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Sanierung

Rathaus Barbing soll barrierefrei werden

Nach Dachstuhl und Fassade ist nun der zweite Stock dran. Die 1,15 Millionen Euro seien gut angelegt, sagt der Bürgermeister.
Von Tino Lex

Die Mitglieder des Gemeinderates machten sich selbst ein Bild von den Bauarbeiten. Foto: Tino Lex
Die Mitglieder des Gemeinderates machten sich selbst ein Bild von den Bauarbeiten. Foto: Tino Lex

Barbing.„Wir haben hier ein so tolles Rathaus, das viele geschichtsträchtige Episoden erlebte. So etwas muss erhalten bleiben“, sagte Barbings Bürgermeister Hans Thiel. Er hat, so scheint es, „sein“ Rathaus ins Herz geschlossen. Ehemals als Sommersitz der Regensburger Bischöfe genutzt, ist das Haus seit geraumer Zeit im Besitz der Gemeinde. Diese hat die Aufgabe, das alte Gebäude in Schuss zu halten und das tut sie mit viel Akribie. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel Geld in die Sanierung des Dachstuhls und der Außenfassade gesteckt. Da können wir nicht einfach sagen, den zweiten Stock sanieren wir etwas weniger aufwendig“, wehrt sich der Rathauschef gegen Stimmen aus dem Gemeinderat, die von einer „Luxussanierung“ sprachen.

Nordseite ist eine große Baustelle

Eine Stuckarbeit im Haus ist schöner als die andere.  Foto: Tino Lex
Eine Stuckarbeit im Haus ist schöner als die andere. Foto: Tino Lex

Natürlich koste diese Sanierung, die im Übrigen Barrierefreiheit mit sich bringt, viel Geld, aber dies sei gut angelegt, ist sich Thiel sicher. Derzeit ist die Nordseite eine große Baustelle. Hier wird ein gläserner Aufzug gebaut, den dann die Besucher des Rathauses nutzen, die nicht so gut zu Fuß sind.

Sehen Sie hier mehr Bilder aus dem Barbinger Rathaus:

Sanierung des Barbinger Rathauses

„Wir haben regelmäßig standesamtliche Hochzeiten, die oft 50 Personen überschreiten. Deshalb haben wir einen großen Raum ausgesucht, der das Trauzimmer sein wird.“ Thiel freut sich, dass dieser wie auch ein paar andere Räume mit viel Stuck ausgestattet sind: „Das strahlt etwas Herrschaftliches aus.“ Andere Räume auf derselben Etage haben dagegen wieder überhaupt keinen Stuck. Das waren anscheinend die Unterkünfte des Gesindes. Bei einem Raum sind sich die Experten gar nicht sicher, was dort untergebracht war.

Vermutlich gab es eine Kapelle

Auch im Trauzimmer wird die Stuckdecke erneuert.  Foto: Tino Lex
Auch im Trauzimmer wird die Stuckdecke erneuert. Foto: Tino Lex

Thiel: „Ich vermute, dass hier eine kleine Kapelle installiert war. Alle Anzeichen deuten darauf hin.“ Sollte das so sein, sei das zwar schön, aber man könne das nicht mehr so herrichten wie es einmal war, weil es keine Unterlagen mehr gebe.

Das Büro Huber und Partner aus Regensburg betreut den Anbau, also die barrierefreie Erschließung des Rathauses. Das Büro für Denkmalpflege Monika Dietrich aus Regensburg kümmert sich um die denkmalgerechte Sanierung des Gebäudes.

Die beiden Bürgermeister Anton Schindlbeck und Hans Thiel  Foto: Tino Lex
Die beiden Bürgermeister Anton Schindlbeck und Hans Thiel Foto: Tino Lex

Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 1,15 Millionen Euro, die nach Angaben von Thiel gut angelegt seien. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Weil alte Gebäude immer wieder für Überraschungen gut sind, könnte es auch länger dauern.

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