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Vernissage

Ihr Werk prägt bis heute den Tangrintel

Ausstellung im Zehenstadel zeigt Werke der Hemauer Künstler Hagen, Katzmeier und Riecke. Die Feuerwehr-Spitze erhielt ein Riecke-Modell als Geschenk.
Von Bernhard Seiberl, MZ

Aus dem Nachlass von Eckart Riecke stammt dieses Modell des Hemauer Feuerwehr-Areals, dass Stefan Mirbeth und Ernst Böhm (rechts) an Michael Bock, Christian Eichenseher überreichten. Foto: Seiberl

Hemau.Stefan Mirbeth, Vorsitzender des Kulturstadels versetzte bei der Ausstellungseröffnung mit Werken von drei bekannten Hemauer Künstlern die zahlreichen Gäste, mit einer kurzen Biografie der Maler, in vergangene Zeiten. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Bernd Meyer am Flügel und Markus Engelstädter mit Gesang.

Walter Hagen wurde 1928 in Regensburg geboren, erlernte nach dem Krieg das Malerhandwerk und legte die Meisterprüfung ab. Dem schloss sich ein Studium an der Malschule Hein König in München an. Seit 1953 war er als freischaffender Künstler und Restaurator in Hemau tätig. 1979 wurde Hagen zum Ortsheimatpfleger ernannt. Im Alter von nur 52 Jahren, im September 1980, starb er an den Folgen eines Herzinfarkts.

Hagens Werke sind noch heute, wie beispielsweise als großformatige Wandbilder im Kinderheim, im ehemaligen Kreiskrankenhaus oder auch am Friedhof in Hohenschambach, zu finden. „Der unverwechselbare Stil seiner vielen Porträtbilder, die er oft von Personen aus seiner näheren Umgebung malte, machen ihn mit seinen Werken unvergesslich“, so Mirbeth.

Leo Katzmeier, 1902 in Nürnberg geboren, kam nach dem Krieg nach Hemau. Hier etablierte er sich als Kunstmaler und förderte als Ortsheimatpfleger das Tangrintler Brauchtum. Er legte die Chronik der Stadt Hemau neu auf. Im Februar 1979 starb Katzmeier in Hemau. „Viele seiner Werke sind auch heute noch allgegenwärtig, denkt man nur an das Hemauer Volksfest, die verschiedenen Ortstafeln, die an der Decke über den Besuchern im Bierzelt schweben, sind sein Werk“, erklärte Mirbeth. Seine bürgernahen Darstellungen, die Lebensart aus vergangenen Epochen zu präsentieren, zieren heute noch Wände und manche Wirtshaussäle. „In vielen Hemauer Wohnzimmern sind Motive aus vergangenen Zeiten der Stadt und des Tangrintels bis heute verewigt.“

Eckart Riecke, geboren 1938 in Schneidemühl, kam ebenfalls nach dem Krieg über Berlin nach Hemau/Aichkirchen. Riecke studierte Architektur in München, war zunächst bei der Oberpostdirektion in Regensburg beschäftigt. Ab 1980 etablierte er sich als freiberuflicher Architekt und Künstler. Im März 2011 starb Riecke völlig überraschend in Aichkirchen.

„Seine architektonische, künstlerische Individualität lässt sich an vielen Orten auf dem Tangrintel bewundern. Bei den mit der Ausführung betrauten Handwerkern, musste sicherlich manch einer tief durchatmen, hatten die Baupläne doch eher einen skizzenhaften, provisorischen Charakter“, erzählte Mirbeth. Durch Rieckes extreme Kreativität entwickelte sich ein unkopierbarer Baustil, der Hemau und Umgebung besonders prägte. „Viele Federzeichnungen mit historischen Gebäuden und Kirchen gehören ebenso zu seinem Lebenswerk.“

Anschließend überreichten Mirbeth und Ernst Böhm dem Feuerwehrvorsitzenden Christian Eichenseher und seinem Stellvertreter Michael Bock ein von Eckart Riecke geschaffenes Modell, die Darstellung des heutigen Feuerwehr-Areals in Hemau.

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