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Projekt

Sechs Meter hohen Schneemann gebaut

Die Pfaffenfanger Jugend schuf einen weißen Riesen im Garten. Eine schwarze Mörtelwanne dient als Zylinder.
Von Theresia Luft

Weithin sichtbar ist der Riesen-Schneemann der neue Blickfang in Pfaffenfang. Foto: Luft
Weithin sichtbar ist der Riesen-Schneemann der neue Blickfang in Pfaffenfang. Foto: Luft

Pfaffenfang.Seit einigen Tagen zieht ein großer, weißer, mit Schal und Hut bekleideter Mann die Blicke der Pfaffenfanger auf sich. Doch wer ist dieser Mann? Wie jedes Jahr in den Wintermonaten ist er in den Gärten zu finden und bereitet groß und klein Spaß beim gemeinsamen Bauen. Die Rede ist von einem Schneemann. Doch der Schneemann der Pfaffenfanger Dorfjugend ist kein gewöhnlicher Schneemann, denn er ist mehr als sechs Meter hoch und hat ein Volumen von etwa 40 Kubikmetern.

Kopf des Bauteams waren Alexander Bräu und Michael Brandl, die mit ihren ca. zehn Helfern die Massen an Schnee formten. Bräu ist Landschaftsgärtner und hat deshalb im Winter Zeit, mit der Hilfe seiner Freunde seine Kreativität im Schnee auszuleben. Doch das Schneemannbauen im XXL-Format ist gar nicht so einfach, wie man denkt. Denn die normalen Bautechniken funktionieren hier nicht. Bei so einem großen Schneemann ist alles aufwendiger und komplizierter.

Gerüstböden als Formgeber

Geschafft: Das Bauteam präsentierte stolz sein Werk. Foto: Luft
Geschafft: Das Bauteam präsentierte stolz sein Werk. Foto: Luft

Zunächst wird ein Kreis gezogen, um festzulegen, wie breit der Schneemann werden soll. Dann fängt man an, Schnee in diesen Kreis zu schaufeln. Wenn der Schneeberg immer größer wird, muss man ihn irgendwie in Form bringen. „Zur Stabilisierung und runden Formgebung haben wir etliche Gerüstböden mit einem Spanngurt umgespannt, dann ging es auch schon weiter mit dem Schnee-rein-Schaufeln“ so Alexander Bräu. Damit die unterste Schicht stabil ist und die oberen beiden Schichten trägt, wird ein Trick angewandt. Da die Jugendlichen am Anfang ihres Baus keinen perfekten „Papp-Schnee“ zur Verfügung hatten, mussten sie den vorhandenen Pulver-Schnee mit dazwischen liegenden Wasserschichten, die schnell zu Eis gefroren, aufpeppen.

In der unterste Schicht ging das Schneeschaufeln noch eher armschonend, denn hier konnte der Traktor den Schnee noch über den Ring aus Gerüstböden kippen. Bei den oberen Schichten war dann Muskelschmalz gefragt. Aus der Traktorschaufel musste der Schnee in die Formabgrenzung geschaufelt werden.

Mit Gerüstböden wurde ein Rahmen geformt. Foto: Luft
Mit Gerüstböden wurde ein Rahmen geformt. Foto: Luft

Neben der richtigen Schnee-Konsistenz war bei der Aktion auch die richtige Kleidung wichtig. Doch wer jetzt befürchtet, dass die Jugendlichen dreifache Skiunterwäsche oder Opas traditionelle Wollunterhosen tragen mussten, liegt falsch. „Es ist zwar am Anfang sehr kalt, doch da man ständig in Bewegung ist, reichen ein normaler Skianzug, Handschuhe, Schal und Mütze“, versichert Alexander Bräu.

Damit es letztendlich ein richtiger Schneemann wurde, durften natürlich Accessoires wie Hut, Nase und Schal nicht fehlten. Der lange Schal des weißen Mannes wurde speziell für ihn aus mehreren Tüchern angefertigt. Eine schwarze Mörtelwanne dient als Zylinder und ziert nun den Kopf des Schneemanns. Da es leider keine so großen Karotten gibt, musste für die Nase ein langes und dickes Stück Holz herhalten. Für die Augen und den Mund wurden verschiedenfarbige Dosen in den Schnee gerammt.

Blumentöpfe als Knöpfe

Und auch die Knöpfe durften nicht fehlen. Hierfür bedienten sich die Baumeister diverser Blumentöpfe. „Damit der riesige Schneemann auch in der Nacht nicht zu übersehen ist, habe ich ein paar Strahler aufgestellt. Seitdem dieser Blickfang unseren Garten schmückt, hat der Verkehr deutlich zugenommen und Autos bleiben sogar stehen und bestaunen unseren großen Mann in weiß“, erzählt Dominik Bräu, der Bruder von Alexander und Mitglied des Schneemannbauteams.

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Der größte Nervenkitzel bei so einem Projekt ist immer das Wetter. Schließlich darf es nicht zu warm sein, sonst schmilzt der ganze Schnee gleich wieder weg. Auch zu große Kälte ist nicht von Vorteil. Die Pfaffenfanger Dorfjugend hatte mit dem Wetter Glück und so entstand der übergroße Schneemann, der nun viele Bewunderer hat.

Die gesamte Bauphase haben die Jugendlichen auch in einem Video festgehalten, für alle jene, die sich auch einmal an ein solches Großprojekt wagen wollen. Der kleine Film ist auf YouTube unter „Dorfjugend Schneemannprojekt 2019“ zu finden.

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