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Entwicklung

Krippen-Anbau kostet 580 000 Euro

Im Wörther Haus, das der Caritas gehört, sollen ab 2017 drei Gruppen Platz finden. Dazu ist eine Erweiterung erforderlich.
Von Walter Schiessl, MZ

  • Malen macht den Kindern und Erzieherin Katja Jarosch Spaß. 2017 soll an das Gebäude angebaut werden.Fotos: Schießl
  • Die Freifläche im Osten des Hauses bleibt wie gehabt.

Wörth.Der Beschluss des Stadtrats ist gefasst. Das Gremium hat den Bedarf auf einen Anbau für einen weiteren Gruppenraum beschlossen. Dieser ist auf etwa 580 000 Euro veranschlagt und könnte im nächsten Jahr verwirklicht werden. „Wir müssen den steigenden Bevölkerungszahlen Rechnung tragen“, sagt Andreas Gritschmeier seitens der Stadtverwaltung, bei der die Entwicklung akribisch verfolgt wird.

Handeln tut Not

Trägerin der Kinderkrippe, die im Sommer 2011 am Hohen Rain in Betrieb ging, ist die Caritas. Ihr war durch den Wörther Arzt Dr. Walter Scheuplein ein Grundstück unterhalb des Krankenhauses vermacht worden mit der daran geknüpften Bedingung, es möge für soziale Zwecke genutzt werden. So entstand nach langen Jahren die Kinderkrippe. „Wir haben 24 Plätze und sind restlos ausgebucht“, sagt Katja Jarosch, die die Einrichtung leitet. Zuletzt gelang es gerade noch, die gemeldeten Kinder unterzubringen, sagt sie.

Aus diesem Grund, so Andreas Gritschmeier, tut Handeln Not. Die Zahl der Wörther Einwohner stieg in den letzten drei Jahren von 4467 (1. Januar 2012) auf 4777 (1. Januar 2016). Die Caritas hatte einen Architekten beauftragt, die Pläne für einen Anbau an das jetzige Gebäude zu zeichnen. „Er fand gerade noch Platz auf dem Grundstück an der Osterbachstraße“, sagt Gritschmeier, der in die Verhandlungen mit der Caritas eingebunden ist. Sie sei natürlich die Trägerin der Einrichtung und somit auch Bauherrin des Ganzen. Um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen, stellt die Stadt einen Förderantrag an die Staatsregierung. Die Frist dafür endet am 31. Dezember 2017. Die Stadt will bei der Kooperation mit der Caritas natürlich mithelfen, sagt Gritschmeier. Der Anbau soll seinen Worten nach ebenerdig an der Westseite des Hauses, in dem jetzt zwei Gruppen betreut werden, entstehen. Gehe alles in Zusammenarbeit mit der Caritas nach Plan, könnte die dritte Gruppe im neuen Anbau noch im nächsten Jahr starten, meinte Andreas Gritschmeier.

Die Kinderkrippe selbst ging mit einigen Verzögerungen an den Start. Denn zunächst hatte die Caritas die gesamten Bauarbeiten für einen Generalunternehmer ausgeschrieben, was sich aber als sehr teuer erwiese. Schließlich entschied sich die Bauherrin, noch einmal gewerbemäßig auszuschreiben, was eine billigere Lösung, aber auch einen Zeitverzug mit sich brachte.

Bau mit Verzögerungen

Nach den Bauarbeiten startete der Betrieb dann im September 2011, zunächst mit nur drei Knirpsen, doch nach und nach erhöhte sich die Zahl der Mädchen und Buben, so dass nach über eineinhalb Jahren auch die zweite Gruppe voll war. Später gab es ein Hickhack mit der Stadt, weil die Preise relativ hoch waren. Der Stadtrat votierte im Mai vergangenen Jahres dafür, die Beiträge zu senken.

Schließlich erhielt die Kinderkrippe das Umweltsiegel der EMAS der EU verliehen. Sie hatte die Einrichtung einer strengen Prüfung unterzogen und festgestellt, dass die Lebensmittel und das Bastelmaterial sehr umweltfreundlich seien, die Lieferanten auf gute Umweltpolitik achteten und selbst die Reinigungsmittel der Putzfirma ökologisch seien. Somit hatte Wörth das Siegel und einen Eintrag bei der Industrie- und Handelskammer bekommen.

Der Bau der Kinderkrippe

  • Planungen:

    Die Kinderkrippe wurde im ersten Halbjahr 2010 geplant. Das Raumkonzept sah neben den Gruppenräumen auch einen Mehrzweckraum vor, der auch für soziale Zwecke genutzt wird.

  • Spatenstich:

    Er erfolgte im Juni 2010, nachdem die Ausschreibung noch einmal korrigiert worden war. Dadurch wurde das Vorhaben ein Stück billiger. 900 000 Euro mussten für das Projekt bezahlt werden.

  • Einweihung:

    Sie fand planmäßig im September 2011 statt. Die Kinderkrippe stieß zunächst nur auf geringe Resonanz, was aber nach und nach anders wurde. Heute ist sie restlos ausgebucht, vermeldet die Leiterin.

  • Erweiterung:

    Der Anbau, der auf 580 000 Euro veranschlagt ist, soll an der Westseite des Areals am Hohen Rain entstehen. Verläuft alles nach Plan, könnte die dritte Gruppe noch im nächsten Jahr in Betrieb gehen.

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