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Landkreislauf

20 Pfadfinder und ein gemeinsames Ziel

Der Teamgeist zählt: Das wollten die Sinzinger Pfadfinder zeigen – und liefen den Landkreislauf im Doppelpack.
von Gustav Wabra

Die Sinzinger Pfadfinder sind ein eingeschworenes Team. Sie liefen die Strecke im Doppelpack.  Foto: Wabra
Die Sinzinger Pfadfinder sind ein eingeschworenes Team. Sie liefen die Strecke im Doppelpack. Foto: Wabra

Regensburg.Zusammenhalt ist ihnen wichtiger als die Zeit auf der Stoppuhr. Doch ihr Name verrät nicht, worum es ihnen eigentlich geht: „Bloß wegam Fassl“ und „Bloß wegam zwoatn Fassl“ so hießen die zwei Teams der 20 Männer und Frauen der Sinzinger Pfadfinder beim Mittelbayerische Landkreislauf – aber wegen dem Bier-Fassl am Ende gingen sie nur dem Namen nach an den Start. Ihr Grundgedanke war der Teamgeist. „Wir wollen uns gegenseitig unterstützen, deswegen laufen wir in zwei Teams und immer zusammen“, sagt Team-Manager Florian Geiger noch vor dem Start. Vor allem Richtung Ende, wenn das Läuferfeld Lücken hat, dann ist es wichtig, einen Laufpartner zu haben, so Geiger. „Auch wenn jemand umknickt oder nicht mehr kann. Wir sind Pfadfinder und stehen zusammen!“

Zahlen und Fakten

Alle 20 Teammitglieder sind an diesem Morgen zum Start nach Aufhausen gekommen. Auf ihren T-Shirts steht „Pfadfinder Sinzing“ und auf dem Rücken: „Läuft vor dir“. Der Name mit dem Fassl war eine Lagerfeuer-Idee der Gruppe – aufs Lauf-Shirt hat er es am Ende nicht geschafft. „Wurscht“, sagen die Pfadfinder. Die beiden Teams bestehen fast ausschließlich aus Gruppenleiter der Sinzinger Pfadfinder.

Sportliche Herausforderung

Die erste Etappe von Aufhausen nach Hagelstadt übernahmen: Michael Stopfer und Alexander Gruber. Dann folgten der Team-Chef Geiger und Jan Zempelin. Die „mittelleichte“ Etappe von Köfering nach Moosham bestritten Alida Schuster und Laura Zinkl. 6,7 Kilometer zusammen schwitzen hieß es für Moritz Jung und Lukas Zinkl. Nach Neutraubling ging es für das Team Graf/Weinert. Veronika Graf und Jill Weinert bestritten die fünfte Etappe erfolgreich zusammen. 4,5 Kilometer mussten Magdalena Brombierstäudl und Andreas Gruber zurücklegen. Von Sarching nach Illkofen, das war Pauline Friederichs und Fabian Geigers Gebiet. Der 14-jährige Bruder des Team-Leaders war der jüngste der Gruppe. Emil Puhl und Max Weber-Hohengrund übernahmen Etappe acht und so langsam kamen die Pfadfinder ihrem Ziel, dem Fassl, immer näher. Johannes Nefe zusammen mit Bastian Röhrl mussten die längste Strecke „buckeln“. Doch gemeinsam schafften sie den Weg nach Kiefenholz. „Wir gehen voll ab“, sagt Nefe in der Wechselzone euphorisiert. Auch Teamleiter Fabian Geiger war zur Hälfte des Rennens zufrieden. „Wir haben keine Verletzten“, scherzt er in Mintraching. „Es läuft wie am Schnürchen!“ Zu jeder Wechselzone kamen gleich mehrere Teammitglieder der Sinzinger Pfadfinder. So musste keiner alleine auf den Staffelstab warten.

Zum letzten Mal übergaben sie dann gemeinsam die Staffelstäbe an Maximilian Graf und Johannes Eschbach, die sie sicher bis kurz vor Wiesent trugen. Dort wartet schon die ganze Pfadfindertruppe, um gemeinsam über die Ziellinie zu laufen. Geschafft, aber glücklich gab es dann ihr ersehntes „Fassl“ Bier.

Aber nicht nur die Pfadfinder aus Sinzing liefen im Zeichen des Teamgeistes: Als Gruppe den Landkreislauf zu bestreiten, das schweißt zusammen. Das weiß auch Beate Hundhammer vom Team „Quick and Dirty“. „Bei uns war die längste Strecke am schnellsten vergeben“, sagt sie. Das Team aus Arbeitskollegen sieht den Landkreislauf als gemeinsame Aufgabe, da gebe es keinen Egoismus, sondern nur Sportsgeist.

Im Flug

Laufen für die gute Sache

Dass Laufen noch viel mehr sein kann als Sport, bewiesen auch die vier Staffeln von „Läufer mit Herz“. Die Gruppe sammelt Geld für den guten Zweck. Aber nicht nur das: „Wir laufen auch in Gedenken an Julia Viellehner“, sagt Anette Grüner-Vogel. Die Deutsche Profi-Triathletin ist 2017 infolge eines Verkehrsunfalls in Italien verstorben. „Seitdem denken wir immer wieder an sie. Auch heute beim Landkreislauf, bei dem sie sicher so gerne mit dabei gewesen wäre“, sagt Grüner-Vogel. Der Name Julia ist auf ihr Trikot geschrieben.

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