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Mobilität

Wörth diskutiert Lastenräder-Förderung

Eine Initiative kämpft für eine fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt. Verbesserungsvorschläge werden geprüft.
Von Peter Luft

Ein Lastenfahrrad ersetze beim Einkauf oft das Auto. Foto: Gregor Fischer/dpa
Ein Lastenfahrrad ersetze beim Einkauf oft das Auto. Foto: Gregor Fischer/dpa

Wörth.Die Stadt Wörth ist auf einem guten Weg eine fußgänger- und fahrradfreundliche Kommune zu werden. Dies zeigte sich in einer sehr sachlichen Sitzung im Umweltausschuss des Stadtrats im Rathaus, an der auch Ideengeber und Antragsteller einer Initiative für eine fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt teilnahmen. „Es wird nicht leicht zu schaffen sein, den Verkehrsteilnehmer vom Auto auf das Fahrrad oder den Fußweg zu bringen. Das kostet auch eigene Überzeugungskraft“, sagte Josef Schütz, 2. Bürgermeister und Vorsitzender im Umweltausschuss. „Der Durchgangsverkehr und auch der Zielverkehr sind in Wörth schon erschütternd.“ Gerade im Bereich Bayerwaldstraße bis zur Ampelanlage sei der Fahrradverkehr gefährdet. Der Stadtrat habe sich mit diesem Thema bereits in einer Sitzung beschäftigt und stehe den Ideen der Initiative positiv gegenüber, sagte Schütz.

Norbert Schmid von der Initiative erläuterte die Vorstellungen, was für Schritte unternommen werden könnten. So ersetze ein Lastenfahrrad beim Einkauf oft das Auto. Auch für den Transport von Kindern zum Kindergarten sei es geeignet. In Holland, Dänemark, Baden Württemberg, München und auch in Regensburg gebe es dazu finanzielle Fördermittel.

„Der Durchgangsverkehr und auch der Zielverkehr sind in Wörth schon erschütternd.“

Josef Schütz, 2. Bürgermeister der Stadt Wörth

In der Domstadt betrage die Zuschusshöhe 25 Prozent des Kaufpreises. Da könnte sich die Stadt Wörth anschließen. Das wäre ein Anfang. Es gibt Modelle mit zwei oder drei Rädern. Die Anschaffungskosten liegen bei verschiedenen Anbietern zwischen 2500 und 3000 Euro. „1000 Euro Zuschuss wären ein Ansporn“, sagte Norbert Schmid. E-Bikes sollten gewerblich gefördert werden. Als Anreiz brachte Martin Kramer von der Initiative ein Punktesystem bei Geschäften und Firmen, sowie auch Gutscheine ins Gespräch.

„Sicher ist die Förderung für Lastenräder überschaubar“, sagte Schütz. Man müsse aber auch auf die Finanzen der Stadt schauen. Der Stadtrat werde sich näher mit diesen Vorschlägen befassen. Eine Umsetzung sei in diesem Jahr aber nicht mehr möglich. Der Haushalt sei bereits abgeschlossen. Aber hier braucht es bis zur Verwirklichung ohnehin noch eine Vorbereitungszeit, waren sich die Initiatoren mit Josef Schütz einig.

„Lastenräder hört sich gut an. Es könnten sich auch Firmen als Sponsoren beteiligen“, meinte Stadtrat Johann Festner, der selbst überzeugter Radfahrer ist. „Es ist ein Thema zur richtigen Zeit. Das kann ich nur begrüßen“, sagte Hildegard Schindler. Auch Beate Ostermeier sprach sich für einen finanziellen Anreiz aus. „Man sollte die Fußgänger mit einbeziehen“, betonte Andrea von Lieven. Das Thema müsse noch mit Leben erfüllt werden. Die Bereitschaft, mitzuwirken, sei bereits vorhanden, sagte 2. Bürgermeister Schütz abschließend. (llu)

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