birner, Vorsitzender Jugendförderverein Foto: Ralf Strasser

In einer so schnell wachsenden Gemeinde mit vielen jungen Familien, versuchen wir im engen Austausch mit unserem Jugendpfleger attraktive Freizeitangebote zu organisieren bzw. finanziell zu unterstützen. Wir sind auch immer auf der Suche nach aktiven Neumitgliedern.“

Franz Eichenseher, Vereinsvorsitzender FFW Grünthal

Franz Eichenseher, Vereinsvorsitzender FFW Grünthal Foto: Ralf Strasser
Franz Eichenseher, Vereinsvorsitzender FFW Grünthal Foto: Ralf Strasser


Das Miteinander steht für ihn im Fokus: „Für mich und insbesondere für uns in Grünthal wäre es schön, wenn wir einfach noch besser zusammenhalten und uns gegenseitig akzeptieren würden.“ Natürlich liegt ihm seiner Feuerwehr am Herzen. „Wir sind eine starke aktive Mannschaft und haben einen guten Nachwuchs. Aber jeder kann sich melden und einbringen.“

Und er bittet um mehr Toleranz: „Manche Bewohner sehen etwa Bewegungsfahrten sehr kritisch. Hier würde ich mir mehr Akzeptanz wünschen.“ Auch hat er den Eindruck, dass die Bewohner außerhalb von Wenzenbach, insbesondere Grünthal, Irlbach und Gonnersdorf, als „Bewohner zweiter Klasse“ gesehen werden. „Bei Entscheidungen der Gemeinde sollen einfach die Bürger mehr eingebunden werden.“

Hans Lengdobler, Vorsitzender BN-Ortsverband


Hans Lengdobler hat für das kommende Jahr und die nächste Legislaturperiode vor allem die grüne Politik im Rathaus der Gemeinde im Blick und auf dem Wunschzettel. „Ich erhoffe mir, dass unsere Gemeinde weiterhin sachkompetent, transparent und mit Augenmaß geführt und verwaltet wird.

Hans Lengdobler, Vorsitzender BN-Ortsverband Foto: Lengdobler
Hans Lengdobler, Vorsitzender BN-Ortsverband Foto: Lengdobler

Dazu sollte noch mehr die Notwendigkeit einer flächensparenden Weiterentwicklung erkannt werden“, meint er mit Blick auf den zu vermeidenden Flächenfraß. Auch den Klimawandel verortet er in der der Gemeinde Wenzenbach. „Die Energiewende und der Klimaschutz gehören auch auf lokaler Ebene zu den wichtigsten Aufgaben der Gemeinde.“

Karlheinz Renner, Diakon, Pfarrmitglied und MMC-Obmann


„Unsere Gemeinde floriert durchaus im oberen Segment des Rankings im Landkreis“, sagt Karlheinz Renner. „Die Infrastruktur und die Versorgung der Menschen sind sehr fortschrittlich und sie geben jedem das Gefühl, hier gut zuhause zu sein. Zudem werden neue Projekte überlegt und bürgernah realisiert. Auch Geschichte und Kultur erfasst die Menschen, ob jung oder alt. Nur wenige sehen leider, die immer mehr werdende Belastung des Einzelnen, welche hinter Ehrenamt und Brauchtumspflege stecken.“

Wunschliste der Bürger

  • Sylvia Lang:

    Die Postbotin hat zusammen mit ihrem Mann den Schönberg im Blick. „Wir freuen uns, dass unser Schloss aus dem Dornröschenschlaf erwacht ist und mit dem neu angelegten Schlossgarten zu einem echten Juwel geworden ist. Wir sind gespannt auf die kulturellen Veranstaltungen, auch einen romantischen Weihnachtsmarkt.“

  • Hermann Rösser:

    Den Grünthaler treibt vor allem der öffentliche Nahverkehr um: „Was mich etwas bewegt ist unsere Linie 8. Es wäre wunderschön, wenn Wenzenbach es schaffen würde, endlich auch am Stadtbus angeschlossen zu sein. Das wäre ein langgehegter Wunsch von uns“, sagt er und hofft darauf, dass er 2020 in Erfüllung geht.

Solidarität und Teamarbeit könnten alles auf mehrere Schultern verlasten. „Bedrückend ist für mich als Diakon allerdings der schleichende Prozess des Verlustes von früheren Werten. Vor allem alte und kranke Menschen geraten in Vergessenheit, werden von der Gemeinschaft aus dem Focus genommen und so bleiben oft überforderte Angehörige mit ungeahnten Problemen alleine. Die Gemeinschaft eines Dorfes darf sich nicht nur auf ein paar Menschen im Scheinwerferlicht der Schicksale konzentrieren.“ Karlheinz Renner sagt, dass er sich mehr gemeinsame Aktionen wünsche.

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