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Gesundheit

Kreisklinik erhält zusätzlichen OP-Saal

Von 2015 bis 2018 soll der Intensivbereich in Wörth saniert werden. Das Vorhaben des Landkreises kostet 18,66 Millionen Euro.
Von Walter Schiessl, MZ

Weil die beiden Wörther Operationssäle nicht mehr die neusten sind, wird bald neu gebaut.
Weil die beiden Wörther Operationssäle nicht mehr die neusten sind, wird bald neu gebaut. Fotos: Schießl,/Archiv/ dpa

Wörth.Für Krankenhausdirektor Martin Rederer wäre es ein schönes Christkindl, wenn die fachliche Billigung des geplanten Erweiterungsbaus noch im Dezember auf dem Tisch läge. Für das Vorhaben, das der Kreistag in seiner Sitzung am Montag einstimmig absegnete, sind 18,66 Millionen Euro geplant. Die Kreisklinik wird um einen Hybrid-Operationsraum erweitert. Zudem werden die Intensiv- und die Endoskopie-Abteilungen saniert. Ist die Billigung dann da, kann mit der Ausschreibung begonnen werden. „Das sollte möglichst schnell gehen“, sagt Rederer.

Das Vorhaben, das – so der Krankenhausdirektor – nicht zuletzt den gestiegenen Patientenzahlen zuzuschreiben ist, soll im nächsten Frühjahr begonnen werden. „Wir planen sieben Bauabschnitte“, sagt Martin Rederer, „und hoffen natürlich, dass die Einschnitte in den regulären Betrieb möglichst klein gehalten werden können.“ Mit dem Ende der Umbaumaßnahmen rechnet man im Sommer des Jahres 2017.

Als sanierungswürdig wird vor allem der Intensivbereich bezeichnet. Dessen letzte Umbaumaßnahme sei vor 21 Jahren erfolgt. Die Endoskopieabteilung wiederum wurde vor 26 Jahren zum letzten Mal umgebaut. „Aufgrund der extrem gestiegenen Leistungszahlen ist die Sanierung und Erweiterung dieser Abteilung erforderlich“, macht der Krankenhausdirektor klar.

Ein weiterer Teil des Plans ist es, einen weiteren OP-Saal zu errichten. Bislang hatte die Wörther Kreisklinik zwei dieser Einrichtungen und einen Eingriffsraum, der immer häufiger beansprucht wurde. Ein weiterer soll nun hinzukommen. Dieser nennt sich Hybrid-Op-Raum, was bedeutet, dass beispielsweise ein fest integriertes Röntgengerät installiert ist. Zudem ist dieser Raum größer, was laut Martin Rederer weitere Vorteile mit sich bringt.

Finanzierung ist gesichert

„Nach dem vom Gesundheitsministerium genehmigten Funktions- und Raumprogramm sind ein dritter Operationssaal und Eingriffsraum betriebsnotwendig“, sagt Peter Haid, der von der Krankenhausleitung beauftragte Architekt aus Nürnberg. So soll er eine neue Zentralsterilisation für die Kreisklinik im Untergeschoss planen, ebenso die Neuplanung einer Aufnahmepflege. Alle neu hinzukommenden Bereiche erhalten großzügige Flächenstandards. Der Architekt errechnete zusammen mit den Projektsteuern und den Fachplanern Gesamtkosten in Höhe von 18,66 Millionen Euro. Die Regierung hat die förderfähigen Kosten auf 10,10 Millionen Euro berechnet. „Mit dieser Entscheidung des Ministerrats besteht für das Vorhaben Planungs- und Finanzierungssicherheit“, ließ der Architekt wissen.

Geringe Auswirkungen auf Betrieb

Der Bauantrag für die Modernisierung wurde im September beim Landratsamt eingereicht. Zuvor hatte schon die Stadt Wörth das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Die Vorabbilligung einzelner Gewerke hat die Regierung der Oberpfalz bereits erteilt, so Rederer.

Läuft alles nach Plan, könnten die Maßnahmen im Frühjahr 2015 beginnen. „Wie das alles genau über die Bühne geht, wird derzeit in einer genau abgestimmten Ausführungsplanung vom Architekten erstellt“, sagt der Krankenhausdirektor, um die Auswirkungen auf den Betrieb möglichst gering zu halten.

Wie Martin Rederer weiter sagte, wird das einzige Krankenhaus des Landkreises auch heuer seine Erfolgsgeschichte fortsetzen. Die Patientenzahlen werden höchstwahrscheinlich die 6000er-Grenze auf den Stationen durchbrechen. Ambulant rechnet man mit 20 000 Behandlungen. Im Jahr 2013 hatte die Wörther Kreisklinik 5700 Behandlungen auf den Stationen, 19 000 Patienten wurden ambulant versorgt. Das Anwachsen dieser Raten wird schon seit vielen Jahren vermeldet. Der Anstieg wird mit der hohen Patientenzufriedenheit begründet. „Dieser Trend ist das Ergebnis harter Arbeit, wir registrieren ihn schon seit vielen Jahren“, sagt Martin Rederer, der am 1. Mai die Nachfolge von Krankenhausdirektor Heinrich Karl antrat. Zum Haus gehören in etwa 350 Angestellte, die zusammen mit 60 Ärzten, die in vielen Bereichen angesiedelt sind, die Patienten versorgen. Die Wörther Kreisklinik zählt zu den größten Arbeitgebern in der Region.

Netzwerke gebildet

Das Wörther Haus stellt die Grund- und Regelversorgung sicher. Das ist die unterste Stufe eines dreigliedrigen Krankenhaussystems, dessen höchste Versorgungsstufe die Rundumversorgung ist, wie sie beispielsweise am Uniklinikum geleistet wird. In den letzten Jahren wurden Netzwerke durch Kooperationen mit Kliniken und niedergelassenen Ärzten gebildet. „Das Haus hat sich zu einem Gesundheits-Kompetenz-Zentrum weiterentwickelt“, sagt der Krankenhausdirektor nicht ohne Stolz.

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