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Spannende Duelle in der Rodelarena

Die Polzhausener Schützen organisierten ein Schlittenrennen. 20 Teams kämpften auf dem eigens präparierten Hang um Sekunden.
Von Paul Neuhoff, MZ

Beim sechsten Dorfschlittenrennen in Polzhausen ging es rasant bergab. Das Publikum feuerte die Rennrodler begeister an.
Beim sechsten Dorfschlittenrennen in Polzhausen ging es rasant bergab. Das Publikum feuerte die Rennrodler begeister an.Fotos: Neuhoff

Polzhausen. Da sage noch einmal jemand, es gäbe in den Siedlungen keinen Zusammenhalt mehr. Die Dorfgemeinschaft der gut 50 Anwesen zählenden Ortschaft Polzhausen im Markt Laaber hat am Samstag beim sechsten Dorf-Schlittenrennen eindrucksvoll bewiesen, wie intaktes Zusammenleben funktioniert.

Wie schon in den vergangenen Jahren hat der örtliche Schützenverein „Brüder von der Eiche“ unter der Führung seines Vorsitzenden Andreas Dechant wieder ein Schlittenrennen auf einem Hang am Polzhausener Ortsrand organisiert. Dabei fiel die Entscheidung zur Durchführung der Samstagsveranstaltung erst am Mittwochabend. Aber in Polzhausen kann man sich auf die Nachbarn verlassen. Viele Hände unterstützten Andreas Dechant bei den Vorbereitungen und am Renntag.

Die Organisation war professionell

Start – und los geht’s!
Start – und los geht’s!

Heraus kam ein sportlicher Wettkampf, der professionell organisiert war. Eine Schneebar war aufgebaut, an der man Knacker „mit allem“ genauso erhielt, wie heißen Glühwein. Wer bei „zapfigen“ Minusgraden lieber ein Bier wollte, wurde ebenfalls nicht enttäuscht.

Die etwa 300 Meter lange Piste für das Rennen hatte mangels Pistenraupe ein örtlicher Landwirt mit der Frontladerschaufel seines Traktors verdichtet und geglättet. Für die Durchsagen des „Rennleiters“ Markus Lang stand eine Lautsprecheranlage zur Verfügung. Die Zeitnahme erfolgte ebenfalls fast professionell mit Funkgeräten und Stoppuhr.

In der kurzen Vorbereitungszeit hatten Andreas Dechant und seine Helfer auch noch Urkunden gefertigt und eine Anzahl Pokale beschafft, auf denen auch die Daten des Rennens aufgebracht waren.

Das Schlittenrennen in Polzhausen

Die Mühen der Organisatoren waren aber nicht umsonst. Eine Rekordzahl von 20 Teams mit jeweils zwei Sportlern auf den Schlitten hatte sich angemeldet. Die Mannschaften, die sich überwiegend aus der Dorfgemeinschaft rekrutierten, trugen dabei Fantasienamen wie „Crazy Chickens“ oder „Superhelden“. Beeindruckend war auch die Zahl von Aktiven und Zuschauern. Insgesamt waren knapp einhundert gekommen.

Um allen Teilnehmern gleiche Chancen einzuräumen, waren nur die klassischen Holzschlitten zugelassen. Der eine oder andere hatte sein Renngerät aber doch heimlich präpariert und den Rost an den Kufen entfernt und Gleitspray aufgebracht. Ein Schlitten war gar mit Edelstahlkufen versehen, was den Rennverlauf aber letztlich doch nicht entscheidend beeinflusste.

Eine Stimmung wie am Königssee

Moderator Andreas Dechant Foto:
Moderator Andreas Dechant Foto:

Beim Rennen selbst traten jeweils zwei Teams gleichzeitig gegeneinander an. Die schnellere Mannschaft hatte dann eine weitere Chance auf den Sieg in einem zweiten Durchgang. Wie bei Wettkämpfen auf der berühmten Eisbahn in Königssee feuerten die Zuschauer die Akteure an. Auch gab es auch spektakuläre Stürze, die aber alle glimpflich ausgingen.

Von der Partie waren bei dem Rennen nicht nur Jugendliche, sondern auch Väter mit ihren Kindern, wie etwa die Jüngste, die zwei Jahre alte Sabrina mit ihrem Papa. Letztlich hatte das Team „Speedy“ mit Thomas und Kilian Kammerl die Nase vorn. Auf dem zweiten Platz folgte „The long Team“ mit Markus und Fiona Lang. Bronze erreichten die „Superhelden“ mit Markus Scherübl und Leopold Stuis.

Am Ende waren alle zufrieden und bestens gelaunt. „Wir Polzhauserer halt’n ganz einfach z’samm. Und nächst’s Jahr pack mas wieder“, meinte Cheforganisator Andreas Dechant abschließend nicht ohne Stolz.

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