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Gemeinde

Koch setzt auf Lebensqualität

Wenzenbachs Bürgermeister sieht den Ausbau der Infrastruktur als große Aufgabe. Auch die Busanbindung soll besser werden.
Von Ralf Strasser

Zusammen mit seinen Stellvertretern Ewald Fischer und Waltraud Spangel begrüßte Bürgermeister Sebastian Koch die Gäste.  Foto: msr
Zusammen mit seinen Stellvertretern Ewald Fischer und Waltraud Spangel begrüßte Bürgermeister Sebastian Koch die Gäste. Foto: msr

Wenzenbach.„Begrüße das neue Jahr vertrauensvoll und ohne Vorurteile, dann hast du es schon mal zum Freund gewonnen.“ Was der Philosoph Novalis schon im 18. Jahrhundert wusste, machte Bürgermeister Sebastian Koch zum Motto des Neujahrsempfangs der Gemeinde Wenzenbach. Und nicht nur das neue Jahr scheint neue Freunde gewonnen zu haben, auch die Tradition des Händeschüttelns, Plauderns und Austauschens über Vergangenes und Künftiges. Zur Musik der Musikschulband „Chairs“ machte Landrätin Tanja Schweiger beim gepflegten Small-Talk ebenso mit wie die Bürgermeisterin der Stadt Regensburg, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, oder MdL Dr. Franz Rieger.

War es voller als in den letzten Jahren? Durchaus: Die langen Reihen der Sitzplätze alle besetzt, kaum ein Stehplatz blieb frei, mehr als 250 Vertreter aus den Vereinen, der Wirtschaft, Politik, Schule und Kirche kamen in die Halle der Grundschule, um sich gegenseitig ein „gutes Neues“ zu wünschen. Eingefasst von den glücksbringenden Schornsteinfegern Florian Kaltenecker und Daniel Söllner begrüßte Bürgermeister Sebastian Koch zusammen mit seinen Stellvertretern Ewald Fischer und Waltraud Spangel die Gäste.

Resümee statt Zahlenwerk in Wenzenbach

Er wolle den Ratschlag berücksichtigen und sein Finanzamts-Image ablegen, schmunzelte der Gastgeber nach einem Videojahresrückblick auf Erreichtes wie Schlossgestaltung, Radweg, Wohnungsbau in Irlbach, Südspange und Schule. Weniger Zahlen, meinte Koch, sondern mehr Resümee und Erinnerung beim Rückblick auf die Zeit der vergangenen sechs Jahre mit ihrem „Auf und Ab“.

Ohne Zahlen geht es dann aber doch nicht beim Status quo der Gemeinde. „Uns geht es gut“, sagt Koch in seiner Neujahrsansprache. 14,6 Millionen Euro sind auf der hohen Kante, 28 Millionen stehen im Haushalt. Zum Vergleich: Vor sechs Jahren waren es 12,6 Millionen. Dennoch: „Allen Recht machen kann man es nicht, ein Haar in der Suppe findet jeder“, sagt Koch und spricht von Beschwerden beim Bau des Radwegs, dabei sei dieser Beispiel für gelungene Gemeindearbeit.

Herausforderungen der Zukunft

Auch wenn die Gemeinde „blendend dasteht“, ausruhen dürfe man sich nicht. Die Infrastruktur müsse mithalten mit dem Wachstum der Gemeinde, der ÖPNV höher getaktet und bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. „Wenzenbachs Zukunftsagenda ist ambitioniert, aber trotz der Dynamik dürfen wir nicht vergessen, was Wenzenbach auszeichnet: Lebensqualität und tolle Vereine.“

Nachdem Landrätin Schweiger Wenzenbach als „Lichtbringer im Gemeindeverbund“ gelobt und Verbesserungen beim ÖPNV versprochen hatte, öffnete Ewald Fischer den zweiten Themenblock des Neujahrsempfangs, bei dem 27 Mitbürger für ihre Leistungen und Engagement mit der Bürgermedaille sowie mit Ehrennadeln in Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet wurden.

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