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Beschluss

Bebauungspläne geändert

In der jüngsten Sitzung des Wiesenter Gemeinderats standen mehrere Entscheidungen für die Entwicklung des Ortes an.
Von Peter Luft

Das Bild zeigt das neue Baugebiet „Kruckenberg Ost“ mit 19 Parzellen, das die Gemeinde Wiesent jetzt in Angriff genommen hat. Foto: Peter Luft
Das Bild zeigt das neue Baugebiet „Kruckenberg Ost“ mit 19 Parzellen, das die Gemeinde Wiesent jetzt in Angriff genommen hat. Foto: Peter Luft

Wiesent.Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Wiesenter Gemeinderates standen Änderungen bei zwei Bebauungsplänen. Für die Erschließung im Baugebiet „Kruckenberg Ost“ standen die Festlegung der Straßenbezeichnungen sowie die Änderung der Fußwegführung auf der Tagesordnung.

„Ihr habt Euch heute eine längere Sitzung ausgesucht. Danke, weil Ihr Interesse an unserer Arbeit zeigt“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher vor der Mai-Sitzung des Gemeinderates zu dem knappen Dutzend Zuhörer.

Zum jeweiligen Stand der Sachlage berichtete Martin Wohlfahrt vom Planungsbüro Bernhard Bartsch aus Sinzing. „Es geht hier um eine zweite Änderung im südlichen Bereich im Baugebiet ‚An der Petersburger Straße‘ zur öffentlichen Erschließung. Dabei wird die Gültigkeit des Bebauungsplanes erhalten und damit nicht berührt. Dem Beschluss wird der Zusatz auf Erhaltung der Straßenbreite zugefügt“, erklärte Wohlfahrt.

Auf die Bewirtschaftung landwirtschaftlich genutzter Flächen machte Josef Zimmerer aufmerksam. Geschäftsleiter Klaus Eschbach erläuterte unter anderem die Grenz-Abstandsflächen. Bei der ersten Änderung im Baugebiet „Wiesent Mitte“ beim Friedhof mit acht Parzellen geht es um die Neugestaltung der Parzellen mit Anpassung der Grenzen für die Bebauung. Dabei soll es auch eine Anpassung für Mehrfamilienhäuser geben. Der Gemeinderat stimmte den Änderungen für beide Baugebiete einstimmig zu.

Einspruch gegen Fußwegführung

Weil ein Bauwilliger schriftlich Einspruch gegen die geplante Fußwegführung im Baugebiet „Kruckenberg Ost“ mit neunzehn Parzellen erhoben hat und eine bessere Lösung fordert, war der Tagesordnungspunkt für die Gemeinderäte etwas problematisch. Die Grundstücke wurden nach Angaben der Gemeinde nach den Grundlagen des rechtsgültigen Bebauungsplanes an Bauwillige veräußert, was bei Entscheidungen Einstimmigkeit voraussetzt und jeder Eigentümer des erworbenen Grundstücks damit einverstanden sein muss. Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher erläuterte die festgefahrene Situation: „Wir sind bemüht und suchen nach einer guten einvernehmlichen Lösung sowohl für den Häuslebauer als auch für die Gemeinde. Es soll eine verträgliche Lösung sein.“

Einwand geplant

  • Stromtrasse:

    Kämmerer Thomas Rottbauer sagte, dass die Gemeinde plane, zur geplanten Stromtrasse einen Einwand zu verfassen. Die Stellungnahme werde bei der nächsten Sitzung erörtert werden.

  • Abgabe:

    „Privatpersonen können noch bis 11. Juli ihren Einwand bei der Anlaufstelle im Gewerbepark Regensburg A15 abgeben“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher. (llu)

Geschäftsleiter Klaus Eschbach brachte Alternativvorschläge ein, wobei Michael Stedele auf die künftige Entwässerung des Gehweges aufmerksam machte. „Es sollte ein Kompromissvorschlag werden“, meinte 3. Bürgermeister Alfred Stadler. „Es sollte eine Lösung auch für die Anlieger der Bestandsbebauung sein. Eine Änderung des Bebauungsplanes würde ich nicht fürchten“, sagte Heinrich Rösch dazu. Geschäftsleiter Klaus Eschbach fügte aber an: „Ja, der Gemeinderat hat das Recht, den Bebauungsplan zu ändern. Er muss aber von den Bauwilligen angenommen werden.“ Am Ende entschied der Rat mit 11:2 Stimmen für die Beibehaltung der geplanten Fußwegführung.

Nummerierung beginnt ab 100

Ebenfalls mit zwei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat bei der Festlegung der Straßenbezeichnungen im Baugebiet „Kruckenberg Ost“, dass die Bezeichnung Kruckenberg erhalten bleibt. Die Nummerierung der Häuser im Baugebiet beginnt bei 100.

Das Prozessleitsystem und den Klärprozessablauf mit erstmaligem Überwachungssystem bei der neu sanierten und modernisierten Kläranlage im Gemeindeteil Dietersweg erläuterte Kämmerer Thomas Rottbauer. Die Kosten für die neue Anlage bezifferte er auf etwa 84 000 Euro. „Mit dem Umbau ist eine gewisse Betriebssicherheit gewährleistet“, sagte Rottbauer. „Es ist eine Aufwertung der Anlage“, meinte die Bürgermeisterin zufrieden.

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