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Glaube

Kreuzweg als Spiegel des Lebens

Weihe für Glaubenszeichen auf dem Wenzenbacher Friedhof.
Von Ralf Strasser

Die Kreuzwegweihe Foto: Semmelmann
Die Kreuzwegweihe Foto: Semmelmann

Wenzenbach.Vor über elf Jahren machte sich die Marianische Männercongregation (MMC) Wenzenbach auf den Weg, um einen öffentlichen Kreuzweg zu realisieren. Über elf Jahre dauerte es, von der ersten Idee über Gedanken zur Finanzierung, zahlreiche Planungssitzungen, Preisangebote bis zum finalen Setzen der Granitsäulen mit den Wegtafeln.

Anfang 2018 wurde klar, wie der Kreuzweg aussehen wird. Schlicht, nicht überbordend. Die 160 Zentimeter hohen Säulen sind aus Bayerwaldgranit, die Bildertafeln aus Bronze und kommen aus München. Einfach, nicht protzend, eher zurücknehmend. 22 000 Euro kosteten am Ende die 14 Stationen. „Das sind Kosten, die unser ganzes Budget abfordern“, sagte MMC-Obmann Karlheinz Renner am Ende der Realisation.

Der Kassenstand nährte sich aus vielen kleinen Töpfen: „Viele Spenden von allen Seiten, Mitgliederbeiträge und dem Verkauf von Kerzen in der Friedhofskapelle.“ Auch die Gemeinde beteiligt sich mit Grundstück und Manpower in Form des Bauhofes. Am fünften Fastensonntag wurde der Kreuzweg auf dem Friedhof eingeweiht. „Bewusst entgegen des Zeitgeistes“, sagte MMC-Obmann und Diakon Karlheinz Renner, „denn ein Kreuzweg ist auch heute noch ein Spiegelbild des Lebens. Hier drückt sich die Bereitschaft aus, in der Nachfolge Jesu das Kreuz mitzutragen.“

Beim Mitgehen der Kreuzweg-Stationen ließen sich die Leiden der Gegenwart unter der Perspektive der Hoffnung auf Auferstehung in neuem Licht sehen. MMC-Bezirkspräses, Pfarrer Johann Babel aus Wenzenbach, segnete die vom Steinmetzmeister Hans Viehbacher aus Regenstauf geschaffenen 14 Stationen.

Bürgermeister Sebastian Koch freute sich über die Standortwahl und brachte sich mit Gedanken im anschließenden Kreuzweggebet mit ein. Monika Krunes, Mitglied der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates, legte mit tiefgehenden Betrachtungen die einzelnen Stationen unserer Zeit und in unser Leben hinein.

Pfarrer Prof. Dr. Hans Gleixner und Prodekan Alois Schmidt aus der Nachbar-Pfarreiengemeinschaft Bernhardswald rundeten das Gebet entlang des Weges ab. Diakon Karlheinz Renner: „Der Weg schlängelt sich in einem idyllischen Rundweg um einen tief-stillen Teil des Friedhofes und ist auch für Menschen, die auf den Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, sehr gut abzugehen und zu betrachten.“ Zum Schluss der Veranstaltung bedankte sich der Obmann noch einmal bei allen Spendern und bei allen Mitbeterinnen und Mitbetern für ein Zeichen des Glaubens.

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