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Regenstauf

Ökologische Landwirtschaft favorisiert

Bernhard Suttner von der ÖDP informiert in seinem Vortrag über das aktuelle Volksbegehren „Rettet die Bienen“.

30 Zuhörer waren zum Referat von Bernhard Suttner gekommen. Foto: Herb
30 Zuhörer waren zum Referat von Bernhard Suttner gekommen. Foto: Herb

Regenstauf.Die Landkreis-ÖDP informierte vergangenen Freitag in der Regenstaufer Jahnhalle über das aktuelle Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ „Die erschreckende Krefelder Studie von 2017 hat gezeigt, dass die Gesamtmasse der Insekten in Deutschland im letzten Jahrzehnt um 80 Prozent abgenommen hat“, sagte der stellvertretende Beauftragte für das aktuelle ÖDP-Volksbegehren, Bernhard Suttner aus Windberg, in seinem Vortrag vor etwa 30 Zuhörern.

Suttner berichtete von vielen Gesprächen mit Experten: „Alle haben uns die gleichen Ursachen für das bedrohliche Insektensterben genannt: die Intensivierung der Landwirtschaft mit großflächiger Pestizidausbringung, regelmäßiger Düngung und einer veränderten Grünlandnutzung ohne Blühwiesen, die Zerschneidung der Landschaft durch Straßen sowie der hohe Flächenverbrauch und das Verschwinden von Wegrainen, Hecken und Brachen.“ So wichtig das kürzlich erfolgte Verbot von drei besonders gefährlichen Bienengiften sei, so dringend sei nach Ansicht der Experten eine umfassende und grundlegende Änderung unseres Umgangs mit der Natur, so Suttner.

Aufgrund dieser Analyse habe ein ÖDP-Team einen Entwurf für eine Verbesserung des Bayerischen Naturschutzgesetzes gemacht, den die Bürger mit ihrer Unterschrift zum Volksbegehren unterstützen können. Kernstück sei die Festlegung des Zieles, schrittweise bis zum Jahr 2030 mindestens 30 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen im Freistaat ökologisch zu bewirtschaften. Außerdem soll über Bayern ein Netz von miteinander verbundenen Biotopen entstehen.

Dies alles müsse für die Landwirte positiv gestaltet werden: „Wir treten dafür ein, Gemeinwohlleistungen der Bauern für den Artenschutz und die Reinhaltung des Trinkwassers ausreichend zu bezahlen“, so der Referent.

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