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Ehrenamt

SpVgg Wolfsegg steht vor dem Aus

Im ersten Anlauf fanden sich keine Kandidaten für einen neuen Vorstand. Dem Verein droht daher die Auflösung.

Die Freude über die Ehrung war getrübt von der Tatsache, dass der Verein möglicherweise nicht weiterexistiert. Foto: Corinna Spitzl
Die Freude über die Ehrung war getrübt von der Tatsache, dass der Verein möglicherweise nicht weiterexistiert. Foto: Corinna Spitzl

Wolfsegg.Am 13. April entscheidet sich in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, ob die Spielvereinigung Wolfsegg eine Zukunft hat. Denn bei der jüngsten Mitgliederversammlung gelang es der SpVgg nicht, einen neuen Vorstand zusammenzubringen. Ohne ehrenamtliches Engagement kann der Verein aber nicht weiterexistieren.

Die SpVgg hatte zur alljährlichen Mitgliederversammlung ins Vereinslokal Kumpfmüller eingeladen. Vorsitzende Manfred Schmidt begrüßte zu dieser Sitzung die Mitglieder und hoffte auf einen erfolgreichen Ausgang, denn es galt, bei den anstehenden Neuwahlen viele Posten in der Vorstandschaft neu zu besetzen.

Im Anschluss daran wurden zahlreiche, langjährige Mitglieder geehrt. Geehrt wurden Alfons Beck für 30 Jahre Mitgliedschaft. Maria Bleicher, Hermine Holzapfel, Ludwig Renner, Waltraud Schmid, Brigitte Schwarz und Siegfried Swobota für 40 Jahre Mitgliedschaft. Während Georg Auburger Georg, Peter Maier, Georg Meindl, Johann Meindl, Johann Riedlsheimer, Georg Scherl und Max Stegerer für 50 Jahre Treue geehrt wurden, sind seit 60 Jahren Alois Weber, Josef Aufleger, Alfred Kumpfmüller, Josef Seidl, Josef Scheuerer, Josef Schießl Josef und Karl Stangl Mitglied.

In seinem Bericht blickte Schmidt auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück, das erneut mit einem Mitgliederzuwachs zu Buche schlägt. Trotz großer Baumaßnahmen, wie der Sanierung des Sportbetriebsgebäudes, der Schaffung zusätzlicher Parkmöglichkeiten oder der Fertigstellung des Kleinspielfeldes, könne der Verein wirtschaftlich gesund übergeben werden. Die sei ihm ein wichtiges Anliegen gewesen, wenn er sein Amt zur Verfügung stelle, so Schmidt.

So geht es weiter

  • Versammlung:

    Es wird eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Sie soll in vier Wochen am 13. April stattfinden.

  • Kandidaten:

    Hier müssen sich Kandidaten finden, die bereit sind, ein Amt zu übernehmen.

  • Auflösung:

    Sollte sich niemand finden, muss der Verein aufgelöst werden.

  • Appell:

    Der bisherige Vorsitzende appellierte an die Mitglieder, nicht nur von den Vorzügen des Vereins zu profitieren, sondern sich auch in irgendeiner Weise für den Verein und sein Angebot zu engagieren. Denn ohne dies könne der Verein nicht weiterexistieren.

In den Berichten der Abteilungsleiter wurde deutlich, dass die Angebote des Vereins bei der Bevölkerung, vor allem beim Nachwuchs, großen Anklang finden. Die Kinderturnabteilung beispielsweise richtete im vergangenen Jahr eine weitere Turngruppe ein, da man sonst der großen Anzahl an Kindern nicht mehr gerecht werden konnte. Die Abteilung Fußball stellt im Nachwuchsbereich eine G-, F- und E- Jugend, alle folgenden Jugendmannschaften werden in der JFG angeboten. Die Abteilung Fitness erweiterte ihr Vormittagsprogramm um eine Stunde Yoga und auch die Volleyballabteilung konnte durch eine Werbeaktion neue Mitglieder rekrutieren. Lediglich die Eisstockabteilung kämpft mit Nachwuchsmangel.

Im Folgenden kam der wohl spannendste Tagesordnungspunkt an die Reihe – die Neuwahlen. Da viele Ausschussmitglieder sich nicht mehr zur Wahl stellten, galt es, zahlreiche Ämter neu zu bekleiden. Nach einer Vielzahl an Wahlrunden, zeigte sich jedoch, dass es an diesem Abend nicht gelingen würde, eine neue Vorstandschaft zu finden. Der Sprecher des Wahlausschusses, Kainzbauer, fasste abschließend treffend zusammen, dass sich nun Kandidaten finden müssten, da ansonsten die Auflösung drohe.

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