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Vorhaben

Steinbruch: Planänderung angekündigt

Die Untersuchungen des Regensburger Landratsamts sind auf Eis gelegt. Der Unternehmer muss in Wiesent erneut nachbessern.

Ob es mit einem Steinbruch bei Ettersdorf etwas wird, ist noch offen. Foto: Lorenz
Ob es mit einem Steinbruch bei Ettersdorf etwas wird, ist noch offen. Foto: Lorenz

Wiesent.Tut sich was in Sachen Steinbruch? Zumindest hat der Bauunternehmer Robert Fahrner nach Auskunft des Landratsamts nach Sichtung der Unterlagen angekündigt, Änderungen in der Antragstellung vornehmen zu wollen. Was das für die geplante Errichtung des Steinbruchs bedeutet, war konkret gestern nicht in Erfahrung zu bringen. Der Unternehmer, der in Mallersdorf eine Baufirma mit 200 Angestellten führt, war den ganzen Tag über nicht zu erreichen.

Bürgerinitiative sammelte Unterschriften

Robert Fahrner hat den Bauantrag, auf einem zwölf Hektar großen Areal im Fürstlichen Thiergarten nahe Ettersdorfs einen Steinbruch zu errichten, im vergangenen Jahr im Landratsamt eingereicht. Dazu waren von ihm viele Unterlagen und auch Gutachten beizubringen. Die Behörde begann inzwischen mit den Prüfungen. Die Ettersdorfer hatten eine Bürgerinitiative gegen das Vorhaben ins Leben gerufen, über 10 000 Unterschriften gesammelt und beim Petitionsausschuss im Landtag eine Eingabe gemacht, über die aber bis heute ebenfalls noch nicht entschieden ist.

Gemeinderat

Bedenken zu Steinbruch wenig beachtet

Die Gemeinde Wiesent ist enttäuscht, dass der Regionale Planungsverband lediglich die Fläche reduzieren will.

Fahrner wiederum hat mit dem fürstlichen Haus einen Vertrag abgeschlossen, wonach das Material entnommen werden kann, Thurn und Taxis erhält dafür Zahlungen erstattet.

10 000 Euro für Gutachter

Die Gemeinde hat zuletzt beantragt, das Wasserschutzgebiet für das Trinkwasseraufkommen zu erweitern. Damit einher ging eine lange Vorbereitungsphase mit vielen behördlichen Abstimmungen, mit denen das Schutzgebiet vergrößert werden wird. 10 000 Euro hat sich die Gemeinde die Vorarbeiten mit einem Gutachter kosten lassen. Das Landratsamt hat die Fachstellenbeteiligung vorerst auf Eis gelegt. Zunächst muss Fahrner klären, ob nach Beendigung des Abbaus ein Gewässer entsteht oder das Wasser anderweitig abgeleitet wird. (ws)

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