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Politik

Hagelstadt mit Rekord-Etat

Hagelstadt will die Schulsanierung, den Bahnhofsumbau und den Hochwasserschutz verwirklichen. Die Finanzen sind solide.
Von Stefan Schwarz

In der Hagelstädter Grundschule soll sich so einiges verändern. Die Einrichtung wird ab heuer zur offenen Ganztagsschule umgebaut. Foto: Schwarz

Hagelstadt.Mit einem Gesamtvolumen von über 12,9 Millionen Euro kann die Gemeinde heuer erneut einen Rekordhaushalt vorweisen. Dies entspricht einem nochmaligen Volumenanstieg um rund 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bedingt durch große Investitionsvorhaben werde man heuer „viel Geld umschlagen“, sagt Bürgermeister Dr. Bernhard Bausenwein.

Drei Projekte prägen Haushalt

Geprägt ist das Haushaltsjahr in erster Linie von den drei Millionen-Projekten Schulsanierung, Bahnhofsumbau und Hochwasserschutz. Allein für den Umbau und die Erweiterung der Grundschule zur offenen Ganztagsschule kalkuliert die Gemeinde heuer mit einem Investitionsvolumen von über 3,7 Millionen Euro, was jedoch nur einem Teil der Maßnahme entspricht. Gleiches gilt für den Umbau des Bahnhofsgebäudes zu einem Rathaus, für das heuer knapp 1,3 Millionen Euro eingerechnet sind. Dazu kommen neben dem Hochwasserschutz Hagelstadt noch weitere Projekte wie die Umgestaltung des Gittinger Bachs in Gailsbach, die Breitbanderschließung, die Entwicklung der Baugebiete in Langenerling und Hagelstadt und die Anschaffung eines neuen Gerätewagens für die Freiwillige Feuerwehr.

Ein volles Programm also, das sich die Gemeinde da vorgenommen hat. Dass es trotzdem gelingt, den Investitionsstau der vergangenen Jahre schrittweise abzuarbeiten, da ist sich der Rathauschef sicher. So seien bereits erste Teile der notwendigen Baugenehmigungen in den vergangenen Tagen eingetroffen. Im Frühjahr könnte dann sogar schon mit ersten konkreten Maßnahmen begonnen werden, heißt es. Er sei optimistisch, dass es heuer gelingen werde, den Bürgern zu zeigen, dass im Ort wirklich etwas vorwärts gehe, so der Bürgermeister.

Einziger Wehmutstropfen ist, dass bei der Tragweite der Großprojekte kleinere Maßnahmen wie die Fertigstellung eines Gemeindeblattes oder die Instandsetzung des Weges zwischen Eichen- und Sudetenstraße hinten angestellt werden müssen. Dies tue ihm zwar leid, man sei in der Verwaltung aber chronisch unterbesetzt, sagt der Bürgermeister und verweist auf die lange Liste von Überstunden, die seine Mitarbeiter aufgebaut hätten.

Umso mehr ärgert es ihn, wenn die Sitzungen jedes Mal aufs Neue von zähen Protokolldiskussionen geprägt sind. Das seien Dinge, mit denen die Arbeit an wirklich wichtigen Themen torpediert werde, so Dr. Bausenwein. Wenn dieselben Personen dann öffentlich zu mehr Tempo bei der Umsetzung dieser Projekte mahnten, verwundere ihn das schon. Dabei gäbe es durchaus Beispiele, dass man im Rat auch konstruktiv arbeiten könne. So wurde der diesjährige Haushalt – im Gegensatz zu so manch vergangenem – erneut einstimmig beschlossen.

3,6 Millionen als Kredit

Mit der Verabschiedung ihres Haushalts ist die Gemeinde dabei heuer so früh dran wie selten zuvor. Rein finanziell betrachtet steht die Gemeinde weiterhin solide da. Die Summe der Investitionen mache es zwar erforderlich, heuer einen Kredit in voraussichtlicher Höhe von 3,6 Millionen Euro aufzunehmen. In den vergangenen Jahren hatte die Kommune über 3,2 Millionen Euro Rücklagen angehäuft. Diese fließen ebenso wie der Kredit in die Finanzierung der umzusetzenden Projekte.

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