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Fritz Jörgl ist in den Käfer vernarrt

Der Wörther Heimatpfleger hat ein 33 Jahre altes Exemplar in seiner Garage stehen. Das Auto hat kein einziges Rostfleckerl.
von Walter Schiessl, MZ

Der Wörther Heimatpfleger ist sichtlich stolz auf seinen VW-Käfer, den sein Schwiegervater 1984 gekauft hatte. Fotos: Schießl
Der Wörther Heimatpfleger ist sichtlich stolz auf seinen VW-Käfer, den sein Schwiegervater 1984 gekauft hatte. Fotos: Schießl

Wörth.Wenn der Wörther Ortsheimatpfleger Fritz Jörgl die Türe seiner Garage aufsperrt, ist er in einer anderen Welt. Denn darin steht ein 33 Jahre alter VW-Käfer, der der ganze Stolz des früheren Wörther FFW-Kommandanten ist. Jörgl hat das gute, alte Stück. das trotz seiner drei Jahrzehnte nur knappe 60 000 Kilometer auf dem Tacho hat, von seinem Schwiegervater Josef Lehner nach dessen Tod erhalten.

Da kannst du den Soun jedes Autos vergessen!

Fritz Jörgl, Käferbesitzer

Dieser, so erzählt Fritz Jörgl, der in zwei Wochen seinen 70. Geburtstag feiert, hatte sich das nagelneue Gefährt gekauft, nachdem er 1984 seine Pension als Fabrikarbeiter angetreten hatte. Nachdem VW schon Mitte der 70er Jahre die Produktion der Käfer in Wolfsburg und Emden eingestellt hatte, wurde der Bau der Wägen von da an in de México im Werk Puebla hergestellt, weiß Jörgl.

Mit Chromschmuck geziert

Die Gefährte, von denen in den Jahren 1938 bis Sommer 2003 21,5 Millionen Exemplare gebaut worden waren, seien dann noch in der altbewährten, aber besser ausgestatteten Version 1200 L (Luxus) mit 25 kW (34 PS) angeboten worden, die unter anderem wieder mehr wieder mehr Chromschmuck zierte. Die Modelle aus Mexiko wiesen gegenüber dem letzten deutschen Käfer nur geringe Unterschiede wie eine kleinere Heckscheibe und die fehlende Innentasche in der Fahrertür auf. Die letzte offizielle Lieferung von Käfern aus Mexiko für Deutschland traf am 12. August 1985 im Hafen Emden ein.

Kein einziges Roststück

„Mein Schwiegervater hatte großes Glück, dass er sich den Wagen noch kaufen konnte“, sagt der Wörther Heimatpfleger, der das gute Stück, dann auch gleich, nachdem der es erhalten hatte, in seine Garage stellte. Da finde man bis heute kein einziges Roststück dran, sagt der 69-Jährige nicht ohne Stolz. Natürlich werde der Käfer mit der silbernen Farbe nicht oft genutzt. Denn nach diesen 33 Jahren haben Josef Lehner, der an der Wörther Taxisstraße wohnte, und Fritz Jörgl erst 59 434 Kilometer auf den Tacho gebracht. „Ich wollte das Auto eigentlich nur für die Fahrten in den Wald nehmen“, sagt der gebürtige Geislinger, der nach Wörth geheiratet hat und in vielen Vereinen engagiert ist. Doch schnell stellte sich für ihn heraus, dass die Touren mit diesem luftgekühlten Wagen etwas ganz Besonderes seinen. Das sehe inzwischen auch seine Tochter Carmen so, die an schönen Tagen mit dem Käfer durch die Gegend steure.

Käferfreund Fritz Jörgl hat schon viele Käfertreffen besucht.
Käferfreund Fritz Jörgl hat schon viele Käfertreffen besucht.

Das Käferfieber, so erzählt der Wörther, erfasse einen schnell und lasse einen dann auch nicht wieder los. Fritz Jörgl hat seinen Käfer durch und durch studiert, alle Details des Motors weiß er auswendig. Genial sei es für die zeit gewesen, mit diesem Auto in den Verkauf zu gehen. „Der Käfer war viele Jahre das meistverkaufte Auto der Welt“, sagt der Ortsheimatpfleger und merkt an, dass es erst spät vom VW-Golf in der Stückzahl übertroffen wurde.

Der Sound ist einzigartig

Das Geräusch, das der luftgekühlte Vierzylinder-Boxermotor mit Hinterradantrieb von sich gebe, sei einzigartig. „Das wenn du hörst, ist der Sound jedes anderes Autos zu vergessen“, sagt Fritz Jörgl. Auch die Bauart des Käfer selbst sei für ihn heute noch ganz besonders gelungen, sagt er und erinnert daran, dass die Kotflügel mit der Karosserie verschraubt waren.

Details vom Käfer

  • Innenraum:

    Dieser ist einfach und übersichtlich ausgestattet. Der Fahrer hat die wichtigen Details im Armaturenbrett im Auge, wird nur durch wenige Knöpfe abgelenkt. „Dadurch ist man beim Fahren konzentriert“, sagt Fritz Jörgl.

  • Nummernschild:

    „Natürlich habe ich mir das Baujahr auf das Nummernschild schreiben lassen“, sagt Fritz Jörgl. Auf das „H“, das als letzter Buchstabe bei den Oldtimern stehen könnte, hat Jörgl verzichtet. Dieses gibt es nach 30 Jahren,

  • Motor:

    Dieser ist das Glanzstück des Käfers. Er hat vier Zylinder und ist luftgekühlt. Der Käfer ist mit einem Heckantrieb ausgestattet. Die Ganzstahlkarosserie hat Zentralrohrrahmen und verschraubte Kotflügel.

  • Tacho:

    Aus ihm ist ersichtlich, dass auf dem Jörglschen Käfer noch nicht einmal 60 000 Kilometer gefahren wurden. Das Gefährt komme nur selten zum Einsatz, sagt der Besitzer, der beim Käfertreffen damit aufkreuzen will.

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