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Tiefbau

Glasfaserausbau vor Abschluss

Die Gemeinde Pentling macht derzeit in den bisher unterversorgten Ortsteilen einen großen Schritt in die digitale Zukunft.
Von Josef Eder

Die Bauarbeiten in Hohengebraching laufen derzeit auf Hochtouren. Foto: Eder
Die Bauarbeiten in Hohengebraching laufen derzeit auf Hochtouren. Foto: Eder

Pentling.Schnelles Internet über Glasfaser von R-Kom erreicht viele Haushalte in Nieder- und Hohengebraching, Graßlfing, Neudorf und Großberg. Insgesamt werden Hausanschlüsse FTTB-Ausbau (Fiber to the Building) für 694 Gebäude bis Ende September im Gemeindegebiet Pentling erstellt.

„Mit Stand 10. Juli sind die Tiefbauarbeiten auf öffentlichem Grund von gesamt 33 Kilometern bis auf etwa 2,5 Kilometer im Ortsteil Großberg abgeschlossen. Es werden noch 50 Hausanschlüsse tiefbaumäßig erstellt. Bei 479 Gebäuden ist die Glasfaser bereits eingebracht, montiert und eingemessen. 377 Kunden sind bereits aufgeschaltet. Zukünftige Kunden werden per Mail oder telefonisch vorher über die endgültigen Anschalttermine informiert“, sagt Dipl.-Ing Klaus Eckel, R-Kom Handlungsbevollmächtigter Technik.

Am 20. März 2017 erfolgte in der Gemeinde Pentling der Startschuss für den Ausbau mit Glasfaser durch die REWAG-Tochter R-Kom. Die Kommune machte damit in den bisher unterversorgten Ortsteilen Neudorf, Nieder- und Hohengebraching, Graßlfing und Großberg einen großen Schritt in die digitale Zukunft.

Ziel „Jahresende 2017“ verfehlt

Das Pentlinger Projekt war beim Start das größte im Landkreis. Die Kolonnen arbeiteten mit Hochdruck. In alle Häuser, für die Anträge gestellt wurden, werden Mikrorohre verlegt, durch die die Glasfaserleitungen eingeblasen und die Glasfaseranschlüsse im Haus montiert werden. Ziel war, bis zum Jahresende alle beantragten Verbindungen herzustellen und anzuschließen. Jedoch kamen zu viele Zusatzaufträge für die bauausführende Firma Freitag dazu, so dass sich die Arbeiten, die im Winter kurz Zeit ruhten, in die Länge zogen.

Zur Bereitstellung der Dienste Internet, Telefonie und TV sei es zwingend nötig, dass alle Netzabschnitte fertig sind. Die Hauptversorgung wird im Straßen- und Gehwegenetz verlegt. Die Glasfaserleitungen werden bis in die Keller der Häuser geführt. Ab dort ist der Hausbesitzer eigenverantwortlich.

Pentling startete im Herbst 2015 das Auswahlverfahren nach der bayerischen Breitbandrichtlinie zur Verbesserung der Versorgung. Die R-Kom wurde in einem offenen Verfahren als wirtschaftlichster Bieter ausgewählt. Der Ausbau kostet, so der Stand 2017, in den nicht oder unterversorgten Ortsteilen und Straßenzügen mit Glasfaserleitungen 581 000 Euro.

Pentling, Hölkering, Seedorf und Poign sind durch die Deutsche Telekom fertiggestellt. In Matting bietet GENIAS schnelles Internet. GENIAS kann mit seiner Funklösung auch in weiteren Ortsteilen seine Dienste anbieten. Teile von Großberg und Graßlfing sind auch durch Kabel Deutschland versorgt.

Leerrohre gleich mitverlegt

Pentlings Bürgermeisterin Barbara Wilhelm hebt hervor: „Bereits in den letzten Jahren wurden in der Gemeinde bei Tiefbaumaßnahmen eine Leerrohrinfrastruktur aufgebaut. Das war entscheidend für den wirtschaftlichen Ausbau. Bei allen in Zukunft anstehenden Tiefbaumaßnahmen werden wir, soweit es notwendig ist, weitere Leerrohre mitverlegen.“ (lje)

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Noch 50 Anwesen

  • Streckenlänge:

    33 Kilometer

  • Anschlüsse:

    479 Gebäude sind bestückt, 50 müssen noch tiefbaumäßig angeschlossen werden.

  • Bauende:

    September 2018

  • Information:

    Über Anschlusstermine informiert die R-Kom: Tel. (09 41) 6 98 55 60 oder REWAG-Kundencenter in der Greflinger Straße 22.

  • Kosten:

    Stand 2017: 581 000 Euro; Zuschüsse 408 000; Gemeindeanteil: 176 000 Euro.

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