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Ein Team erzählt vom Landkreislauf

Wie läuft es sich allein auf weiter Flur? Welche Besonderheiten gab es 2020? Ein Blick hinter die Kulissen des Krones-Teams.
von Daniel Pfeifer

Das Team „Krones Line Solutions Express“ fing Schlussläufer Thomas Puchner (springend) ab, um gemeinsam ins Ziel zu laufen.
Das Team „Krones Line Solutions Express“ fing Schlussläufer Thomas Puchner (springend) ab, um gemeinsam ins Ziel zu laufen. Foto: Daniel Pfeifer

Wenzenbach.Es ist 8 Uhr auf dem Schotterparkplatz des SSV Brennberg. Der wabernde Herbstnebel hat sich verzogen und die Temperaturen steigen mit jedem goldenen Sonnenstrahl. Dominik Smith ist eigentlich kein Morgenläufer. Trotzdem startet er an diesem Samstagvormittag für sein Team „Krones“ als Nummer 1 in den MZ-Landkreislauf. „Kaffee und Red Bull, das pusht mich schon“, kommentiert er grinsend. Außerdem, so fährt er fort, sei das Wetter ja ein Traum.

Neben ihm steht Ralf Seither und richtet sich den Fahrradhelm zurecht. Er wird sein Team durch die ersten unmarkierten Etappen navigieren. Über Wiesen, durch Wälder, an Straßen entlang. Dafür sorgen, dass alle heil ankommen. „Wenn etwas ist: Jetzt bist du allein,“ erklärt er seinen Job. Der diesjährige Landkreislauf ist in der Hinsicht anders als alle vorherigen. Keine Menschenmassen stehen Spalier, als Dominik Smith los sprintet. Keine Sicherheitskräfte lotsen unterwegs.

Landkreislauf

Gelungener Testlauf für 2021

Coronabedingt war es ein „Landkreislauf light“. Aber trotzdem zündete das Lauffieber bei den Athleten und Zuschauern.

Bis Dominik rund vier Kilometer später an den nächsten Teamkollegen Dennis Baumann übergibt, hat er nicht viel mehr Gesellschaft als raschelnde Bäume, blubbernde Bäche und surrende Insekten. Für den 31-Jährigen ist das aber OK, er läuft auch gern allein. In der Natur um seine Heimat Straubing herum trainiert er zurzeit auf einen Marathon hin und hätte Lust, den nächsten Landkreislauf auch komplett mitlaufen.

Offroad im schnellen Schritt

„Dominik war ganz stark,“ freut sich Dennis Baumann über seinen Kollegen. „Bei mir wäre mehr drin gewesen, aber ich war halt etwas faul in der Coronazeit,“ gibt er am Etappenende keuchend zu. Die unebene und bergige Strecke habe er etwas unterschätzt, erzählt er. „Aber war super, echt mal was anderes,“ lobt er dennoch die Streckenführung. Über die Gesamtzeit seines Teams macht er sich an diesem Punkt keine Sorgen. Denn er „klatschte“ (mit dem Ellbogen) an Frank Pfaller ab, den Triathleten aus Donaustauf.

Die ersten Etappenmeter von der kleinen Feuerwehrkapelle in Frauenzell führten ihn direkt quer über eine Wiese einen Hügel hinauf. „Da hoch? Wer hat sich das denn ausgedacht,“ ruft Frank noch, bevor er schnellen Schritts in der Ferne verschwindet.

Der Regensburg Landkreislauf 2020

Frank war am Ende auch der einzige aus dem Team, der unterwegs mehr als Gassigänger und Schwammerlsammler zu Gesicht bekam. Zwei Läuferinnen aus dem früher gestarteten Team „Momstars“ habe er überholt, erzählt er stolz an der Ziellinie des Landkreislaufs in Wenzenbach.

Dort, bei der großen Ziellinie auf dem Sportgelände, kamen er und seine Teamkollegen rund fünf Stunden später gut erholt im Auto an. Es ist kurz nach 14 Uhr, die Sonne brennt jetzt langsam richtig vom Himmel und es ist nur noch ein Teammitglied auf der Strecke: Thomas Puchner hatte die letzte über 7 Kilometer lange Etappe von Zeitlarn aus übernommen.

Zieleinlauf per Sprung

Ralf Seither hat längst seine Rolle als Fahrradbegleiter beendet und sorgt jetzt für Teamgeist am Zielgelände. „Kommt mit, wir laufen ihm entgegen,“ gibt er allen zu verstehen. Wenig später taucht Krones Line Solutions Express unter dem Applaus aller Helfer gemeinsam wieder hinter dem letzten Hügel auf. Mit einem Sprung und dem Team im Nacken wirft sich Thomas Puchner über die Ziellinie.

Das Team

  • Mitglieder:

    Krones Line Solutions Express ist nur eines von 25 Teams des Regensburger Unternehmens. Die Mitglieder sind alle im Berufsalltag als Projektleiter angestellt. Das Team nimmt seit 2016 teil.

  • Heimat:

    Als Projektleiter sind die Teammitglieder oft in aller Welt unterwegs. Die Möglichkeiten für ein Zusammenkommen in Regensburg sind eher selten. „Der Landkreislauf ist deshalb ein ganz wichtiger Termin im Jahr,“ betont Teamleader Ralf Seither.

Wenig später liegt sein durchgeschwitztes Laufhemd im sonnigen Gras und ein kühles Getränk in seiner Hand. Ein Kollege hatte eine Kühlbox Bier mitgebracht. Die einstimmige Meinung: „Herrlich!“ Wieder mal erfolgreich ins Ziel geschafft! Mit einer Zeit von unter 6 Stunden war das Krones-Team in diesem einsamen Landkreislauf sehr sportlich mit dabei.

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