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Unterhaltung

Ritter Dollinger kämpfte im Schloss

Die Gruppe „Mähnenwind“ und die Kolping-Kindergruppe setzten die legendäre Figur im Wörther Schlosshof in Szene.
von Peter Luft, MZ

  • Ritter Dollinger und die Marktfrau. Foto Peter Luft
  • Die Kinder der Kolpingbühne Wörth waren mit im Einsatz.

wörth.Strohhut, Cappy, Sonnenschutz und die Wasserflasche immer griffbereit. Das war die wichtige Ausstattung zum Familiennachmittag auf dem Wörther Schlossburg bei Kaiserwetter am Sonntag. Die Theatergruppe „Mähnenwind“ vom Abbachhof bei Wenzenbach versetzte zusammen mit der Wörther Kindergruppe unter der Leitung von Hans und Traudl Eigenstetter mit dem Theaterstück „Dollinger- um Leib und Ehr“ den Schosshof in mittelalterliche Szenen.

Kreuzritter in Wörth

Die Zuschauer, darunter auch Heimbewohner, waren von den Schauspieler- Profis und von den Laienspielern begeistert. Das Stück von der Regensburger Stadtsage hatte auch ein Happy- End. Ritter Dollinger kam aus dem Kerker frei, siegte beim Stechen mit dem gefährlichen Crako am Regensburger Haidplatz und flüchtete zum Bedauern von Mutter Barbra mit Pferd und Geliebter aus der Stadt.

„Wir führen hier erstmals die Kreuzritter-Sage auf. Es ist ein Hauch an Erinnerung an die Zeit der Wörther Schlossfestspiele. Wir haben heute mit der Kindergruppe des Wörther Kolpingtheaters die Kultur- Landkreis- Träger unter uns“, eröffnete der Vorsitzende des Kulturausschusses im Stadtrat, Johann Festner, die Veranstaltung. Wovon die Aufführung aus dem 16. Jahrhundert am Brunnen beim Haus Bergfried im Schlosshof handle, erläuterte die Schriftstellerin Julia Schruff auf der Bühne. „Ich freue mich heute besonders, weil wir Kinder mit dabei haben, im Alter von 9 bis 13 Jahren. Ihnen ist die Rolle als Spitzbuben-Stadtkinder auf den Leib geschrieben. Die Buben und Mädchen sind voll beim Geschehen und haben Elan und Talent“, bescheinigt Julia Schruff. „Ich danke Johann Festner, weil er uns nach Wörth geholt hat sowie auch der Stadt Wörth für die gute Unterstützung in diesen Tagen. Nicht zu vergessen seien die Dollinger-Stunt-Reiterin Axinja Kerler für die nicht ganz einfachen Kampfszenen sowie die beiden Vorsitzenden der Kolpingsfamilie mit Kindertheater.

Der Altbürgermeister schwärmt

„Mich versetzt der Nachmittag zurück in die Zeit der Wörther Schlossfestspiele. Ich bin 1952 aus der Schule gekommen. Ich weiß noch, wie wir als Schulkinder das Theater als Schulklassen mit den Lehrern besuchen durften“, schwärmte Altbürgermeister und Wörther Ehrenbürger Franz Beutl. „Es spielte auch das Regensburger Stadttheater den „Jedermann“ auf dem Schlosshof“, erinnert auch seine Ehefrau. Beide sprachen von einem unterhaltsamen Familiennachmittag. Die Schlossfestspiele endeten etwa 1953/54.

Eifrig jede Szene vom Dollinger Schauspiel mit der Digitalkamera festgehalten hatte der Lappersdorfer Altbürgermeister Erich Dollinger. „Ich führ heut meine Enkel aus“, sagte der Opa und fotografierte eiftig. „Ich hab in meiner Amtszeit immer gesagt, ich brauch mit meinem Namen Dollinger einmal kein Denkmal. Da hab ich ja das Theaterstück“, scherzte er.

Ritter Dollinger und die Marktfrau wurden im Wörther Schlosshof in Szene gesetzt. Fotos: Peter Luft

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