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Baumaßnahme

Straßensanierung beginnt im August

Das Bauamt legte sich beim Parkplatzbau quer. Für neue Idee, doch eine Grünanlage in Wörth zu errichten, gibt es Fördergeld.
von Walter Schiessl, MZ

Südlich der Straubinger Straßen werden nun keine Parkplätze gebaut. Es entsteht dort eine Grünanlage.
Südlich der Straubinger Straßen werden nun keine Parkplätze gebaut. Es entsteht dort eine Grünanlage. Fotos: Schießl, Schmid

Wörth. Die Sanierung der Straubinger Straße startet einen Monat später als geplant. Das hängt unter anderem mit Umplanungen, die die Städtebauförderungsstelle bei der Regierung veranlasste. Denn die Parkplätze, die die Stadt eigentlich anstelle der Anwesen mit den Nummern 18 und 20 errichten wollten, wurden gestrichen. Dorthin wird nun eine Grünanlage mit einem offenen Graben errichtet. In der anderen Variante wären die Zuschüsse für das Vorhaben Flöten gewesen.

„Wir werden im August mit der Sanierung beginnen“, sagte Bürgermeister Anton Rothfischer. Im Augenblick warte man noch auf den Förderbescheid aus Städtebaumitteln und bereite die Ausschreibung vor. Im Zuge der von der Elektro Beratung Bayern (EBB) geplanten Maßnahme wird ein neuer Gehsteig gebaut, die Straße verbreitert, der Zugang zum Schloss erneuert und ein Teil der Schlossmauer saniert. Beim Hotel Rosenhof soll der Verkehr mittels eines Kreisels entschärft werden. Der Bürgermeister hofft, die Sanierung noch heuer zum Abschluss bringen zu können. Denkbar sei es aber schon auch, so Anton Rothfischer, dass die Feinschicht auf die Trasse erst 2016 aufgetragen werden könne.

Vorbereitungen sind gemacht

Die Sanierung war eigentlich schon für 2014 angedacht gewesen, doch aufgrund der Sanierung der Autobahn ließ die Stadt die Finger davon. Man ließ der Bundesstraße den Vorzug, befürchtete aber im Falle zweier gleichzeitiger Baustellen zu große Verkehrsbehinderungen in der Stadt.

Heuer wird man das Vorhaben nun anpacken. Die Stadt und das Staatliche Bauamt müssen bei den Planungen eng kooperieren. „Die Vorabreiten sind so gut wie gemacht“, sagten Bürgermeister Rothfischer und Manfred Rieger, der Abteilungsleiter für den Landkreis bei der Behörde. Umplanungen gab es bei dem inzwischen leeren Platz an der Straubinger Straße 18 und 20, wo die Stadt eigentlich Parkplätze neben der Straße errichten wollte. Denn für dieses Vorhaben hätten die Städtebauförderer kein Geld gegeben, im Falle von senkrecht zur Fahrbahn erstellten Parkplätzen kam ein Veto des Bauamts. „Es wäre viel zu gefährlich gewesen, in die Parkplätze so extrem einzubiegen“, sagte Manfred Rieger. Man hätte in einem relativ großen Bogen in der Straubinger Straße fahren müssen, ehe man dann in den Parkplatz gelangt wäre.

Schließlich fand man Gefallen an der Idee der Städtebauförderer, doch eine Grünanlage dort anzulegen. Sie wurde von den EBB-Planern aufgenommen. Alle Stadträte votierten für die neue Konzeption. „Das wird sehr schön“, sagte das Stadtoberhaupt, das die Kosten für die Maßnahme auf knapp 300 000 Euro bezifferte. Die Stadt hat seinen Worten nach 173 000 Euro zu zahlen, für die Staatliche Bauamt schlagen 91 000 Euro zu Buche. Für den Aufgang zum Schloss sind weitere 150 000 Euro eingeplant. „Diese einzelnen Maßnahmen werden aus der Städtebauförderung bezuschusst“, erzählt der Bürgermeister. Je nach Einstufung gebe es 50 oder 60 Prozent an Geldern der förderfähigen Kosten. Mit dem Eintreffen der Zusagen rechnet das Stadtoberhaupt in Kürze. Mit der Ausschreibung sei man ebenfalls schon weit. „Es kann sein, dass wir einen vorzeiten Baubeginn beantragen“, sagt er.

Als erfreulich wertet er die Bereitschaft der Besitzerin der Sandmühle, das alte Haus ein Stück verkleinern zu lassen, um der Straße etwas mehr Breite zu verschaffen. Letzte Gespräche müssten noch geführt werden, denn es gelte, das historische Mühlenrad zu erhalten, was auch einer gewissen baulichen Absicherung bedürfe. Das Gebäude müsste um 1,50 Meter zurückgebaut werden. Abgerissen wurde auch das Haus Straubinger Straße 7, das sie Stadt erworben hatte. Damit wird eine weitere Engstelle beseitigt.

Untergrund ist gut

„Ich denke, dass wir im August mit den Bauarbeiten beginnen können“, sagt der Bürgermeister. Man achte darauf, dass die Straße, die an der Donau-Apotheke beginnt und beim Rosenhof endet, nicht allzu lange voll gesperrt würde, sind sich Manfred Rieger und Anton Rothfischer einig. Zunächst werde der alte Fahrbahnbelag abgetragen, ehe dann der Neubau von Gehsteig und Kanalleitungen beginne. Es sei eine gute Fügung, dass der Unterbau der Trasse noch relativ gut sei, das hätten Probebohrungen schon ergeben, war vonseiten des Staatlichen Bauamts zu hören.

Die Wörther bedauern einzig, dass aufgrund der Baumaßnahmen in diesem und in den letzten Jahren kein Geld für die Sanierung der Schlossmauer im ganzen Bereich vorhanden ist. Aus diesem Grund muss der Großteil des maroden Bauwerks nach wie vor im schlechten Zustand verbleiben.

Über die Frage, wem die Schlossmauer gehört, hatte es im vergangenen Jahr einen Gerichtsstreit zwischen der Stadt und dem Staatlichen Bauamt gegeben. Die Stadt unterlag und bekam vom Regensburger Gericht attestiert, dass sie für das Bauwerk zuständig sei.

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