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Unterhaltung

Nur noch eine Kapelle in der Stadt

Die Wörther Musikfreunde und die Jungbläser sind jetzt ein Verein. Die Fusion ist jetzt abgeschlossen.
von Sebastian Schmid, MZ

Die Musikfreunde gibt es jetzt nicht mehr.
Die Musikfreunde gibt es jetzt nicht mehr. Foto: lid

Wörth. Im zweiten Anlauf ist es der Vorstandschaft der Musikfreunde gelungen, die Mitglieder von ihrem Plan zu überzeugen. Mit 27:3 stimmten sie am Sonntagabend der Auflösung zu. In einem nächsten Schritt folgt die Integration der Musikfreunde in die Jungbläser. Beide Vereine werden gemeinsam die Wörther Stadtkapelle bilden.

Vor zwei Wochen konnten sich die Musikfreunde noch nicht darauf einigen. Zu groß war damals die sentimentale Verbundenheit mit der Blaskapelle und ihren Traditionen. Nochmals betonte die Vorsitzende, Barbara Zimmerer-Delp, dass die Ehrenmitgliedschaften und die Traditionen der Musikfreunde in die neue Kapelle übernommen werden. Nur durch die kontrollierte Auflösung sei man in der Lage, die Verschmelzung der beiden Gruppen nach den eigenen Vorstellungen abzuwickeln. Andernfalls hätte dem Verein die Zwangsverwaltung gedroht, denn ohne neue Vorstandschaft wären die Musiker führungslos. Dann wäre es kaum möglich gewesen, selbst darüber zu entscheiden, wie mit den Resten des Vereins verfahren wird. Nach dem positiven Votum kann damit nun begonnen werden.

Zunächst sollen möglichst alle Musikfreunde in den Verein der Jungbläser eintreten. Zu einem Großteil ist dieser Schritt schon vollzogen, da die beiden Kapellen schon seit zwei Jahren ihre Auftritte gemeinsam gestalten. Aufgrund des fehlenden Nachwuchses und der geringen Zahl verbliebener aktiver Mitglieder wären die Musikfreunde nicht mehr in der Lage, selbstständig Konzerte zu bestreiten. Wörths stellvertretender Bürgermeister, Gerhard Schmautz, begrüßte die Entscheidung für die Auflösung des Vereins: „Es ist wichtig, dass wir eine Stadtkapelle mit Zukunft haben. Nun können die Nachwuchsmusiker wieder ihre Ausbildung in einem Verein durchlaufen.“

Vor Jahren hatten sich die Jungbläser als Nachwuchsgruppe der Musikfreunde in Stellung gebracht. Da sich der Verein jedoch zusehends verselbstständigt hatte, blieben die jungen Musiker unter sich. Dadurch stellte sich bei den Musikfreunden Nachwuchs- und Personalmangel ein. Mit der Zusammenführung ist dieses Problem nun behoben. Johann Festner zeigte sich als Vorsitzender des Kulturausschusses ebenfalls erfreut über die Zusammenlegung der beiden Vereine: „Es ist schön, dass es jetzt wieder musikalisch weitergehen kann.“ „Wir können stolz darauf sein, dass wir die Zusammenlegung ohne Streit geschafft haben“, sagte Barbara Zimmerer-Delp. Obwohl man unterschiedliche Meinungen hatte, hatte man sich nicht verkracht.

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