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Investition

Kindergarten platzt aus allen Nähten

In der Gemeinde Alteglofsheim fehlen 20 Betreuungsplätze. Die Übergangslösung soll ab September bereitstehen.
Von Julia Falk

St. Laurentius kann ab nächstem Kindergartenjahr nicht mehr alle Kinder aufnehmen, bleibt aber weiterhin vor Ort. Foto: Falk
St. Laurentius kann ab nächstem Kindergartenjahr nicht mehr alle Kinder aufnehmen, bleibt aber weiterhin vor Ort. Foto: Falk

Alteglofsheim.Der Kindergarten St. Laurentius in Alteglofsheim ist zu klein: Ab dem nächsten Kindergartenjahr können nicht mehr alle Kinder aufgenommen werden. Dies führt zu Unmut bei den betroffenen Eltern. Doch ist ab September eine Übergangslösung geplant. Ab August 2019 handelt es sich um rund 20 Kinder, die der Kindergarten St. Laurentius nicht mehr aufnehmen kann. Zwar haben Bürgermeister Herbert Heidingsfelder und der Alteglofsheimer Gemeinderat bereits einen Beschluss zur Errichtung eines neuen Kindergartens gefasst. Allerdings dauert der Bau ungefähr zwei Jahre.

Grundstück steht fest

Wo der neue Kindergarten hinkommen soll, steht aber schon fest: neben die Mittelschule in den Bauabschnitt Köferinger-Feld. Zwei Gruppen zu je 25 Kinder werden in dem neuen Gebäude Platz finden, doch ließ man die Option, das Gebäude auf vier Gruppen zu erweitern, in weiser Voraussicht offen. Denn wenn man die Geburtenzahlen der vergangenen Jahre betrachtet, ist die Tendenz steigend. Alteglofsheim ist ein attraktiver Wohnort für Familien.

Der neue Kindergarten entsteht in der Adolph-Kolping-, bzw. Bischof-Ketteler-Straße. Foto: Falk
Der neue Kindergarten entsteht in der Adolph-Kolping-, bzw. Bischof-Ketteler-Straße. Foto: Falk

Der Kindergarten St. Laurentius bot zudem die Einrichtung einer Nachmittagsgruppe an. Pfarrer Matthias Kienberger bedauert, dass die Eltern dieses Angebot, dessen Träger die Pfarrei Alteglofsheim ist, nicht angenommen haben. Anscheinend möchte man lieber einen Vormittagsplatz haben und da seien die Kapazitäten des Kindergartens mit sechs Gruppen leider schon erschöpft, so Kienberger. Bürgermeister Herbert Heidingsfelder möchte deshalb ein Zeichen setzen und die Eltern beruhigen: „Es wird ein neuer Kindergarten entstehen und bis dahin stellen wir eine Ersatzmöglichkeit zur Verfügung.“

Der neue Kindergarten wird einen neuen Träger benötigen. Die Johanniter seien daran interessiert, berichtet der Bürgermeister. Dadurch, dass die Johanniter in der Region stark vertreten sind, könnten beispielsweise Personalausfälle gut abgedeckt werden, da kurzfristig Personal aus anderen Einrichtungen einspringen könnte.

Einrichtung wird weitergenutzt

Der ursprüngliche Gedanke, die Kinder in einem Raum an der Grundschule Alteglofsheim unterzubringen, ist nach Rücksprache mit dem Kreisjugendamt nicht realisierbar. Deshalb werden die zwei Jahre Bauzeit, bis der neue Kindergarten in Alteglofsheim eingeweiht werden kann, mit einer Containerlösung überbrückt.

Der Kinderspielplatz wird weiter genutzt. Foto: Falk
Der Kinderspielplatz wird weiter genutzt. Foto: Falk

Die Einrichtung der Container muss neu beschafft werden. Heidingsfelder betonte in diesem Zusammenhang, dass dieses Mobiliar sowieso für den Neubau angeschafft werden müsse. Man könne die dann bereits vorhandene Einrichtung der Container in den neuen Kindergarten übernehmen. Die Johanniter würden bei der Beschaffung der Ausstattung helfen. Ein Vertreter der Johanniter wird sein Konzept im Gemeinderat am 9. Mai nochmals vorstellen.

Der Bürgermeister betont, dass ihm und dem Gemeinderat das Problem schon länger bewusst war. Am Neujahrsempfang 2018 habe er in seiner Ansprache bereits erwähnt, dass es bei den Kindergartenplätzen bald eng werden könne. Beschlüsse wie der Bau eines neuen Kindergartens benötigen allerdings viel Zeit, um die Maßnahmen durchzusetzen. Tatsache ist, dass in diesem Jahr ab August 20 reguläre Kindergartenplätze fehlen. Nach Angaben des Bürgermeisters können sich die Eltern aber darauf verlassen, dass ab September alle Kindergartenkinder in Alteglofsheim untergebracht werden.

Die Container werden in der Jahnstraße neben dem Sportplatz und dem Kinderspielplatz aufgestellt. Die Lage bietet nach Heidingsfelders Ansicht einen großen Vorteil, denn man könne den Spielplatz, der weniger als 100 Meter von den Containern entfernt liegt, als Außenanlage nutzen.

Eine Gemeinde sei verpflichtet, genügend Kindergartenplätze bereitzustellen, sagt der Bürgermeister. Deshalb sei ihm und dem Gemeinderat der Neubau sehr wichtig. Die zwei Jahre Übergangszeit könne man aber gut mit Containern lösen, die Platz für 50 Kinder bieten. Das Architekturbüro Winkler übernimmt sowohl die Planung der Übergangslösung als auch die des neuen Kindergartens.

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Kindergartenplätze ab September 2019

  • Übergangslösung:

    Die Container werden in der Jahnstraße aufgestellt und bieten genügend Platz für die 20 Kinder.

  • Spielplatz:

    Der Kindergarten in den Containern kann als Außenanlage den bereits vorhandenen Kinderspielplatz nutzen.

  • Einrichtung:

    St. Laurentius kann ab nächstem Kindergartenjahr nicht mehr alle Kinder aufnehmen, bleibt aber weiterhin vor Ort.

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