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Aktion

Landfrauen bitten zu Tisch

Die Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands brachten ihre Ernte nach Regensburg und stellten sich Fragen der Verbraucher.
Von Laura Lindner

Bezirksbäuerin Rita Blümel beantwortete beim Speed-Dating des Bayerischen Bauernverbandes die Fragen der Bürger zur Landwirtschaft. Foto: Lindner
Bezirksbäuerin Rita Blümel beantwortete beim Speed-Dating des Bayerischen Bauernverbandes die Fragen der Bürger zur Landwirtschaft. Foto: Lindner

Regensburg.Bei einem Speed-Dating der besonderen Art baten Bäuerinnen und Bauern in Regensburg zu Tisch. Mit der Aktion „Wir machen die Ernte – für deinen Genuss“ will der Bauernverband die Verbraucher in ganz Deutschland auf den Geschmack von regionalen Produkten bringen.

An einer festlich gedeckten Tafel auf dem Neupfarrplatz hatten die Passanten die Gelegenheit, ihre Landwirte und deren Erzeugnisse kennenzulernen. Beim Genuss regionaler Köstlichkeiten, wie Apfelsalat, Gemüsesticks und selbst zubereiteten Dips, stellten sich die Bäuerinnen der Landfrauen des Bauernverbands den Fragen der Verbraucher und verteilten Flyer, Rezeptideen sowie Obst und Gemüse. Rita Blümel, die Bezirksbäuerin der Oberpfalz und Kreisbäuerin von Regensburg, erklärte: „Wir wollen die Landwirtschaft in die Städte bringen.“ Es sei ihr dabei ein besonderes Anliegen, dass die Landwirte das Vertrauen der Verbraucher zurückgewinnen. „Während beim Tag des offenen Hofes viele Stadtbewohner auf die Bauernhöfe kommen können, kommen jetzt wir Landwirte in die Stadt“, ergänzte die Bezirksbäuerin.

Höhepunkt des Jahres

Auch deshalb stellten sich die Landwirte auf dem Neupfarrplatz selbst mit ihren Produkten vor, um eben diesen ein Gesicht zu geben. Der Zeitpunkt für den Aktionstag könne laut Blümel nicht besser sein: „Die Ernte steht im September im Mittelpunkt.“ Mit dem Motto der Aktion drehe sich nun auch in der Stadt alles um den Höhepunkt des bäuerlichen Jahres und um die geernteten Lebensmittel.

Blickfang waren auch die aufgestellten Plakatwände. Mit den Motiven „Belegtes Brot“, „Hamburger“ und „Torte“ wurde den Passanten die Möglichkeit gegeben, sich mit den einzelnen Bestandteilen und Rohstoffen unseres Essens und der Arbeit, die dahinter steckt, auseinanderzusetzen.

„Wir wollen die Landwirtschaft in die Städte bringen.“

Rita Blümel, Kreisbäuerin von Regensburg

So konnte man bei dem belegten Brot lesen, dass das Korn gesät und gedroschen werden muss – und dass dieser Prozess 10 Monate dauert. Der Schinken zeigte auf ein Schwein und auf die Aufschrift „6 Monate füttern und versorgen“ und die Tomaten nehmen acht Monate in Anspruch.

Damit will der Bauernverband den Verbraucher wieder verstärkt für die Lebensmittel, die er konsumiert, sensibilisieren. „Gerade nach diesem harten Sommer möchten wir für den Genuss und Wertschätzung dessen werben, was vom Feld und aus dem Stall kommt“, sagte Blümel.

Besondere Arbeitssituation

Den Landfrauen sei es ein Anliegen, auf die besondere Arbeitssituation und die Abhängigkeit der Landwirtschaft vom Klima und den damit einhergehenden Herausforderungen, aufmerksam zu machen.

„Denn auch der Klimawandel ist bei uns ein großes Thema“, stellte die Bezirksbäuerin fest. „Wir möchten dem Verbraucher zeigen, dass es neben dem Wochenmarkt auch im Supermarkt einfach ist, regional zu kaufen.“ Denn Regionalität bedeute Klimaschutz.

Doch trotzdem setzte der Bauernverband auf Dialog und weniger auf Werbung. „Wir wollen dem Verbraucher nicht vorschreiben, was er kaufen soll“, erklärte Blümel. Lediglich der Wert von heimischen Produkten solle wieder mehr in den Fokus der Menschen rücken. Nicht zuletzt, um der Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken, wie Blümel weiter sagte.

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