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Verkehr

Kein Zebrastreifen für Wiesent

Wegen des Autobahnausbaus müssen die Anwohner mit Durchgangsverkehr leben. Dem soll Tempo 30 abhelfen.
Von Peter Luft

Anwohner hatten einen Antrag auf einen Zebrastreifen gestellt. Den lehnte das staatliche Bauamt ab. Foto: Ronald Wittek/dpa
Anwohner hatten einen Antrag auf einen Zebrastreifen gestellt. Den lehnte das staatliche Bauamt ab. Foto: Ronald Wittek/dpa

Wiesent.Der Gemeinderat ist bestrebt, auf die Sicherheit der Fußgänger zu achten. Besonders jetzt, in der Zeit des Autobahnausbaus, ist der Fußgänger als Verkehrsteilnehmer durch erhöhten Durchgangsverkehr großen Gefahren ausgesetzt. Einen Zebrastreifen im Hauptdorf bekommt aber die Gemeinde nicht. Die Verkehrsschau billigte eine Begrenzung auf Tempo 30.

In der Sitzung des Gemeinderates mit sieben Zuhörern verlas Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher diesbezüglich das Schreiben als Antrag der Familie Christine Strasser. Hier wird als Überquerungshilfe im Bereich der Staatsstraße an der Regensburger Straße dem Gemeinderat als höhere Sicherheit der Fußgängerüberquerung eine Ampelanlage zum Vorschlag gebracht.

Nach mehreren Ortsterminen fand hier im Bereich des Friedhofes an der Regensburger Straße auch eine Begehung der Verkehrsschau statt. „Hier eine Lösung zu finden ist nicht ganz einfach. Denn es müssten bauliche Veränderungen der bestehenden Straßenführung vorgenommen werden“, sagte die Bürgermeisterin. „Eine Ampelanlage würde hier schwer genehmigt werden“, sagte Kerscher.

„Was ist mit einem Zebrastreifen als Überquerungshilfe“, fragte 3. Bürgermeister Alfred Stadler. „Das haben wir beim Ortstermin auch vorgeschlagen. Da kam sofort eine Absage“, sagte die Bürgermeisterin.

Als Ergebnis des Ortstermins schlägt das staatliche Bauamt vor, besagten Bereich bis über die Bushaltestelle hinaus mit Tempo 30 auszustatten. Das ist das Angebot der Aufsichtsbehörden als Überquerungshilfe für die Zeit, solange die Autobahn A3 ausgebaut werde. „Für einen Zebrastreifen reicht unsere Verkehrsdichte nicht aus. Da liegen wir drunter. Hier gibt es Vorgaben. Nehmen wir lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach und nehmen das Angebot an“, sagte Hubert Scheck. „Ein Zebrastreifen liegt nicht in unserer Hand. Die Bushaltestelle sei eine große Gefahrenstelle. Wir sollten das Angebot annehmen“, sagte 2. Bürgermeister Herbert Hanwalter. „Wir sollten hier zulangen“, sagte Günther Lex. „Es wäre ein erster Schritt getan“, sagte Klaus Wiedemann. „Wie lange sollten wir noch den überhöhten Ausweichverkehr durch den Autobahnausbau aushalten?“ fragte Heinrich Rösch. Die Bürgermeisterin wollte wissen, ob es Lösungen gebe.

„Die Staatsstraße gehört in diesem Abschnitt auf zwölf Tonnen beschränkt, das war schon immer mein Vorschlag“, hakte Rösch nach. Um neue Erkenntnisse einzuholen wurde der Punkt über eine Errichtung einer zusätzlichen Sirene für die Feuerwehr Wiesent vertagt. Der Antrag auf Verlängerung der Baugenehmigung auf weitere zwei Jahre für vier Garagenplätze von Paul Wiehtaler in Ettersdorf wurde befürwortet.

Sitzungssplitter

  • Bauanträge:

    Mit 12:0 wurde der Bauantrag für den Wohnhausneubau von Sonja und Christian Zimmerer in der Frauenzeller Straße genehmigt. Ebenso der Bauantrag von Tobias Gottswinter und Tamara Frohnauer zum Wohnhausneubau und Abriss des bestehenden Gebäudes am Ettersdorfer Weg.

  • Abbruch:

    „Ist Abbruch genehmigungspflichtig“, fragte Hubert Scheck. Ein Abbruch eines Gebäudes sei lediglich anzeigenpflichtig.

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