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Regensburg-Land
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Behörde

Los geht’s: Umzug im Landratsamt

Drei Freitage dauert es, bis die Regensburger Landratsamt-Mitarbeiter die 143 Räume des sanierten Altbaus bezogen haben.
von Daniel Steffen

Die Kartons packen mussten auch Sachgebietsleiter Martin Laumer und seine Kollegen vom Sozialamt. Fotos: Steffen

Regensburg.155 Umzugskisten haben allein die Mitarbeiter des Sozialamts in den vergangenen Tagen gepackt. Denn alles, was sich in ihren Büros im ersten Stock des Landratsamts-Neubaus befand, ging am Freitag auf eine kurze Reise in den benachbarten sanierten Altbau. In diesen Gebäudeteil in der Altmühlstraße wechseln neben den Sozialamt-Mitarbeitern zunächst auch die des Jugendamts und der Integrationsstelle. Ziel ist es, die Raumverteilung in Alt- und Neubau optimal zu gestalten. .

Die Kosten für die Generalsanierung, die im Juni 2015 begonnen hatte, belaufen sich auf rund 16 Millionen Euro. Durch die Sanierung konnte die Anzahl der Büroräume von 112 auf 143 aufgestockt werden, ferner stehen den Mitarbeitern 15 Reserveräume zur Verfügung. Alle Büroräume sind mit neuen Möbeln ausgestattet worden. Das künstlerisch gestaltete Treppenhaus blieb in seiner ursprünglichen Form erhalten, allerdings wurden die Böden ausgetauscht und die Handläufe lasiert.

Rechnet man die Büros im Neubau hinzu, verfügt das Landratsamt nun über 411 Büroräume, in denen insgesamt 600 Mitarbeiter beschäftigt sind. Nach der Fertigstellung der Außenanlagen soll der sanierte Altbau im Frühjahr eingeweiht werden. „Die Feier verbinden wir voraussichtlich mit einem Tag der Offenen Tür“, kündigt Franz Ebner, der Leiter der Hauptverwaltung, an. Im Frühjahr zieht auch die Kfz-Zulassungsstelle um: Sie befindet sich künftig im Erdgeschoss des Landratsamts.

Kisten packen ab 7 Uhr früh

Noch bis zum vergangenen Donnerstag, teils auch bis Freitag, haben die Mitarbeiter, die jetzt als erstes umgezogen sind, in ihren bisherigen Räumen gearbeitet. „Es war für uns ein ganz normaler Dienststellenbetrieb mit Parteiverkehr“, sagt Martin Laumer, Sachgebietsleiter für Soziale Angelegenheiten, über die letzten Stunden am alten Ort. „Am Freitag war ein Großteil unserer Kollegen schon vor 7 Uhr da, um die letzten Sachen zu packen.“ Um 12 Uhr war für sie dann Dienstschluss – und der Platz frei für das Umzugsteam, das fleißig Kisten schleppte.

Ein bisschen wehmütig sind Laumer und seine Kollegen schon: „Wir waren hier gut eingerichtet und von den neuen Räumen wissen wir nur, dass das Nötigste da ist.“ Auch müsse sich die Kundschaft neu orientieren und die neuen Räume erst einmal finden. Ansonsten überwiege die Umzugsfreude: „Die neuen Büros befinden sich an der Westseite des Altbaus. Dort werden wir viel mehr Sonne abbekommen“, sagt Laumer.

Dank der digitalisierten Unterlagen hält sich der Umzugsaufwand insgesamt in Grenzen. „Die Bereiche Ausbildungsförderung, Bildungs- und Teilhabeleistungen und Asylbewerberleistungen arbeiten mit elektronischen Akten. Sonst gäbe es hier noch viel mehr Kisten zu schleppen“, weiß Laumer. Zunächst wurden die fertig gepackten Kisten und die Bürostühle in den sanierten Altbau gebracht, dann waren die EDV-Anlagen an der Reihe.

Die Aktenordner und die Arbeitsmaterialien räumen die Mitarbeiter der drei betroffenen Sachgebiete an diesem Montag selbst ein. Da es für sie schwer wäre, gleichzeitig die Kunden zu bedienen, gibt es am Montag im Jugendamt, im Sozialamt und in der Integrationsstelle keinen Parteiverkehr. Die Hoffnungen der Mitarbeiter beruhen aber darauf, dass bis zum Abend alles funktioniert und jeder Ordner an der richtigen Stelle steht.

„Wenn die Umzüge beendet sind, dann haben wir endlich alle Sachgebiete unter einem Dach.“

Franz Ebner, Chef der Hauptverwaltung

Nächster Umzug am Freitag

Am kommenden Freitag ziehen dann zum einen die Sachgebiete Ausländer- und Asylrecht sowie Asylunterbringung in den sanierten Altbau um. Zum anderen ändern sich auch für die Freiwilligenagentur des Landkreises, für die Kommunalaufsicht, für das Ausländeramt einschließlich Personenstandsrecht sowie für die Regionalentwicklung mit Wirtschaftsförderung und Torismus die Räume. Der Umzug geschieht teils auch innerhalb des Neubaus und bringt ebenfalls einen eingeschränkten Parteiverkehr mit sich. Am Montag danach, am 22. Januar, gibt es in den genannten Bereichen ebenfalls keinen Parteiverkehr.

Am 26. Januar beziehen schließlich das Gesundheits- und das Veterinäramt die frei gewordenen Räume im Neubau. Diese beiden Ämter befanden sich bislang an der Sedanstraße. Dieser Standort wird im Februar dauerhaft geschlossen.

Franz Ebner, Sachgebietsleiter der Hauptverwaltung, ist voller Vorfreude: „Wenn die Umzüge beendet sind, dann haben wir endlich alle Sachgebiete unter einem Dach.“

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