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Ein Kulturkalender für den Landkreis

Kooperationsprojekt der Mittelbayerischen und des Kreises Regensburg: Jede Woche werden ausgewählte Top-Termine präsentiert.
Von Thomas Kreissl, MZ

Ein spektakuläres und farbiges Burgschauspiel gibt es ab 15. Juli auf der Burg Brennberg zu sehen. Mit ausgewählten Kulturterminen wie diesem will der neue Kulturkalender ein breites Publikum erreichen.
Ein spektakuläres und farbiges Burgschauspiel gibt es ab 15. Juli auf der Burg Brennberg zu sehen. Mit ausgewählten Kulturterminen wie diesem will der neue Kulturkalender ein breites Publikum erreichen. Foto: Beiderbeck

Regensburg.Ausstellungen, Lesungen, Freilicht-Theater und jede Menge Musik – nicht nur in diesen Frühsommerwochen ist der Landkreis eine riesige Kulturbühne. In historischen Kellern, Räumen und Häusern, in Ruinen, Burgen und Schlössern, in Kulturzentren, Hallen und Festzelten – Künstler, Musiker und Kulturschaffende präsentieren sich landauf, landab in vielen der 41 Landkreis-Gemeinden. Und treffen dort auf Menschen, die begeistert sind, dass Kultur auch jenseits der Großstadt vor der eigenen Haustür stattfinden kann.

Auf dem Land ist es schwer

Genau hier setzt das einmalige Kooperationsprojekt von Landkreis und Mittelbayerischer Zeitung an. Denn so manches Kulturangebot hat es im Landkreis oft ungleich schwerer als in der Großstadt. Sie ist ein Zentrum, zieht Publikum und Kulturschaffende gleichermaßen in großer Zahl an, bietet kurze Weg und viele Auftrittsmöglichkeiten. In vielen Dörfern ist es für die meist ehrenamtlichen Veranstalter dagegen oft schwierig, von jenseits der Gemeindegrenzen Menschen zu Kulturveranstaltungen zu locken.

Das soll sich jetzt ändern. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Regensburg bietet die Mittelbayerische ab sofort jeden Mittwoch auf einer kompletten Seite ein Serviceangebot, das ausgewählte Kulturtermine gut aufgemacht und in aufgeräumter Form präsentiert. Darüber hinaus werden hier auch immer wieder Künstler, Kulturschaffende und außergewöhnliche Veranstaltungsorte im Landkreis vorgestellt. Die Seite soll einen Überblick bieten über das Kulturangebot im Landkreis in den nächsten Tagen. Und natürlich wird das Angebot nicht allein über die Printausgabe der Mittelbayerischen Zeitung an den Leser gebracht. Auch im Internet sind alle Veranstaltungshinweise unter der Adresse www.mittelbayerische.de/landkreiskultur abrufbar und werden dort zusätzlich auf einer Karte verortet.

Basis für die Vielzahl von Terminen, die auf diese Weise präsentiert werden, ist das Kulturportal auf der Homepage des Landkreises. Dieses Angebot ist letztlich aus dem von Landrätin Tanja Schweiger initiierten LandKulturForum entstanden. Im September 2014 traf sich dieses Gremium aus Kulturveranstaltern, Kulturschaffenden und Kulturinteressierten erstmals im Lappersdorfer Gymnasium und formulierte eine Agenda für die künftige Kulturarbeit im Landkreis Regensburg. Eine der zentralen Forderungen der mehr als 60 Teilnehmer war damals eine bessere Vernetzung über eine landkreisweite Plattform, die allen Aktiven in der Kulturarbeit zur Verfügung steht.

Das Kulturportal, das von den Mitarbeitern von Kulturreferent Dr. Thomas Feuerer betreut wird, soll genau das leisten. Das Kulturreferat liefert nun auch die Inhalte für den neuen Kulturkalender, die dann von der Redaktion aufbereitet und in ein aufgeräumtes Erscheinungsbild eingefügt werden.

