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Wahlkampf

Matthias Jobst fordert Zusammenarbeit

Der Landtagskandidat der SPD besucht in Donaustauf die Bürger. Stadt und Landkreis Regensburg sollen gemeinsam handeln.
Von Petra Schmid

Bürgermeister Jürgen Sommer (Mitte) und Ursula Hildebrand unterstützen Matthias Jobst beim Haustürwahlkampf  Foto: Petra Schmid
Bürgermeister Jürgen Sommer (Mitte) und Ursula Hildebrand unterstützen Matthias Jobst beim Haustürwahlkampf Foto: Petra Schmid

Donaustauf.Der junge Sozialdemokrat Matthias Jobst möchte in den Bayerischen Landtag einziehen und dort seine Region vertreten. In den vergangenen Wochen setzte er dabei auf den sogenannten Haustürwahlkampf. Als Unterstützung setzte der aus Alteglofsheim stammende Jobst auf örtliche SPD-Funktionäre.

In der Walhalla-Gemeinde begleitete Bürgermeister und SPD-Chef Jürgen Sommer zusammen mit SPD-Fraktionssprecherin Ursula Hildebrand den Kandidaten. Es sei immer gut, wenn man eine örtliche Persönlichkeit dabeihabe, denn so komme man mit den Menschen schneller und leichter ins Gespräch, erklärte Jobst sein Konzept. Er habe in den rund ein Dutzend Gemeinden, in denen er „Klinken putzte“, durchweg sehr gute Erfahrungen gemacht. Viele hätten sich für seine Ideen interessiert und er habe gute Gespräche geführt, blickte Jobst zurück.

Der Bürgermeister, der meist auf den Klingelknopf drückte, übernahm es, den Landtagskandidaten vorzustellen. Oft hatte der Donaustaufer Rathauschef dazu einen flotten Spruch oder einen Scherz auf den Lippen und schuf entspannte Atmosphäre für Jobst. Sommer, der quasi als Türöffner und Moderator diente, warb dafür, das „Kreuzchen“ am 14. Oktober an der richtigen Stelle zu machen.

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Denn die SPD habe einen sehr guten Landtagskandidaten, sagte er mit Blick auf Jobst. Der Landtagskandidat hat Politikwissenschaft, Medienwissenschaft, Germanistik und Sprecherziehung studiert. Seinen Master hat er in Demokratiewissenschaft gemacht und aktuell promovierte er zum Thema „Innerparteiliche Demokratie“.

Kritik an der „Monstertrasse“

Zuvor hatte sich Jobst mit Bürgermeister Sommer über die Themen, die die Marktgemeinde und die Bürger beschäftigen, ausgetauscht. „Ich hoffe, dass die Monstertrasse nicht kommt“, hob Sommer mit Blick auf die Tennet-Planungen hervor. Die geplante Stromtrasse führe durch FFH-Gebiet und unter anderem durch einen Bannwald, zählte Sommer auf. Sollten die Planungen tatsächlich verwirklicht werden, sei dies eine Zäsur für die Walhalla-Landschaft Donaustauf, warnte der Bürgermeister.

Das sind die Kandidaten aus dem Stimmkreis Regensburg-Land:

Jobst erklärte, dass er die Notwendigkeit der Trasse sehe, es jedoch ausschlaggebend sei, wo sie letztendlich hinkomme. In der Nähe der Walhalla, noch dazu im FFH-Gebiet, einen Kahlschlag zu machen, komme für ihn jedoch nicht in Frage. Aus seiner Sicht sei es die bessere Lösung, im südlichen Landkreis landwirtschaftlich genutzte Flächen zu verwenden. Denn diese könnten dann auch wieder genutzt werden. Er hoffe, dass der berechtigte Widerstand nicht verhalle, sondern berücksichtigt werde, sagte Jobst.

Sommer kam auch auf das Thema Flutpolder zu sprechen. Sicherlich könne er verstehen, dass man für Überschwemmungsgebiete Entlastung schaffen müsse, aber Flutpolder, wie sie in der Region ausgeführt werden sollten, seien seiner Ansicht nach ein massiver Eingriff in das bayerische Landschaftsbild. „Die Region ist mit geplanter Stromtrasse und Flutpoldern sowie den Beeinträchtigungen des A3-Ausbaus sehr gebeutelt“, erklärte der Donaustaufer Bürgermeister.

Hoffnung auf Gutachten

Jobst hofft, dass sich Polder und Trasse noch verhindern lassen. Er geht davon aus, dass das Grundwassergutachten beachtet werde. In Sachen Verkehr müssten die Stadt und der Landkreis zusammenwachsen. Derzeit seien sie zwei Einheiten, die getrennt agieren. „Wenn man sich als Region begreift, muss man auch gemeinsam konzipieren und handeln“, forderte Jobst.

Bei den Bürgern setzt er auf deren Vernunft. In der Regel sei jeder bereit, etwas in Kauf zu nehmen, allerdings müsse dies halt im Rahmen des Zumutbaren sein. Getreu seinem Motto „Politik neu starten“ will er mit den Menschen kommunizieren und vor allem Transparenz schaffen. „Mit guten Argumenten kann man auch schlagkräftig überzeugen“, hob Jobst hervor.

Schule sei wohl in Donaustauf auch ein Thema, das auf den Nägeln brenne, meinte Jobst. Aus seiner Sicht ist es wichtig, die örtlichen Schulen zu erhalten, zu stärken und auszubauen.

Ziele von Jobst

  • Breitband:

    Einen flächendeckenden Ausbau von Glasfaser und 5G-Mobilfunk hält Jobst für notwendig.

  • Bildung:

    Der Anspruch auf Weiterbildung sowie der Erhalt und Ausbau der Schulen im ländlichen Raum.

  • Wohnraum:

    Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum muss vorangetrieben werden, fordert Matthias Jobst.

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