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Wirtschaft

Gewerbegebiet verdoppelt sich fast

Das Gewerbegebiet Wörth-Wiesent wächst weiter. Bereits jetzt gibt es mehr Bewerber als neue Grundstücke vorhanden sind.
Von Sandra Adler

Attraktiver Standort für viele Unternehmen aus der Region: das Gewerbegebiet direkt an der Autobahnausfahrt Foto: Walter Schießl
Attraktiver Standort für viele Unternehmen aus der Region: das Gewerbegebiet direkt an der Autobahnausfahrt Foto: Walter Schießl

Wörth.Die Erweiterung des Gewerbegebiets Wörth-Wiesent um eine Fläche von 100 000 Quadratmetern wird heuer weiter voran getrieben. Laut Klaus Eschbach, Geschäftsleiter der Gemeinde Wiesent, soll die Erschließung des hinzugekommenen Gebietes 2019 abgeschlossen werden. Wegen der zahlreichen Interessenten muss der Zweckverband nun Firmen auswählen, die sich ab 2020 im Gewerbepark ansiedeln dürfen.

Seit Oktober letzten Jahres ist der Bebauungsplan rechtskräftig. Derzeit wird die Erschließung des Gebietes mit Straßen, Wasser- und Breitbandleitungen geplant. Anfang Februar wird die Ausschreibung dieser Arbeiten erfolgen. Diese sollen bis Ende November abgeschlossen sein. Rund 25 Firmen hätten bisher ihr Interesse an einem Standort im Gewerbepark Wörth-Wiesent bekundet, berichtet Eschbach weiter.

5000 bis 10  000 Quadratmeter Größe kalkuliert Eschbach pro Parzelle. Bei der neu erschlossenen Fläche würde das die Ansiedlung von zehn bis 15 neuen Unternehmen bedeuten.

Viele interessierte Betriebe

Der Zweckverband, bestehend aus der Bürgermeisterin von Wiesent, Elisabeth Kerscher, und dem Bürgermeister von Wörth, Anton Rothfischer, sowie jeweils drei Gemeinde- bzw. Stadträten, muss in den nächsten Monaten eine Vorauswahl unter den Bewerbern treffen. In Frage kommende Kandidaten hätten dann die Gelegenheit, sich genauer zu präsentieren.

„Ein wichtiges Ziel ist es, die Flächen nicht einfach zuzubetonieren, sondern auch viele Arbeitsplätze zu schaffen“, erklärt Anton Rothfischer, Bürgermeister von Wörth. Große Lagerhallen, in denen fünf Angestellte arbeiteten, seien also nicht sinnvoll. „Dafür ist das Gebiet zu schade und zu begrenzt.“ Von den knapp 500 Arbeitsplätzen im Gewerbepark und der Gewerbesteuer, die sich Wiesent und Wörth teilen, profitieren beide Gemeinden.

Lage und Ausdehnung des Gewerbegebiets

  • Bestandsfläche:

    Auf 110 000 Quadratmetern erhielten bisher 19 Firmen Grundstücke. Drei der Parzellen sind noch nicht bebaut. Die angesiedelten Betriebe stammen zum Beispiel aus der IT-, Maschinenbau-, Handwerks- oder Baubranche.

  • Erweiterung:

    Weitere 100 000 Quadratmeter werden dieses Jahr erschlossen. Schätzungsweise zehn bis 15 Unternehmen werden dort ab 2020 ihre neuen Gewerbegebäude errichten können.

„Das ganze Projekt ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Rothfischer. Dass das Gewerbegebiet innerhalb von zehn Jahren nach Gründung des Zwecksverbands 2008 voll sein würde, damit habe er nicht gerechnet. „Es hat sich dermaßen gut und schnell entwickelt, dass wir selber positiv überrascht waren.“ So sei der Entschluss, das Gebiet fast zu verdoppeln, leicht gefallen.

Boom war nicht abzusehen

„Damals herrschte Rezession, der jetzige Boom war noch nicht abzusehen“, erinnert sich auch Klaus Eschbach. 16 Firmen haben sich auf dem ursprünglichen Areal von 110 000 Quadratmetern mittlerweile angesiedelt, drei weitere Parzellen sind vergeben, aber noch nicht bebaut.

Die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Wörth und Wiesent beim Gewerbepark wurde 2013 mit einem Preis des Bayerischen Wirtschaftsministeriums ausgezeichnet. „Es ist ein wichtiges Modellprojekt, das einige Nachahmer gefunden hat“, berichtet Eschbach.

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