Den Veranstaltern und Künstlern bietet sich so erstmals die Möglichkeit, die Kulturinteressierten im ganzen Großraum Regensburg mit seinen insgesamt rund 330 000 Einwohnern anzusprechen. „Das gab es so noch nie!“, freut sich Landrätin Tanja Schweiger, die den Kulturkalender als schönes Ergebnis eines Gemeinschaftsprojekts bewertet. Schweiger appelliert aber auch an die Kulturschaffenden, sich mit vielen Veranstaltungen in das Projekt einzubringen. „Das Projekt steht und fällt mit der Beteiligung der Kulturschaffenden“, betont sie.

Kultur in alten Mauern

  • Eine Idee

    aus dem Regensburger LandKulturForum heraus war die Wiederaufnahme der Veranstaltungsreihe „Kultur in alten Mauern“, die es erstmals im Jahr 2009 gegeben hatte. Umgesetzt wurde die Idee schließlich heuer und umfasst von April bis Dezember insgesamt 41 Veranstaltungen an außergewöhnlichen Orten im gesamten Landkreis. Präsentiert werden alle Termine in einem mehr als 80-seitigen Programmheft, das der Landkreis finanziert hat.

  • Die Hälfte

    der Veranstaltungen ist mittlerweile über die Bühne gegangen. Es ist also Zeit, Halbzeitbilanz zu ziehen, die für Kulturreferent Dr. Thomas Feuerer sehr positiv ausfällt. „Das Programm ist ganz zweifellos ein Erfolg“, fasst er die Reaktionen auf die ersten gut 20 Veranstaltungen zusammen. Nahezu überall hätten die Veranstalter hohe Besucherzahlen und viele auswärtige Gäste registriert.

  • Das Visitenkartenprinzip

    der Veranstaltungsreihe ist für Feuerer Garant des Erfolgs. Eine besondere Veranstaltung an einem besonderen Ort unter einem gemeinsamen Label steigert seiner Beobachtung zufolge die Wahrnehmung und den Bekanntheitsgrad für Veranstalter und Künstler. „Die Arbeit rentiert sich“, ist der Kulturreferent überzeugt.

  • Einig

    ist sich Feuerer mit vielen Stimmen aus dem LandKulturForum, die davor warnen, die Marke „Kultur in alten Mauern“ überzustrapazieren. Deshalb wird es die Veranstaltungsreihe sicher nicht jedes Jahr geben. Stattdessen sollen andere Formate mit wechselnden Themen hinzukommen. Feuerer hofft, dass Ideen dafür aus dem LandKulturForum kommen. Das nächste Treffen findet zum Auftakt der Regionaltage am 19. September statt.

Letztlich ist der Kulturreferent auch davon überzeugt, dass der wöchentliche Kulturkalender in unserer Zeitung auch ein Mosaikstein sein kann, um sich der eigenen kulturellen Identität des Landkreises weiter anzunähern. „Das ist zwar zweifellos ein dickes Brett“, betont Feuerer. Denn so eine Entwicklung brauche Zeit. Er sieht die Kulturarbeit im Landkreis hier aber schon ein gutes Stück vorangekommen.

„Eine wunderbare Möglichkeit“

„Der wöchentlich erscheinende Kalender ist eine wunderbare Möglichkeit, den Menschen in der Region die Kultur ein großes Stück näher zu bringen“, sagt Josef Pöllmann, Stellvertreter des Chefredakteurs der Mittelbayerischen Zeitung. Im Landkreis gebe es eine unglaublich bunte und erfolgreiche Kulturszene, der die Mittelbayerische nun eine besondere Plattform biete. „Auf einen Blick sehen die Leser ausgewählte Top-Veranstaltungen.“ Da diese Informationen neben der gedruckten Zeitung auch über www.mittelbayerische.de/landkreiskultur und soziale Netzwerke verbreitet werden, könnten sich die Veranstalter auf großes Publikumsinteresse freuen.

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