MyMz
Anzeige

Gemeinderat

Drei Flächen für Sozialwohnungen

Zeitlarn strebt genossenschaftlichen Wohnungsbau an.
Von Ralf Strasser

Zeitlarn hat drei Grundstücke für den sozialen Wohnungsbau eingeplant.  Foto: Ralf Hirschberger, DPA
Zeitlarn hat drei Grundstücke für den sozialen Wohnungsbau eingeplant. Foto: Ralf Hirschberger, DPA

Zeitlarn.Sind Mieten noch bezahlbar? Können sich junge Familien noch Wohnraum leisten? Auch auf dem Land ist das ein Thema und beschäftigt den Gemeinderat Zeitlarn. „Wie ist der Sachstand für die Entstehung von einkommensgefördertem Wohnraum im Baugebiet Mitterfeld III?“, wollte die SPD-Fraktion wissen. Als gut umschrieb Bürgermeister Franz Kröninger die Situation. Die Gemeinde Zeitlarn habe „drei Baufenster“ auf gemeindeeigenen Grundstücken für den sozialen Wohnungsbau eingeplant. Dabei könne man auf verschiedene Fördermittelsäulen bauen, die Mietwohnraum für einkommensschwächere Mitbürger schaffen können. „Ich würde hier eine Beteiligung einer genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaft befürworten“, so Kröninger. „Die bauen und vermieten, die Vergabe bleibt in der Verantwortung der Gemeinde.“ In der Realisierung werde die Mischung der Wohnungen mit der fördermittelgebenden Behörde abgesprochen, dies gelte ebenso für den Mietpreis. Der Gemeinderat beschloss, in dieser Richtung weiterzugehen.

Wird es in der Gemeinde Zeitlarn einen Bürgerhaushalt geben? Immer mehr Städte und Gemeinden führen Beteiligungsverfahren zum kommunalen Haushalt ein. Sie geben damit den Einwohnern die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen und zu diskutieren, wofür die Stadt ihre Gelder ausgeben soll. „Transparenz und Beteiligung der Bürger sind uns natürlich wichtig, aber es stellt sich die Frage, ob ein Bürgerhaushalt für uns zielführend ist.“ In der Praxis sieht ein solcher Haushalt einen bestimmten Betrag im regulären Haushalt vor. „Es gibt Kommunen in unserer Region, die das umgesetzt haben. Das anfänglich große Interesse hat dort aber mittlerweile stark nachgelassen.“ Verbunden sei dies mit einem enormen Verwaltungsaufwand. „Grundsätzlich gut, aber als Instrumente haben wir rege Bürgerversammlungen und Bürgerbeteiligungen, wie beim Kreisverkehr in Regendorf“, sagte Gerhard Lautenschlager (CSU). „Wir brauchen so was nicht.“ Der Gemeinderat folgte der Argumentation. In Zeitlarn könne dies auch über den Gemeinderat „unkompliziert“ erreicht werden.

„Die kommunale Verkehrssicherheit ist ein Erfolgsmodell“, stellte Bürgermeister Kröninger fest. „Wir sind Gründungsmitglied des Zweckverbandes, und die investierten Mittel sind gut angelegt. Wir haben mehr Verkehrssicherheit als zu Beginn unserer Mitgliedschaft.“ So gingen die Verwarnquoten stark nach unten, im Gemeindegebiet werde langsamer gefahren.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht