MyMz
Anzeige

Unterhaltung

„Narradonia“ hat zwei Paare an der Hand

Präsident Heinz Maier steht vor einer schweren Entscheidung. Denn im Jahr des Gaudiwurms bekunden zwei Paare ihr Interesse.
von Walter Schiessl, MZ

Ob Heinz Maier (links) Anna-Lena Graimann und Dominik Schwarz auch in der nächsten Saison begrüßen kann, ist noch nicht ganz sicher. Die „Narradonia“ hat aber auch ein zweites Paar in der Hinterhand.
Ob Heinz Maier (links) Anna-Lena Graimann und Dominik Schwarz auch in der nächsten Saison begrüßen kann, ist noch nicht ganz sicher. Die „Narradonia“ hat aber auch ein zweites Paar in der Hinterhand. Foto: Archiv

Wörth. wörth. Heinz Maier, Präsident der Faschingsgesellschaft „Narradonia“, ist gut gelaunt. Denn der Faschingsgesellschaft steht im nächsten Jahr keine lange Suche nach einem Prinzenpaar ins Haus. „Wir haben zwei“, lacht Maier. Denn seinen Worten nach hat sich schon im vergangenen Jahr ein Pärchen gemeldet, das sein Interesse daran bekundete, 2016 im Jahr des großen Faschingszuges die närrischen Wörther „regieren“ zu wollen. Und dazu gibt es ja noch das alte Prinzenpaar, Anna-Lena Graimann und Dominik Schwarz, das – wie alle anderen Majestäten auch – selbst entscheiden kann, ob es eine zweite Amtszeit dranhängt. Die beiden schlossen gegenüber dem Wörther Anzeiger eine Verlängerung ihrer närrischen Saison nicht aus.

Heinz Maier, der den 180 Mitglieder zählenden Wörther Narren seit 26 Jahren voransteht, hat denn auch gut lachen. Die Jahre, in denen er sich mühevoll auf die Suche nach Prinzenpaaren machen musste, gehören zumindest 2016 der Vergangenheit an. „Die Wörther und die Narradonia haben oft lange nicht gewusst, ob wir ein Prinzenpaar haben“, erinnert sich Maier mit einem Augenzwinkern. Doch dem strategisch erfahrenen Mitarbeiter des städtischen Bauhofs gelang es, wenn auch bisweilen in letzter Sekunde, immer, eine Prinzessin und einen Prinzen für die närrische Jahreszeit zu begeistern. Eine Prinzenpaarlose Faschingszeit mussten die Wörther somit nicht erleben.

Die Fühler ausstrecken

„Die Suche ist bisweilen schon anstrengend gewesen“, räumt Maier ein, und es sei sehr wichtig, das ganze Jahr über die Fühler auszustrecken. Eine ganz gute Adresse sei die große Garde, in der eine Reihe von hübschen Mädchen schon einige Jahre tanze, Erfahrungen mit Auftritten habe und zudem dem Vorhaben nicht abgeneigt gegenüberstehe. „Aber das hängt oft davon ab, ob wir einen hübschen Prinzen im Auge haben“, erzählt der Präsident. Im Idealfall sei das Prinzenpaar schon vorab verbandelt, aber das müsse grundsätzlich nicht der Fall sein.

In der nächsten Saison kann Heinz Maier wieder aus dem Vollen schöpfen. Dass man zwei Prinzenpaare an der Hand habe, das habe es nur ganz selten gegeben, merkt Heinz Maier an. Aber man sehe, der Wörther Fasching stelle halt immer noch eine Attraktion dar, sagt der 62-Jährige, der seine letzte Amtszeit bestreitet. Sollte es bei den zwei Prinzenpaaren bleiben, werde er einem davon vorschlagen, im übernächsten Jahr wieder bereitzustehen.

Auch bei der Zusammenstellung der Prinzengarden tue sich schon Einiges. In Kürze, am 7. April, finde schon das erste Treffen der Jugend- und Prinzengarde statt, zwei Tage später seien die Kinder- und die Bambinigarde an der Reihe. Als einzigen Wermutstropfen bezeichnet der Präsident die Tatsache, dass beim Nachwuchs kein Prinzenpaar gefunden werden konnte. „Das ist in Zeiten, in denen der Schulstress immer größer wird, ein immer schwierigeres Unterfangen geworden“, sagt Heinz Maier.

Finanzielle Hilfe gewährt

Bei den Mädchen sei die Suche noch etwas erfolgsversprechender gewesen, aber nach einem Jungen halte man meist vergeblich Ausschau. Zusammengerechnet habe Maier in den letzten Jahren viele Stunden damit verbracht, seiner Meinung nach geeignete Nachwuchs-Prinzen zu überzeugen. Die letzten Kinder, die die Gaudi mitgemacht hatten, waren Sophie Kaiser und Korbinian Färber, die in der Saison 2010/11 den Nachwuchs der Wörther Narren repräsentierten. Seitdem herrschte eine Flaute.

Die Narradonia gebe den Majestäten immer eine finanzielle Hilfe, mit denen unter anderem die Friseurtermine der Hoheiten bezahlt werden sollen. Zudem gibt es auch einen Zuschuss für die Kleidung der Hoheiten, wobei allerdings diese dann im Besitz der Narradonia bleibt.

Die Wörther Faschingsgesellschaft muss sich 2017 auf die Suche nach einem neuen Präsidenten machen. „Dann ist für mich wirklich Schluss“, hat Maier schon mehrfach mitgeteilt. Die Kür eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin wird nicht einfach sein, wissen die Narradonen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht