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Freizeit

Josefi-Spatzen sind der Renner

Am Sonntag steigt in Wiesent der Josefi-Markt. Die bunte Mischung aus Kultur, Waren und Schmankerln zieht viele Besucher an.
Von Theresia Luft

Bernadette Zimmerer, Helga Bauer und Monika Ketterl (von links) sind bereits fleißig am Backen für den Josefi-Markt am Sonntag in Wiesent.  Foto: llt
Bernadette Zimmerer, Helga Bauer und Monika Ketterl (von links) sind bereits fleißig am Backen für den Josefi-Markt am Sonntag in Wiesent. Foto: llt

Wiesent.Am Sonntag ist es wieder so weit. Der Dorfplatz in Wiesent ist gerüstet für den 16. Josefimarkt. Mittelpunkt ist der Osterbrunnen, den der Frauenbund schmückt. Der Markt ist wieder zur Tradition geworden und zieht viele Besucher an. Vom der Kulinarik über Dekoratives bis zum Kulturprogramm ist alles geboten. Hobbykünstler, lebende Werkstätten und jede Menge reizvolle Angebote sind typisch für den Josefi-Markt. Organisiert wird das Ganze von Thomas Rottbauer und dem Arbeitskreis Märkte. Zum Rahmenprogramm gehören bayerische Musik, Vorführungen und Angebote für die Kinder. Im Hudetz-Turm wird Kunsthandwerk angeboten und im Pfarrgarten bieten die kirchlichen Vereinigungen Aktionen an, deren Erlös der Renovierung des Pfarrsaals zugutekommen wird.

Für die Landfrauen beginnt der Josefi-Markt schon früher. Gut zwei Wochen vorher wird geplant, organisiert, werden Zutaten besorgt. Dann werden fleißig Kuchen gebacken. Ein absolutes Highlight sind die Josefi-Spatzen. Sie werden am Markt frisch zubereitet und haben viele Liebhaber gefunden. Wie Ortsbäuerin Monika Ketterl und ihre Stellvertreterin Bernadette Zimmerer erzählen, kommen Stammkunden extra wegen der Josefi-Spatzen aus Regensburg.

Schürzen als Hingucker

Den Erlös spenden die Landfrauen für soziale Zwecke. Unterstützt werden die beiden von den Ortsbäuerinnen Helga Bauer aus Dietersweg und Renate Schindler aus Kruckenberg sowie einem Team, das am Verkaufsstand mitarbeitet. Vorwiegend sind Schmalz-Gebackenes, wie eben die Josefi-Spatzen, Küchel oder Stritzel im Angebot und es gibt eine riesige Auswahl an Kuchen. Ein Hingucker sind die weißen Schürzen, die sie mit Blümchen und der Aufschrift Landfrauen bedruckten, damit die Kundschaft weiß, bei wem sie einkauft. Angefangen haben die Damen damals mit einem drei Mal drei Meter großen Zelt, mittlerweile sei der Platzbedarf gewachsen. „Beim ersten Mal, als wir dabei waren, kam ein Gewitter und Regen. Wir haben das Zelt festgehalten und weiter gemacht“, erzählt Ketterl.

Auch Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher freut sich auf den Josefi-Markt. Er sei der Frühlingsauftakt in der Gemeinde Wiesent. An die 100 Stände seien auf dem Schlossplatz verteilt und es gebe nichts, das es beim Josefimarkt in Wiesent nicht gibt. Kerscher erinnert sich, dass sie bereits als Kind gerne mit ihren Eltern auf den damaligen Josefimarkt ging. „Da gab es eine Fischsemmel, das gehörte für uns damals einfach dazu.“

Nur der Käsestand blieb übrig

Alfred Stadler erinnert sich ebenfalls noch. „Da war der Markt noch nicht so groß, trotzdem war er für uns Kinder jedes Jahr ein Ereignis. Damals hat man als Kind ein Marktgeld bekommen und durfte selber entscheiden, was man davon kaufen wollte.“ Später ging es mit dem Markt bergab. Zeitweise blieb nur ein Käsestand übrig.

2004 belebte der frühere Bürgermeister Hans Rösch mit der damaligen Arbeitsgruppe das Marktgeschehen neu und es ist seit dem recht erfolgreich, sowohl für die Anbieter wie auch für die Gäste, die sich durchs Marktgeschehen treiben lassen.

Das Rahmenprogramm

  • Bühne am Schlossplatz:

    bayerische Blasmusik, Auftritte der Schulkinder, der Kindergruppe des Volkstanzkreises und des Kinderchors.

  • Besonderheit:

    Der Arbeitskreis Klima präsentiert im Sommerkeller eine Ausstellung zum Gemeinschaftsprojekt Permakulturgarten.

  • Kinder:

    Kinderschminken, Kindereisenbahn, Basteln, Luftballonfliegen, Stoff drucken. (llt)

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