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Literatur

Sloets neuer Krimi beginnt im Gasthaus

Der pensionierte Lehrer stellt sein Werk in dem Wörther Gasthof vor, in dem die aufregende Geschichte seinen Anfang nimmt.
Von Kerstin Hafner, MZ

Der ehemalige Wörther Lehrer und jetzige Krimi-Autor Rolf Peter Sloet mit seinem neuen Werk „Ein totes Mädchen schreit nicht“ in der Wirtsstube des Gasthofs Geier, einem Schauplatz.
Der ehemalige Wörther Lehrer und jetzige Krimi-Autor Rolf Peter Sloet mit seinem neuen Werk „Ein totes Mädchen schreit nicht“ in der Wirtsstube des Gasthofs Geier, einem Schauplatz. Foto: Hafner

Wörth.Regionalkrimis boomen. Die Leser mögen das Lokalkolorit genauso wie die oft eingesetzte bayerische Sprache. Der Wörther Autor Rolf Peter Sloet ist auf diesen Zug nicht aufgesprungen: „Dialekt hätte einfach nicht gepasst“, findet er.

Seine Geschichten sind zwar regional, aber nicht witzig; seine Ermittler kämpfen mit ihren Gefühlen, weil die Verbrechen grausam sind. „Ich schreibe definitiv Bücher für Erwachsene, nicht für Jugendliche“, betont der pensionierte Lehrer, der 1947 in Dinslaken am Niederrhein geboren wurde und von 1980 bis 2013 an der Haupt-/Mittelschule Wörth unterrichtet hat.

Lesung am Ort des Geschehens

Sein neues Werk heißt „Ein totes Mädchen schreit nicht“, die Handlung spielt in Wörth und an anderen Orten der Stadt und des Landkreises Regensburg. Schauplatz des ersten Treffens zwischen Mörder und Opfer ist der Wörther Gasthof Geier. Deswegen findet dort am Dienstag, 25. November (19 Uhr), auch die erste Lesung zur Buchvorstellung statt.

Sloet hat bereits zwei Thriller mit SciFi-Anleihen geschrieben, der dritte Band der sogenannten „Zeitmaschinen-Trilogie“ wird demnächst erscheinen. Auch ein zweiter Krimi und ein Band mit Kriminal-Kurzgeschichten ist in Arbeit. Aber warum wechselte der Autor das Genre? „Zum einen, weil ich selbst gern beides lese - Thriller und Krimis. Zum anderen weil zu meinen Klassen auch 9. und 10. Jahrgangsstufen gehörten und ich mitbekam, wie oft sich die Schüler in Chatrooms herumtrieben und dass sich Mädchen mit Internetbekanntschaften trafen.“

Ein kleines Chat-Lexikon

Weil Sloet das für gefährlich hält, verarbeitete er diesen Stoff zu einem Buch. Es richtet sich aber eher an die Eltern als an die 15/16-Jährigen selbst. Aus diesem Grund hat sich Sloet von Schülerinnen ein kleines Chat-Lexikon erstellen lassen, das der Geschichte vorsteht, damit Erwachsene die Abkürzungen der Chatsprache überhaupt verstehen.

Generell ist dem Autor Authentizität und gute Recherche besonders wichtig. „Ich habe vieles im Internet gegengecheckt. Aber ich habe mich auch mit einem leitenden Beamten der Regensburger Kripo unterhalten, von dem ich detaillierte Informationen über die Arbeitsweise und internen Abläufe bei der Polizei erhielt. Die Figuren sind aber alle frei erfunden.“

Verbindungen zur Russenmafia

Im Roman wird ein Wörther Mädchen von einem Mann vergewaltigt und ermordet, den sie als „MightyBlack“ im Internet kennengelernt hatte. Nach und nach finden die Kriminalbeamten heraus, dass es auch in Belgien (Anm. d. Red.: Sloet kennt das belgische Mons gut, war er doch als Zeitsoldat drei Jahre im dortigen Hauptquartier der NATO stationiert), Holland und Norddeutschland ähnliche Verbrechen an kurvigen jungen Blondinen gegeben hat. Sie alle wurden nach ihrem Tode auf eine bestimmte Weise drapiert, die auf Verbindungen des Täters zur Russenmafia schließen lassen. Nebenbei schlachtet die Regensburger Rechte Szene den Mord für sich aus. Alles in allem: Starker Tobak!

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