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Hilfen für Kinder in Südafrika

Junge Fußballer spielen nun in Trikots der JFG Naab-Regen. Pfarrer Markus Lettner hat sie auf seiner jüngsten Reise mitgebracht.
Von Josef Dummer

Pfarrer Markus Lettner musste gleich gegen die begeisterten jungen Fußball-Kids in ihren neuen Trikots antreten.  Foto: Markus Lettner
Pfarrer Markus Lettner musste gleich gegen die begeisterten jungen Fußball-Kids in ihren neuen Trikots antreten. Foto: Markus Lettner

HAINSACKER.Schon seit vielen Jahren unterstützt Pfarrer Markus Lettner soziale Projekte in Südafrika. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Kinder- und Jugendarbeit, die auf einer verlassenen Farm in der Nähe von Malmesbury, rund 80 Kilometer nördlich von Kapstadt, auf ein Helferteam um Pfarrer Lettner zählen kann.

Bei seinem letzten Besuch, von dem er gerade noch rechtzeitig vor den Einschränkungen wegen der Corona-Krise zurückkehren konnte, hat er ein Geschenk nach Südafrika mitgebracht, das bei den Fußball-Fans dort auf große Begeisterung gestoßen ist, wie er berichtete.

Die JFG Naab-Regen stattete sich vergangene Saison mit Unterstützung von Stefan Schmeiduch in allen Jahrgängen mit einheitlichen Trikots aus. Die dadurch freigewordenen Trikotsätze wurden an Pfarrer Lettner für das Projekt „Inspire Children and Youth Trust“ in Südafrika übergeben. „Die Freude der Kinder bei der Übergabe der Trikots ist kaum in Worte zu fassen“, erinnerte sich der Pfarrer, der sofort aufgefordert wurde, gegen die jungen Menschen beim Fußball mit den neuen Trikots anzutreten.

Großes Problem: Wasser

Bei aller Freude über dieses Ereignis, erzählte ihm die Projektleiterin Ingrid Lestrade wieder einmal von den sozialen Spannungen in den Farmarbeiterfamilien und die damit einhergehende Verarmung der Landbevölkerung im Land am Kap der guten Hoffnung.

Mit der Initiative, die Pfarrer Lettner und seine Freunde aus Hainsacker unterstützen, wird versucht, den Familien an ihrem angestammten Platz auf den Farmen eine Heimat zu geben und den Anbau von Gemüse und Wein selbst in die Hand zu nehmen, um ihre Familien ernähren und ein Einkommen generieren zu können.

Ein besonderes Faible des Hainsackerer Pfarrers ist dabei die Unterstützung bei der Trinkwasserversorgung. Als ausgebildeter Tiefbauingenieur war er früher selbst im Brunnenbau und im Trinkwasserversorgungsbereich tätig.

Auf der Farm „Middlepos“, auf der das Landkinderprojekt seinen Sitz hat, versucht er nun schon seit einiger Zeit, eine bessere Wasserversorgung in die Wege zu leiten.

Auf seine Anweisung hin wurde ein altes Bohrloch überprüft, das, wie sich herausstellte, für hervorragendes Trinkwasser sorgen könnte. Als nächster Schritt musste mit einer Solarpumpe eine Fördertiefe von einhundert Metern erreicht werden. Inzwischen hatte Pfarrer Lettner auch schon Kontakte zu einer österreichischen Firma in Südafrika geknüpft, mit deren Unterstützung dann auf der Farm eine zusätzliche Wasserversorgungslinie eingerichtet werden kann, um die einfachen Häuser der Farmarbeiterfamilien mit Wasser versorgen zu können.

Freunde unterstützen Pfarrrer

Für die Kinder dort ist es nach Angaben von Pfarrer Lettner von großer Bedeutung, dass sie Hygiene praktizieren und lernen, was bei uns selbstverständlich ist, eine Toilette zu benutzen.

Auf seiner Reise begleiten Pfarrer Lettner immer auch Freunde und Bekannte, die sich einbringen und das Projekt am Kap mit ihm unterstützen wollen. Ein Landmaschinenmechaniker und ein Agraringenieur haben ihn bei seinem letzten Besuch begleitet, um den Farmarbeitern den Umgang mit den Maschinen, die vielfach gespendet wurden, beizubringen.

Ihr Grundgedanke ist dabei, „den Leuten hier die technischen Hintergründe der Maschinen zu erklären und auf die wichtigsten Details aufmerksam zu machen, damit sie Reparaturen zukünftig selber erledigen können“, so Helfer Reinhold Eberwein.

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